Wasserball: Siemund wehrt sich gegen Gerüchte - 1. oder 2. Liga?

BRAMBAUER "Uns droht kein Ausverkauf!" Norbert Siemund, Trainer der Wasserballer des SV Brambauer 50, die noch immer zwischen der ersten und zweiten Liga schweben, wehrt sich gegen entsprechende Berichte.

von Von Bernd Janning

, 07.07.2008, 14:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Norbert Siemund, Trainer des Wasserball-Bundesligisten SV Brambauer.

Norbert Siemund, Trainer des Wasserball-Bundesligisten SV Brambauer.

Und er unterlegt es mit Fakten: "Olaf Bispinghoff wurde schon vor Jahresfrist von unseren Talenten Jan Biermann und Christian Theis verdrängt, darum ist er nach Hamm gegangen." Jetzt solle sich Bispinghoff dort schon in Richtung Köln verabschiedet haben.

Alte Kamellen sind für Siemund auch die Abgänge von der Hammer Fabian Witt, Stefan Kersting und Sören Kohle. Siemund: "Fabian verletzte sich schwer, er spielt kein Wasserball mehr. Stefan, der bei uns nur A-Jugend spielte, hätten wir gern gehalten."

Dagegen muss der Übungsleiter einen möglichen Wechsel von Christian Theis bestätigen: "Wir haben vielleicht eine 20-prozentige Chance, dass er nicht zum ASC Duisburg geht. Duisburg versucht, das Spandau des Westens zu werden. Wenn wir uns trennen, dann passiert dies in Freundschaft. Es ist eben oft so bei kleinen Vereine wie dem unseren. Wir bauen junge Spieler auf, und die großen Klubs ernten die Früchte."

Theis erhält Freigabe erst nach DM

Brambauer erteilte Theis noch keine Freigabe. Laut Siemund wird der talentierte Jugendliche im Oktober für Brambauer um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft spielen. Dann soll er die Freigabe erhalten. Siemund: "Bis auf Theis haben alle Spieler ihre Zusage gegeben. Wir hätten gern um Biermann und Theis, Cedrik Aufdemkamp, der wohl bei der Nachwuchs-EM spielen wird, und unserem Riesentalent Rene Wüller eine junge Mannschaft für die Zukunft aufgebaut."

Aufgebaut wird natürlich auch weiterhin. Nachdem mit Jan-Ole Hillebrandt aus Iserlohn schon ein weiterer talentierter B-Jugendspieler im Wasser ist, kommt zur neuen Saison auch dessen Bruder. Und wo spielt er dann? Nachdem der SV Brambauer nach nur einem Jahr sportlich aus der ersten Liga abgestiegen ist, ist immer noch keine Entscheidung gefallen, ob es in der ersten oder zweiten Klasse weitergeht. Siemund: "Wir werden uns sportrechtlich wehren und uns in die erste Liga klagen."

Hintergrund ist das vorletzte Erstliga-Abstiegsspiel im heimischen Gewässer gegen Brandenburg. Dabei hatte der Gästespieler Sebastian Geyer in einem Zweikampf mit Brambauers Trainer-Sohn Patrick einen Zahn verloren. Der Brambauer war daraufhin für das letzte Spiel in Brandenburg gesperrt worden. Der SVB trat unter Protest an, verlor und war damit sportlich abgestiegen.

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