Wer beerbt Jörg Lemke? Zwei Lüner Keeper stehen vor einem Duell

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Der Platz im Tor des BV Brambauer ist ab der kommenden Spielzeit vakant, Jörg Lemke verlässt den Verein. Als Nachfolger stehen zwei Keeper mit langer Lüner Vergangenheit in den Startlöchern.

Brambauer

, 01.05.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jörg Lemke verlässt den BV Brambauer und schließt sich der Westfalenliga-Mannschaft des Lüner SV an - das ist schon seit Wochen bekannt. Nun hat der Bezirksligist bekanntgegeben, welches Duo künftig um den Stammplatz im BVB-Tor kämpfen wird. Beide Kontrahenten sind in Lünen bekannte Keeper.

„In meinen Überlegungen hat es natürlich eine Rolle gespielt, ob Jörg den Verein verlässt oder bleibt“, gibt Marcel Schaub offen zu. Schaub hatte nach seiner Zeit als Stammtorwart der Brambaueraner in der vergangenen und der aktuell unterbrochenen Saison zumeist das Nachsehen gegen Lemke und verfolgte die Spiele vor allem von der Bank. Das könnte sich nun allerdings ändern.

Marcel Schaub sammelte einen Großteil seiner Einsatzzeit in dieser Saison nach der schweren Verletzung Jörg Lemkes im Oktober. Hier macht er sich spielbereit, nachdem Lemke in Mühlhausen vom Rettungswagen abtransportiert werden musste. Im Dezember flog Schaub im Derby gegen Wethmar vom Platz.

Marcel Schaub sammelte einen Großteil seiner Einsatzzeit in dieser Saison nach der schweren Verletzung Jörg Lemkes im Oktober. Hier macht er sich spielbereit, nachdem Lemke in Mühlhausen vom Rettungswagen abtransportiert werden musste. Im Dezember flog Schaub im Derby gegen Wethmar vom Platz. © Timo Janisch

Dafür kommt Schaub nicht drum herum, sich gegen Alexander Ruscher durchzusetzen. Der 31-Jährige kommt vom Lüner SV und kämpft mit Schaub ab der nächsten Saisonvorbereitung um den Stammplatz im BVB-Tor. Ruscher geht von einem offenen Rennen aus: „Wir sind beide ganz gute Torhüter und werden gut miteinander auskommen“, so der Neuzugang.

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Ähnlich sieht es auch Frank Bidar. Er übernimmt zur kommenden Saison das Traineramt von Jascha Keller und war die treibende Kraft hinter der Verpflichtung Ruschers. „Wir sind jetzt sehr gut aufgestellt. Die zwei sind absolut konkurrenzfähig, es ist ein offener Konkurrenzkampf. Wer die Spiele macht, das werden wir dann sehen“, sagt Bidar. Ruschers Abgang vom LSV war nach einer turbulenten Saison in Schwansbell allerdings keineswegs absehbar. „Eigentlich war das nicht klar, ich wäre gerne geblieben. Es lief aber einiges nicht so, wie gewünscht“, so Ruscher, der vor gut zehn Jahren schon im Westfalenliga-Kader der Brambaueraner stand.

In der Westfalenliga-Mannschaft des Lüner SV trat Alexander Ruscher (r.) bis auf einen Einsatz nur beim Aufwärmen in Erscheinung, hier mit dem kurzzeitigen Co-Trainer Ersin Ekiz. Gespielt hat Ruscher vor allem in der Bezirksliga-Reserve.

In der Westfalenliga-Mannschaft des Lüner SV trat Alexander Ruscher (r.) bis auf einen Einsatz nur beim Aufwärmen in Erscheinung, hier mit dem kurzzeitigen Co-Trainer Ersin Ekiz. Gespielt hat Ruscher vor allem in der Bezirksliga-Reserve. © Timo Janisch

Auch der Verbleib des Brambaueraner Urgesteins Schaub war keine Selbstverständlichkeit. Im Winter hatte Schaub erst bei der SG Gahmen zugesagt, der Wechsel scheiterte aber am Veto des BVB, der sonst nur mit Lemke in die Rückrunde gegangen wäre. Gahmen ist nach wie vor auf der Suche nach einem Schlussmann, ein nachgeholter Wechsel im Sommer wäre wenig überraschend gewesen.

Neue Perspektive beim BV Brambauer

Doch die neue Perspektive, der neue Konkurrenzkampf und die realistische Chance auf Einsatzzeit hielten Schaub in der Glückauf-Arena. „Ich verspreche mir von der nächsten Saison deutlich mehr Spielanteile. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich - wenn ich meine Leistung bringe - die auch bekommen werde“, so Schaub selbstbewusst. Brambauers spielender Co-Trainer Dennis Köse bestätigt: „Das war die Perspektive, die er sich gewünscht hat.“

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Noch wichtiger für seinen Verbleib sei aber etwas anderes gewesen, so Schaub. Der Kern der Mannschaft sollte unbedingt gehalten werden. Und mit Ausnahme der Abgänge von Timo Kollakowski und Christoph Krziwanek ist das dem BVB gelungen. „Das Grundgerüst steht“, so Schaub.

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