War das schon der Abstieg für den TuS Niederaden? - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisligen

Das Schlusslicht TuS Niederaden verliert auch beim Vorletzten PSV Bork mit 1:3. Alstedde unterliegt in Eving mit 1:3. Das B-Liga-Derby ging an den ungeschlagenen Spitzenreiter SG Gahmen.

Lünen

, 04.11.2018 / Lesedauer: 8 min
War das schon der Abstieg für den TuS Niederaden? - Die Ergebnisse

Niederadens Trainer Amel Mesic hofft noch auf die Rückrunde. © Jürgen Weitzel

Kreisliga A2 Unna-Hamm
PSV Bork – TuS Niederaden 3:1 (1:0)

Der angeschlagene Kramzik war erst 20 Minuten vor dem Abpfiff als Joker in die Partie gekommen. Borks Trainer reagierte damit auf den Ausgleich, den Niederaden wie aus dem Nichts erzielt hatte (55.). Niederadens Gabriel Rodrigues Vargas bekam nach einem Abspielfehler den Ball und zögerte nicht lange.

Niederadens einziger Torschuss bis dahin war drin und stellte den Verlauf der Partie, die insgesamt auf niedrigem Niveau stattfand, ein bisschen auf den Kopf. „Es ist total bitter. Das Spiel muss man nicht verlieren“, sagte TuS-Trainer Armel Mesic.

Bork bot vor allem in der ersten Halbzeit guten Kombinationsfußball. Immer wieder suchte der PSV die Schnittstellen. Niederadens Defensive bekam kaum Entlastung und war in Laufduellen regelmäßig zweiter Sieger. Bis auf den Eckball von Rene Schickentanz, den Joshua Schubert früh einköpfte (2.), fehlten aber gute Chancen.

TuS-Kapitän Dean Williamson motzte nach dem Spiel: „3:1 für den Schiedsrichter.“ Nicht verantwortlich war der Unparteiische aber dafür, dass Niederaden sich kaum Torchancen erspielte. Kurz nach der Pause wollte Robin Franke Axel Schulze Beckinghausen bei Überzahl anspielen – geklärt. Dann half der Schiedsrichter Niederaden sogar mit einem Abseitspfiff (35.), der keiner war.

Mesic schloss sich der Kritik seines Kapitäns nicht an. Er bemängelte nach dem Spiel lediglich eine Szene, in der er seine Mannschaft benachteiligt sah, analysierte sonst nur die eigenen Fehler, die zu Gegentoren geführt haben. „Ich will dem Schiedsrichter keinen Vorwurf machen. Vielleicht müssen wir aggressiver klären“, sagte er. Mesic will mit dem Schlusslicht noch nicht aufgeben, obwohl Niederaden mit erst einem Punkt schon mit einem Bein in der Kreisliga B steht. „Wir haben ja noch eine Rückrunde zu spielen und viele Spiele nur knapp verloren“, sagte Mesic. Der Klassenerhalt wäre ein kleines Wunder.

TuS Niederaden: Hübner – Williamson, Gastmeister (55. Kese), Müller, Franke (79. Hermann), Rodrigues Vargas, Vehring, Ordfanidis, Wiggers (75. Adam), Schulze Beckinghausen, Hammerhofer

Tore: 1:0 Schubert (2.), 1:1 Rodrigues Vargas (55.), 2:1 Klomann (75.), 3:1 Kramzik (89.)

Königsborn – Westfalia Wethmar U23 5:2 (1:1)

In der ersten Hälfte waren Chancen eher Mangelware, bis auf ein paar Fernschüsse. Erst vier Minuten vor der Pause wurde es gefährlich. Den Elfmeter verwandelte Dennis Kupiec. Sören Dvorak erzielte mit dem Halbzeitpfiff, ebenfalls per Strafstoß, den Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel ließ der Gast aus Lünen alles vergessen und kassierte durch mehrere individuelle Fehler vier weitere Gegentreffer. Einzig Dvorak konnte kurz vor dem Ende ein wenig Ergebniskosmetik betreiben (84.). „Wir haben dem Gegner zu viele Räume gelassen und nicht kompakt genug verschoben. Individuelle Fehler führen zu den Gegentoren. Es war eine vermeidbare, aber verdiente Niederlage“, sagte TuS-Co-Trainer Moritz Albrecht.

Westfalia Wethmar U23: N. Dvorak – Jankort, Rath (63. Bock), Rogge, S. Dvorakt, Pella (67. Ciernioch), Orlowski, Thomala (70. Dobler), Resch, F. Dvorak

Tore: 1:0 (41./Foulelfmeter), 1:1 S. Dvorak (45./Foulelfmeter), 2:1 (50./Foulelfmeter), 3:1 (54.), 4:1 (57.), 5:1 (63.), 5:2 S. Dvorak (84.)

Gelb-Rote Karte: Rogge (73., wegen Meckerns/TWW)

TSC Kamen – SuS Oberaden 2:1 (1:0)

Einen Spielzug davor traf Serhat Yilmaz nur den Pfosten. Kamen hatte zunächst mehr vom Spiel, der SuS war nervös. Erst nach dem Führungstreffer des TSC löste sich Oberaden aus der Umklammerung und hatte ebenfalls gute Chancen. „Es fehlte der letzte Querpass“, so Trainer Birol Dereli. Nach dem Wechsel spielte der SuS besser.

Nach einem Handspiel bei einem Freistoß von Yilmaz zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – Strafstoß, 1:1 durch Yilmaz. Danach gab es einen offenen Schlagabtausch. „Nach angezeigten sechs Minuten habe ich gefragt, wann er denn abpfeifen wolle“, sah Dereli noch zusätzliche entscheidende zwei Minuten.

SuS Oberaden: Alcan - Meyer, Cirkel, Sener, Özkan, Pakdemir (82. Solak), Yilmaz, Yesilcicek, Karadag, Kusch (52. Ikraine), Sevindir (59. Jaszmann)

Tore: 1:0 (24.), 1:1 Yilmaz (69.), 2:1 (90.+6)

GS Cappenberg – VfL Kamen 0:4 (0:2)

Kamen setzte den Gastgeber früh unter Druck, lief die Cappenberger weit in deren Hälfte an. „Damit kamen wir nicht zurecht“, so Harder. Er baute sein Team um und beorderte Sinan Habibivand zum geordneten Spielaufbau in die Kette. Cappenberg fehlten die spielerischen Mittel sich zu lösen. Häufig gab es nur lange Bälle nach vorn. Besonders bei Kontern zeigte sich GSC anfällig. Gegentreffer eins fiel nach einer Ecke für Cappenberg.

Nach einem langen Diagonalball und einer Flanke von außen war die GSC-Abwehr unsortiert – 0:2. Beim dritten Tor kam Kamen, nach Einwurf für GSC an der gegnerischen Eckfahne, nach drei Ballstationen zum Torerfolg. Tor Nummer vier fiel aus dem Gewühl.

Für Cappenberg hatten zweimal Tim Jesella in der ersten Halbzeit und Johannes Eroglu mit einem 20-Meter-Schuss die besten Chancen. „Wir waren zwar läuferisch gut, aber nicht bereit alles zu geben“, forderte Pascal Harder gegen Wethmar mehr.

GS Cappenberg: Grenigloh – A. Lohölter, Hane (63. N. Lohölter), Jesella, Stasch, Zentgraf (59. Zentgraf), Osterkemper (71. Becker), Markowski, Felsberg, Habibivand, Eroglu

Tore: 0:1 (23.), 0:2 (37.), 0:3 (48.), 0:4 (75.)

Kreisliga A2 Dortmund
Lüner SV II – K.F. Sharri 5:2 (2:0)

Obwohl die Lüner gegen Sharri quasi nichts anbrennen ließen, war LSV-Trainer Kadir Kaya nicht gänzlich zufrieden. Die Torausbeute war dem Lüner Coach am Sonntag ein Dorn im Auge. „In der Höhe war das zu wenig. Wir müssen sieben oder acht Tore schießen. Jetzt konzentrieren wir uns auf die schwere Aufgabe nächste Woche in Horstmar“, so Kaya.

Einer, der viele Chancen ausließ, war Goalgetter Murat Büyükdere. „Eigentlich hätte ich heute sechs Tore machen können, ich habe noch drei große Chancen liegengelassen“, sagte der Dreifachtorschütze nach dem Spiel. Büyükdere eröffnete nach 33 Minuten den Torreigen. Viktor Siljeg, der später noch in der ersten Mannschaft der Lüner kickte, erhöhte vor der Pause auf 2:0.

Nach Wiederanpfiff machte Lünen mit den Toren zum 3:0 (Büyükdere, 54.) und 4:0 (Burhan Akgül, 66.) schnell alles klar. Sharri traf zwar zum Anschluss (72.), Büyükdere schraubte zehn Minuten vor Schluss aber wieder auf 5:1 hoch. Den Schlusspunkt setzte Sharri mit dem 2:5 (84.).

Lüner SV II: Acar – Gülec, Ünal, R. Kiymaz, Siljeg (46. Ibeme), F. Kiymaz, Akgül, Büyükdere, Mayanovic (69. Karaduman), Koc, Cirak (69. Koschnik)

Tore: 1:0 Büyükdere (33.), 2:0 Siljeg (37.), 3:0 Büyükdere (54.), 4:0 Akgül (66.), 4:1 (72.), 5:1 Büyükdere (80.), 5:2 (84.)

Ay Yildiz Derne – SV Preußen Lünen 2:1 (1:0)

Die arg gebeutelten Preußen, die nach geringer Trainingsbeteiligung und wegen vieler Verletzter wieder auf Altherrenspieler zurückgreifen mussten, ließen sich von der Kulisse in Derne beeinflussen.

Nach einem Ballverlust von Burhan Burma auf dem Flügel traf Derne mit einer schnellen Ballstafette zur Führung. Pascal Hermann (2) hatte noch die besten Chancen den Ausgleich für die Preußen zu erzielen, scheiterte jedoch mit seinen Versuchen. Dieser fiel dann nach dem Seitenwechsel. Lukas Goetz wurde gut freigespielt und hatte keine Probleme das 1:1 zu machen.

Die Preußen agierten zu häufig mit langen Bällen und wurden oft wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen. „Das war nicht unser Spiel“, so Steven Koch. Einer von vielen Kontern führte zum Siegtreffer für Ay Yildiz. Die Preußen konnten sich danach noch bei Marcel Möller bedanken, der dem Team mit seinen Paraden vor einer höheren Niederlage bewahrte. Ay Yildiz zog in der Tabelle an den Preußen vorbei.

SV Preußen: Möller - Schulz, Mark, Goetz, Siegerink, (69. Katlun), Leese, Adamsky, Hermann, Burma, (28. Kleine-Bernink), D. Serges, S. Serges

Tore: 1:0 (18.), 1:1 Goetz (60.), 2:1 (67.)

Eving Selimiye Spor – BW Alstedde 3:1 (0:0)

In Halbzeit eins sah Alsteddes Trainer Andreas Hermes ein ausgeglichenes Spiel beider Mannschaften. Sowohl die Evinger als auch das Team vom Heikenberg zeigten sich in der Abwehr stabil und ließen keine Chance der gegnerischen Sturmreihe zu.

„Das Remis zur Pause war verdient“, so Hermes in der Analyse. Der Knackpunkt des Spiels war die 57. Minute. Nach einem Foulspiel eines Spielers von Eving an Can Cicek zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Alsteddes Kapitän Hasan Ekici legte sich den Ball zurecht und platzierte ihn gut in die linke untere Ecke. Doch Evings Keeper ahnte die Ecke, tauchte gut ab und parierte (57.). Die Alstedder zeigten sich etwas geschockt.

Zwei Minuten später packte die BWA-Abwehr nicht richtig zu und ließ einen Distanzschuss von Eray Turhaner zu – 1:0 (59.) für Eving. Das war der Knackpunkt des Spiels.

Zu allem Überfluss zeigte der Schiedsrichter wenig später im Alstedder Strafraum auch auf den Punkt. Dustin Nowak sollte gefoult haben. „Aus meiner Sicht hat er den Ball gespielt““, so Hermes, der danach das 2:0 (70.) durch Evings Gökhan Ucar sah. Der Dortmunder ließ Jonas Nathen keine Chance. Hermes reagierte, brachte mit Jannick Audehm und Kevin Röll zwei Offensivspieler. Danach drängte nur noch Alstedde und kam zu einigen guten Chancen. Röll nutzte eine davon zum fälligen Anschlusstreffer (81.).

Als Alstedde in den letzten Minuten die Abwehr quasi auflöste, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen, setzte Eving zum entscheidenden Konter an und traf in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zum 3:1. „Hätte unser Elfmeter gesessen, wäre das Spiel anders ausgegangen“, war sich Hermes sicher.

BW Alstedde: Nathen - Kirchhoff, Ekici (72. K. Röll), Cicek, Juric, Stojak, Katarzynski, Nowak, Häckh, Splittgerber, Koczy (64. Audehm)

Tore: 1:0 (59.), 2:0 (70.), 2:1 K. Röll (81.), 3:1 (90.+3)

Kreisliga B3 Dortmund
FC Brambauer – SG Gahmen 1:5 (1:1)

„Wir haben uns in der ersten Hälfte gut präsentiert und genau das umgesetzt, was ich vor dem Spiel vorgegeben habe“, sagte FCB-Coach Serhat Kaplan. Dementsprechend gingen die Gastgeber auch in Führung. Volkan Alicer traf per Sonntagsschuss in den Winkel (29.). Zehn Minuten vor der Pause konnte Halil Elitok für Gahmen ausgleichen.

Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Elitok für seine starke Leistung und traf drei weitere Male ins Schwarze. Muhammed Vurucu traf zum 5:1-Endstand für die Gäste, die in der 70. Minute noch eine Ampelkarte sahen. Der mit Gelb verwarnte Tolga Dedeagili ging vor seiner Auswechslung zu langsam vom Platz, sodass ihm der Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte zeigte.

„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir haben uns Brambauer angepasst. In Hälfte zwei haben wir uns gesteigert“, so SG-Trainer Semistan Tikici.

FC Brambauer: Akpinar – Kaplan, Vuran (48. Sisman), Yesilöz, Gavazi, Kaya, Alicier (48. Karabulut), Özyavuz, Aksoy, Yapici, Sert

SG Gahmen: Y. Cakir – Akcaoglu (69. E. Tikici), B. Tikici (70. Arslan), Aktas, Ergün, A. Cakir, Dedeagili, Bayraktar (34. Vurucu), Vardi, Elitok, Aydemir

Tore: 1:0 Alicier (29.), 1:1,1:2, 1:3, 1:4 alle Elitok (34., 50., 62., 77.), 1:5 Vurucu (78.)

Gelb-Rote Karte: Dedeagili (70., Zeitspiel/SG)

BV Lünen – VfB Lünen II 5:0 (2:0)

„Wir haben endlich mal wieder ein vernünftiges Spiel gezeigt“, sagte 05-Spielertrainer Dennis Gerleve. Die Geister gingen früh verdient in Führung. Tom Mlinski traf nach zehn Spielminuten. Stephan Voigt erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0. „VfB hatte in der ersten Hälfte einen gefährlichen Freistoß, den parierte Kevin Lange aber richtig gut“, so Gerleve.

Nach dem Seitenwechsel schraubten die Gastgeber das Ergebnis in die Höhe. Koray Karanlik machte kurz nach Wiederbeginn mit dem 3:0 alles klar (52.). Sechs Minuten später traf Voigt mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 (58.). Den 5:0-Endstand erzielte Chris Studnicka. „Alles war heute zufriedenstellend. Wir haben eine disziplinierte Leistung gezeigt. Man muss der Mannschaft ein Kompliment machen“, so Gerleve.

BV Lünen: Lange – Voigt, Gerleve, Gebauer, Hoffmann (46. Broda), Seiler, Karanlik (33. Studnicka), Helmrich, Nitsch, Mlinski, Umlandt (62. Klapper)

VfB Lünen II: Schmidt – Diesner, Wanke, Schlunke, Jesberg, Stammler, Woestmann (67. Neumann), Özcelik (46. Eichentopf), Koch, Unger (27. Taskin), Rodriguez

Tore: 1:0 Gerleve (10.), 2:0 Voigt (35.), 3:0 Karanlik (52.), 4:0 Voigt (58.), 5:0 Studnicka (86.)

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