Der BV Brambauer gewinnt auch das zweite Derby. BVB-Torhüter Jörg Lemke rettet den Brambaueranern mit guten Paraden die frühe Führung des BVB-Stürmers.

Lünen, Brambauer

, 18.08.2019, 20:20 Uhr / Lesedauer: 3 min

Derbys scheinen dem BV Brambauer in dieser Saison wohl richtig gut zu liegen. Der Fußball-Bezirksligist siegte nach dem 1:0-Erfolg in der Vorwoche über Westfalia Wethmar am Sonntag auch gegen die Reserve des Lüner SV mit 1:0. Vor dem Spiel setzte der Lüner SV ein Zeichen.

Bezirksliga

Lüner SV II – BV Brambauer 0:1 (0:1)

„Der LSV bedankt sich heute bei unserem Vorstandsmitglied Arno Franke. Er hat den Ball für das heutige Spiel gestiftet. Mit diesem Geschenk verbindet Arno ganz bewusst den Wunsch, dass wir bei aller sportlichen Rivalität ein spannendes und sicherlich kampfbetontes aber auch ein sportlich faires Spiel erleben“, schallte es kurz vor dem Anpfiff der Partie durch die Lautsprecher der Kampfbahn Schwansbell. Peter Marx, stellvertretender Vorsitzender des Lüner SV, verlas die Worte – aus einem speziellen Grund.

Das Wort „Hass“ war übel aufgestoßen

In unserem Doppel-Interview zum Derby mit Brambauers Joel Razanica und Lünens Murat Büyükdere hatte Büyükdere gesagt, dass zwischen „Brambauer und Lünen mehr Hass“ herrsche als zwischen dem LSV und Wethmar. Der 35-Jährige hatte damit die Frage beantwortet, welches der Derbys für ihn persönlich spektakulärer sei. Das Wort „Hass“ war dabei übel aufgestoßen, wovon sich der Lüner SV vor dem Spiel mit dieser Aktion distanzierte.

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Aber kommen wir zum Sportlichen: Beide Teams hatten auf dem durchweichten Rasenplatz der Kampfbahn Schwansbell zunächst Probleme, ins Spiel zu finden. Aus rein fußballerischer Sicht bekamen die rund 100 Zuschauer ohnehin keinen Leckerbissen serviert. Es war ein Kampfspiel, das die Lüner Klubs erwartete. Ein Spiel, in dem Kleinigkeiten am Ende den Unterschied machen sollten.

Frühes Tor im Spiel

Das einzige Tor der Partie fiel schon früh im Spiel – nach gerade einmal 13 Minuten. Arkadi Daunhauer lief den rechten Flügel entlang und spielte einen längeren Ball auf Stürmer Christian Wantoch von Rekowski, der von LSV-Neuzugang Dalibor Mikuljanac bedrängt wurde. Den Schuss von Wantoch von Rekowski fälschte Mikuljanac dann so unglücklich ab, dass er sich hinter Daniel Dreesen – er stand an diesem Wochenende im Tor der Reserve – ins Tor senkte – 1:0 und damit auch schon der Endstand.

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Jascha Keller, Trainer der Brambaueraner, zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf, wenngleich er auch noch Verbesserungspotenzial sah. „Insgesamt war es sicher nicht das attraktivste Spiel für die Zuschauer, aber wir haben unsere Qualitäten im Defensivverbund gezeigt und vorne immer wieder Nadelstiche gesetzt. Dazu hat Jörg Lemke zwei Bälle toll gehalten. Wir sind mannschaftlich geschlossen aufgetreten und haben uns deswegen den Sieg verdient“, so Keller.

LSV findet in Lemke seinen Meister

Doch der LSV hätte auch gut und gerne einen Punkt behalten können, hätte er eine seiner beiden guten Chancen genutzt. Doch sowohl Ali Sener und Ömer Karsli (17.) als auch Emre Yildiz (80.) fanden ihren Meister im erneut glänzend aufgelegten Jörg Lemke, der zwei starke Paraden zeigte. Brambauer selbst hatte vor und nach der Pause auch Möglichkeiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Doch Wantoch von Rekowski schoss Dreesen an (30.), Daunhauer traf die Latte (44.) und Ehrentraut zielte freistehend über das Tor (64.). Nichtsdestotrotz hätte Kadir Kaya ein Remis für gerecht gehalten. „Wir hatten mehr Ballbesitz und bessere Spielanteile. Wir verlieren durch ein halbes Eigentor. Wir müssen vorne einfach konsequenter die Chancen nutzen“, so Kaya, der im Spielaufbau zu viele Fehler seiner Mannschaft sah.

„Gibt Selbstvertrauen“

So bleibt unterm Strich ein 1:0-Erfolg für den BVB, der mit sechs Punkten und 2:0 Toren auf den zweiten Tabellenplatz springt. „Das ist ein optimaler Start. Wir wollten unseren Derbysieg veredeln, das ist uns gelungen. Dass wir auch zwei Mal zu Null gespielt haben, gibt Selbstvertrauen“, so Jascha Keller.

Lüner SV II: Dreesen – Gülec, Lucau, Mikuljanac, Ünal, Memic (76. Acar), Yildiz, Ali Sener (66. Abdullah Sener), Karsli (89. Kralani), Büyükdere, Rosenkranz

BV Brambauer: Lemke – Fluder, Köse, Daunhauer (90.+2 Krziwanek), Wantoch von Rekowski (65. Kollakowski), K. Coerdt (90.+2 Kleine-Bernink), R. Coerdt (89. Stolzenhoff), Ehrentraut, Rimkus, Klemt, Razanica

Tor: 0:1 Wantoch von Rekowski (13.)

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