Westfalia Wethmar droht ein langer, harter Kampf gegen den Abstieg

dzHinrundencheck

Die Hinrunde des TuS Westfalia Wethmar war zum Vergessen: Mit neun Punkten steht die Westfalia auf dem vorletzten Platz. Hoffnung machen aber die Winterneuzugänge für die Offensive.

Wethmar

, 20.11.2019, 13:05 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Lüner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Jetzt an der Reihe: Bezirksligist TuS Westfalia Wethmar, der in der vergangenen Woche auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist.

Aktuelle Lage: Nach einer wilden Hinrunde mit dem Abgang des Trainerduos Andreas Przybilla und Volker Bolte beendet der TuS Westfalia Wethmar die Halbserie mit neun Punkten - auf dem vorletzten Tabellenplatz. Mut macht allerdings das vergangene Spiel gegen den SSV Mühlhausen, das der TWW mit einem 1:1-Remis beendet hat. Nach der spielfreien Woche trifft der TWW am Sonntag, 1. Dezember, im ersten Rückrundenspiel auf den Stadtrivalen BV Brambauer.

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Stärken: Trotz der unruhigen Zeiten bewahren die Wethmarer die Ruhe und handeln nicht voreilig. Nach dem Abgang von Trainer Andreas Przybilla nahm sich der Sportliche Leiter Rolf Nehling Zeit, um eine sinnvolle, dauerhafte Lösung für das Traineramt zu finden. Die Wahl fiel dabei auf Steven Koch und auf Christian Kinder. Zudem stimmt bei der Westfalia in den meisten Spielen die Einstellung. Selbst nach Rückständen gaben sich die Spieler nicht auf und versuchten zumindest, Punkte zu holen. Geklappt hat das allerdings nur selten.

Baustellen: Die gibt es beim TuS Westfalia derzeit zu genüge. Neben dem völlig harmlosen Sturm (nur 10 Saisontore in 15 Spielen - Negativwert in der Liga) haben die Grün-Weißen auch im Defensivverbund immer wieder Probleme und wirkten alles andere als sattelfest (34 Gegentore). Das liegt einerseits an verletzungsbedingten Ausfällen, andererseits aber auch an fehlender Qualität. Rolf Nehling arbeitet derzeit schon an Lösungen und hat in der Offensive in Dennis Wagner, Nico Sonnen und Dennis Löhrke bereits drei Spieler für die Rückrunde verpflichtet. Dazu hat Nehling bereits Kai Schinck und Robin Möller reaktiviert. Letzterer traf gegen Mühlhausen zum wichtigen Ausgleich.

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Beste Partie der Hinrunde: Eine durchweg überzeugende Partie zeigten die Wethmarer in der ersten Saisonhälfte noch nicht: Gegen Kirchderne und Roj (beide 1:0) stimmte am Ende das Ergebnis, gegen Mühlhausen (1:1) zuletzt vor allem der Kampfgeist. Es ist also noch Luft nach oben.

Schlechteste Partie der Hinrunde: Dass der TWW insgesamt keine gute Halbserie gespielt hat, zeigt alleine der Tabellenstand. Dennoch gibt es ein paar Negativ-Höhepunkte in der ersten Saisonhälfte. Enttäuschend waren allen voran die Auftritte der Westfalia am zweiten Spieltag gegen den TuS Eichlinghofen (1:6), am dritten Spieltag beim VfL Kemminghausen (0:4) und am achten Spieltag bei der SG Massen (1:4), in denen Wethmar die Bezirksliga-Reife hat vermissen lassen. Nach dem Massen-Spiel verkündete Andreas Przybilla schließlich auch seinen Rücktritt.

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Bester Torjäger: Ganze zehn Tore hat die Westfalia in der Hinrunde gerade einmal zustande gebracht - Conor O‘Reilly, Stürmer von Ligakonkurrent DJK TuS Körne hat alleine schon 17 Mal getroffen. Diese Zahlen zeigen die große Problematik im TWW-Spiel auf. Mit drei Toren war TWW-Stürmer Sören Dvorak bester Schütze der Grün-Weißen. Der Angreifer hat sich nun allerdings wohl dazu entschlossen, die restliche Saison in der A-Liga-Reserve des TWW auszuhelfen.

Spieler der Hinrunde: Die Wahl fällt nicht schwer. Lediglich ein Wethmarer Spieler hat in der Hinserie trotz der vielen Gegentore wirklich dauerhaft überzeugen können: Neuzugang und Keeper Florian Fischer. Immer wieder zeigte Fischer starke Paraden, bewahrte seine Mannschaft vor Niederlagen oder vor noch höheren Niederlagen. Zudem geht der 31-Jährige als erfahrener Keeper stets voran, pusht seine Mitspieler auf dem Platz und haut auch verbal dazwischen, wenn es nötig ist. Die wenigen Punkte, die der TWW bislang gesammelt hat, sind daher auch sein Verdienst.

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Ausblick und Prognose: Vieles hängt davon ab, wie Rolf Nehling im Winter den Kader verändert und wie die Spieler die Vorbereitung auf die Rückrunde annehmen. Schlagen die Neuzugänge nicht sofort ein und bleibt der TWW vor dem gegnerischen Gehäuse so harmlos, dann droht den Grün-Weißen ein langer, harter Kampf gegen den Abstieg.

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