Wasserball: Vom Regen ins Becken

LÜNEN Das Wasser ist und bleibt ihr Metier. Trotz starker Regenfälle zog der SV Lünen 08 die Durchführung des Wasserball-Länderspiels zwischen den Junioren Deutschlands und der Türkei durch.

von Von David Karski

, 27.07.2008, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Franz-Josef Richter, Vorsitzender des SV Lünen.

Franz-Josef Richter, Vorsitzender des SV Lünen.

Die Partie hätte ursprünglich am Samstag um 19 Uhr angepfiffen werden müssen. Der Fußball hatte bereits unter den wetterlichen Bedingungen leiden müssen - mehrere Partien fielen aus. Nicht so im Freibad Cappenberger See. Gut eine Stunde nach der offiziellen Anwurf-Zeit folgte für die National-Teams nicht der befürchtete Sprung vom Regen in die Traufe, sondern ins Sportbecken des Lüner Bads.

Petrus' negativer Einfluss auf die Begegnung hatte jedoch zur Folge, dass sich neben Burkhard Körbl, Geschäftsführer des Stadtsportverbandes, lediglich knapp 50 Zuschauer in Cappenberg einfanden. "Am Wetter konnte man natürlich nichts ändern", wirkte SVL-Vorsitzender Franz-Josef Richter zwar nicht glücklich, jedoch realistisch. Jürgen Resch - zweiter Vorsitzender der 08er - sorgte per Mikrofon als Sprecher im Freibad dennoch für ein gewisses Feeling, das auch etwas Stimmung von den Rängen brachte.

Deutschland trat ohne die bereits fünf für das Turnier ab Mittwoch (30. Juli) in Montenegro sowie die Europa-Meisterschaft im September gesetzten Spieler an.

Theis erzielt ein Tor

Dennoch warf die Mannschaft von Trainer Peter Röhle einen 6:2-Vorsprung heraus. Schlechte Chancenauswertung und eine aggressivere Spielweise der Türken machten die Führung jedoch zu Nichte, sodass sich beide Teams am Ende friedlich 8:8 trennten. Christian Theis vom Zweitligisten SV Brambauer, der zur neuen Saison zum Deutschen Vize-Meister ASC Duisburg wechselt, erzielte dabei einen Treffer.

Der Besuch der Türkischen Mannschaft klang am Samstagabend auf dem Vereinsgelände des SVL ab. Röhle lobte dabei mehrfach die Gastfreundschaft der Lüner. "Er sagte, dass man so etwas in der Form gar nicht mehr gewohnt sei", betonte Richter. Die Türken reisten am SOnntag wieder ab und wurden am Flughafen in Düsseldorf verabschiedet. Ein weiterer Höhepunkt im Jahr des 100jährigen SVL-Bestehens ging damit zu Ende - trotz Regens erfolgreich.

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