VfL-Frauen kassieren dritte Niederlage, Männer holen ersten Punkt

Handball: VfL Brambauer

Für die Handballer aus Brambauer lief es an diesem Wochenende nicht gut - ein Lichtblick sind jedoch die Landesliga-Männer. Die Frauen des Lüner SV holen einen Sieg gegen Riemke.

Lünen

, 29.09.2019, 18:44 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL-Frauen kassieren dritte Niederlage, Männer holen ersten Punkt

Franziska Bloeß und der VfL Brambauer verloren am Samstag erneut. © Günther Goldstein

Auch am dritten Spieltag mussten sich die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer geschlagen geben. Am Samstag-Abend gab es eine 26:29-Pleite gegen den SC Westfalia Kinderhaus. Mit drei Niederlagen aus drei Spielen erwischten die VfL-Frauen nun einen klassischen Fehlstart.

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – Westfalia Kinderhaus 26:29 (13:11)

VfL-Coach Andre Schwedler hatte sich in dieser Partie mehr erhofft. Lange Zeit lag seine Mannschaft vorne, gab den Sieg erst in der Schlussphase ab. „Das war eine ärgerliche, aber durchaus vermeidbare Niederlage“, lautete sein Resümee.

Die VfL-Frauen fanden gut ins Spiel, setzten sich nach anfänglicher Ausgeglichenheit erstmals beim 11:6 auf fünf Tore ab. In der Deckung zeigte Brambauer Kampfbereitschaft, im Angriff wurde geduldig gespielt. Dann allerdings leistete sich das Team eine kleine Schwächephase. Acht Minuten lang schlichen sich einige technische Fehler ein. In der Abwehr stand Brambauer nicht mehr so konsequent wie noch zu Beginn. Im Angriff machte der VfL ein paar Fehler. Dies nutzte Kinderhaus gut aus und kam zur Pause auf 11:13 heran.

Brambauer berappelt sich zunächst

Im zweiten Durchgang berappelte Brambauer sich allmählich, ging konzentriert zur Sache und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Das Schwedler-Team zog zwischenzeitlich auf vier Tore davon. „Wir haben es aber auch in dieser Phase nicht geschafft, uns deutlicher abzusetzen“, so Schwedler.

Der erste Knackpunkt im Spiel war in der 40. Minute, als Sarah Bauer eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe kassierte. Binnen zwei Minuten erhielt Kinderhaus drei Siebenmeter und wandelte diese alle durch Anna Klapdor zum 20:20-Ausgleich um. „Da hat man dann gemerkt, dass die Köpfe ratterten“, beschrieb Schwedler. Kinderhaus ging erstmals beim 25:24 in Führung.

Knappe Führung reicht Kinderhaus für die letzten Minuten

In den letzten Minuten fehlten Brambauer dann der Mut und die Coolness. „Da waren wir leider nicht mehr abgezockt genug und haben am Ende den Mut verloren“, sagte der Coach und legte nach: „Das ist sehr ärgerlich. Denn diese Niederlage war definitiv vermeidbar. Dass wir am Ende mit drei Toren Unterschied verlieren, hätte einfach nicht sein müssen.“

Auch wenn der VfL Brambauer jetzt schlecht in die Saison startete, hat Schwedler gegen Kinderhaus einige gute Ansätze gesehen, auf die es jetzt gilt aufzubauen.

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Fleckstein, Holz (3), Sahage, Bloeß (6), Kost (6), Kroll, Leismann (1), Bauer (5), Lasshof (4), Umbescheidt (1)

Da sind die ersten Punkte für den Handball-Landesligisten VfL Brambauer. Am Samstagabend sicherte sich das Team von Björn Grüter vor heimischer Kulisse gegen Aufsteiger Wittener TV seinen ersten Saisonsieg, zeigte trotz arger Personalsorgen eine starke Leistung.

Landesliga 3

VfL Brambauer –

Wittener TV 26:20 (14:9)

„Auf diese Einstellung und Leistung können wir aufbauen“, so Grüter. Seine Mannschaft musste auf viele Spieler verzichten: Felix Sporbeck, Sebastian Pohl, Kai und Philip Maurer und auch Jonas Lüke fehlten. Brambauer ging mit nur zwei Auswechselspielern ins Spiel. „Jeder hat aber für jeden gekämpft. Das war von der Einstellung her richtig gut“, lobte Grüter.

Der VfL spielte geduldig im Angriff, fand immer wieder den Weg über den Kreis zum Tor. Jan Richter machte dort einen guten Job, übernahm Verantwortung und bot eine starke Partie. „Er hat in entscheidenden Phasen auch das Tempo mal rausgenommen. Er hat ein wirklich gutes Spiel gemacht“, sagte Grüter.

Keeper hält Vorsprung stabil

Auch Ole Wissemann, der nach langer Verletzungspause im Rückraum auflief, zeigte sich entschlossen. Keeper Manuel Welski hatte in der zweiten Halbzeit einen Sahnetag, parierte viele Freiwürfe. „Die Mannschaft hat eine gute Leistung geboten.“, so Grüter.

VfL Brambauer: Strade/Welski – Richter (6/1), L. Langmann (2), Ziepel (1), Wissemann (4/1), Gärtner (4), P. Langmann, Pape (2/1), Eder (7)

Ein guter Auftritt, der am Ende aber nicht belohnt wurde: Die Bezirksliga-Zweite des VfL Brambauer musste am Samstag-Abend gegen den TV Beckum erneut eine Niederlage einstecken.

Bezirksliga

VfL Brambauer II – TV Beckum 19:25 (12:10)

Dabei zeigte die Mannschaft aber eine deutliche Leistungssteigerung, war bis zur 45. Minute das dominierende Team. „Dann wollten wir aber den Sieg zu sehr, wollten mit dem Kopf durch die Wand. Wir haben unnötig zu schnell spielen wollen, haben uns dadurch einige Fehler geleistet“, so Trainer Dominik Schidlowski. Beckum fing einige Bälle ab und erzielte beim 17:17 den Ausgleich.

Danach drehten die Gäste das Spiel und ließen sich die Führung nicht mehr nehmen. Dem VfL fehlte in den letzten Minuten auch die Luft, um noch einmal dran zu kommen. Auch wenn Brambauer verloren hat, war Schidlowski nicht unzufrieden: „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Leider hat es nicht gereicht.“ cari

VfL Brambauer: M. Greinert – Abels (3), Surkamp (2), Strauch (7/1), Hoevener (1), Mroß (1), D. Strauch, Hoenscheid (1), T. Greinert (4), Wessel, Weiss, Maas, Benthaus

Die Handballerinnen des Lüner SV konnten sich am Sonntag bei Torfrau Jasmin Klostermeier bedanken. Klostermeier sicherte ihrer Verbandsliga-Mannschaft die Punkte beim 25:21-Sieg gegen Riemke.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – SV Teutonia

Riemke 25:21 (13:10)

„Sie hat einfach wichtige Dinger weggenommen“, sagte LSV-Trainer Marcel Mai nach dem 25:21-Heimerfolg gegen den SV Teutonia Riemke. Und damit habe sie einen „großen Teil zum Sieg beigetragen“.

Zwar haben Mais Damen ab der ersten Minute über die komplette Spielzeit geführt, dennoch „war es ein harter Kampf“. Nicht clever genug sei seine Offensive mit der Chancenauswertung umgegangen. So kamen die Bochumerinnen kurz vor der Halbzeitpause auf zwei Tore heran (12:10). „Umso wichtiger, dass die Verteidigung in solchen Phasen eine gute Deckung spielt“, so Mai. Am Ende hätte es laut des Mannschaftschefs „auch ruhig zwei bis drei Tore deutlicher ausgehen können.“

Besonders positiv ist Mai Carla Verhasselt aufgefallen. Aus dem Jungjahrgang der A-Jugend kommend, habe sie auch ohne Treffer einen guten Eindruck hinterlassen. „Spieler wie Carla sind wichtig für die Zukunft“, sagt Mai, dessen Akteurinnen im Schnitt etwa 21 Jahre alt seien. Mai: „Das Team findet sich gerade richtig schön, da passt alles.“ Zwei Siege aus drei Partien bestätigen schon jetzt das Potenzial der Lüner Handballerinen.

Lüner SV: Klostermeier/M.Krause – Schröder, Lieneke (4), T. Schmidt (6/4), Hins, Püschel (1), Lohölter, J. Krause (1), A. Schmidt (3), Verhasselt, Rempe (5), Dressler (5), Geissler

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt