VfL Brambauer vergibt zu viele Chancen / Später K.O. für den SuS Oberaden

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Am Samstag waren nur die Verbandsliga-Frauen des VfL Brambauer erfolgreich. Niederlagen gab es für die Männer des SuS Oberaden, des VfL Brambauer und des Lüner SV.

Lünen, Brambauer

, 02.12.2018, 18:38 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL Brambauer vergibt zu viele Chancen /
Später K.O. für den SuS Oberaden

Kim Freitag und der VfL (r.) bissen sich in der Schlussphase die Zähne an Dorstfeld um Jürgen Lepine (l.) aus. Trotzdem hätte der VfL genügend Chancen zum Sieg gehabt. © Foto: Janisch

Das war eine bittere Niederlage für Handball-Oberligist SuS Oberaden! Gegen das Top-Team aus Soest waren die Cobras am Samstag lange Zeit an einem Punktgewinn dran. In letzter Sekunde kassierte die Mannschaft von Spielertrainer Alex Katsigiannis dann noch das entscheidende Gegentor.

Oberliga

Soester TV – SuS Oberaden 33:32 (18:14)

Damit verpasste der SuS es erneut, die Big-Points einzufahren. „Das fühlt sich so bitter an. Das tut auch richtig weh“, sagte Katsigiannis. Der SuS kam die ersten Minuten nicht gut ins Spiel, lag 3:9 hinten. „Da hat Soest uns überrannt, hat sehr viel Tempo gemacht. Wir wiederum haben die aber auch durch unsere vielen technischen Fehler dazu eingeladen“, ärgerte sich Katsigiannis. „Trotzdem haben wir es immer wieder geschafft, dran zu bleiben“, lobte er. Immer wieder belohnte sich der SuS mit starken Abwehraktionen selbst und hielt das Spiel offen.

Nach der Pause kam mit Kreisläufer Bastian Herold eine gute Alternative. „Wir waren zur Stelle und haben es geschafft, das Ergebnis zu drehen“, so Katsigiannis. Durch die Bank war der SuS sehr diszipliniert, hat es aber nicht geschafft, den Soester Fabian Schnorfeil in den Griff zu bekommen. Immer wieder zog er Lücken für seine Mitspieler, holte Siebenmeter heraus und warf sieben Treffer. „Das war für mich der Spieler, der das Spiel entschieden hat“, so Katsigiannis.

Ballverlust führt zu Gegenstoß

18 Sekunden vor Spielende – beim Stand von 32:32 – nahm Katsigiannis ein Team-Time-Out. Anstatt den Ball zu verwalten, spielte Oberaden einen Risikopass, den Soest abfing und durch Luis Gran in letzter Sekunde zum Siegtreffer verwandelte. „Das war einfach nur bitter. Zumal auch die Konkurrenz gewonnen hat“, sagte Katsigiannis. Der Coach weiß selbst, dass seine Mannschaft allmählich punkten muss, um den Klassenerhalt zu schaffen.

SuS Oberaden: Makus/Klepping – Lauber (6), Noe, Herold (8/5), Katsigiannis (6), P. Stennei (5), Roth, Marschewski, Braach, Holtmann (1), Wagner (3), Rossfeldt

Die nächste Spitzenmannschaft, die nächste Niederlage für die Handballer des VfL Brambauer in der Landesliga. Gegen den Tabellendritten ATV Dorstfeld gab es eine 25:30-Pleite.

Landesliga 3

Brambauer – ATV Dorstfeld 25:30 (12:14)

„Ich bin definitiv unzufrieden“, sagte Brambauers Trainer Nadim Karsifi. Der Grund: Der VfL ließ einige Chancen ungenutzt, hätte locker genug Gelegenheiten für einen Sieg gehabt. „Dann darfst du kein Spiel gewinnen“, sagt Karsifi. Besonders in den letztlich entscheidenden Momenten stellten sich Wurfpech und gegen Ende der Partie auch Dorstfelds Keeper Kevin Harris gegen die Brambaueraner. Beim 21:23 etwa hatte der VfL per Gegenstoß die Chance auf den Anschlusstreffer, vertändelte den Ball aber leichtfertig. Sebastian Mund brachte den ATV so wieder auf drei Treffer weg.

Nach Zeitstrafe endgültig geschlagen

Es war das letzte Mal, das Brambauer den Gästen wirklich gefährlich nahe kam. Die sehr erfahrenen und routinierten Gäste spielten von da an souverän das Spiel zu Ende und steigerten sich in der Deckung noch einmal entscheidend. Mit einer offenen Manndeckung kam der VfL nochmals auf 25:28 (58.) heran. Als der vorher gute Leo Langmann dann aber eine Zeitstrafe kassierte, war die Partie entschieden.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zog der VfL das Tempo der Partie merklich an, spielte beinahe immer eine schnelle Mitte. „Das lief ja eigentlich“, so Karsifi.

Doch schlichen sich mit zunehmender Dauer des zweiten Durchganges immer mehr Ungenauigkeiten in das Spiel der Brambaueraner ein. Dorstfelds passive Deckung stellte den VfL jetzt aber auch vor größere Probleme, zwang den Gastgeber häufig zu schlechten Würfen aus dem Rückraum. Hier entglitt der Karsifi-Sieben das Spiel, in dem es so lange mitgehalten hatte.

Allgemein erinnerte die Schlussphase des VfL sehr an die in der Vorwoche gegen Oespel (25:29), als Tabellenzweiter ebenfalls eines der Top-Teams. Gegen die Spitzenmannschaften, zu denen Brambauer selbst nicht gehört, steht sich der VfL stets selbst im Wege. So auch bei der bitteren 28:29-Pleite bei Spitzenreiter Herne im Oktober. Trainer Karsifi lobte den abgezockten Gegner Dorstfeld: „Für mich mit die stärkste Truppe.“ Aber: „Wir hätten gewinnen können.“

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (1), Lüke (3), L. Langmann (5), Baggemann (1), Kurt (5/1), Gärtner, P. Langmann (2/1), Freitag (2), Pape (3/1), Maurer, Pohl (3)

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV haben am Samstag wie erwartet gegen das Top-Team Soester TV II verloren.

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – Soester TV II 30:38 (12:21)

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV haben wie erwartet gegen das Top-Team Soester TV II deutlich verloren. Aber im LSV-Team weiß man, dass die Punkte gegen andere Mannschaften geholt werden müssen. Die Rot-Weißen, die wieder einmal viele Ausfälle verkraften mussten, waren gegen das schnelle, dynamische Team aus Soest allerdings noch nicht zu Beginn so deutlich unterlegen. Erst nachdem der Soester TV II das Tempo anzog, kam der LSV nicht mehr hinterher. Bereits zur Pause führten die Gäste mit 21:12. Zu dem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden. Nach der Pause betrieb der Lüner SV noch ein bisschen Ergebniskosmetik, gewann diese Halbzeit mit 18:17. Zu überzeugen wussten die jungen Spieler Luca Donat und Max Schneider sowie die Torhüter Daniel Hangebrock und Leon Karansi.

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Später K.O. für den SuS Oberaden

Philipp Hadac (M.) und der LSV mussten die nächste Niederlage einstecken. © Günther Goldstein

Alles andere als einen Handball-Leckerbissen lieferten sich die Frauen des VfL Brambauer in der Verbandsliga mit Borussia Dortmund III. Am Ende reichte es aber zu einem 24:20-Arbeitssieg.

Frauen-Verbandsliga 2

Brambauer – Bor. Dortmund III 24:20 (11:9)

VfL-Coach Andre Schwedler war zwar nicht zufrieden mit der spielerischen Leistung seiner Sieben, zeigte sich angesichts der eigenen Personallage aber erleichtert über den Sieg. „Man darf nicht vergessen, dass ich von der Ersten nur acht Feldspielerinnen dabei hatte“, so Schwedler. So mussten Kristina Rohr und Martha Rykowski aus der Bezirksliga-Reserve aushelfen.

Entscheidend absetzen konnte sich der VfL mit dem Beginn der zweiten Halbzeit, als er auf 17:12 davon zog. Beim 21:20 schien Brambauer den schon sicher geglaubten Erfolg noch aus der Hand zu geben. Hannah Trippe, Michelle Holz und Verena Leismann sorgten aber doch noch für den Heimsieg – alles andere wäre in Anbetracht der Qualität der Dortmunderinnen auch zu wenig gewesen für den VfL. Die Schwedler-Sieben konnte es sich sogar erlauben, vier Siebenmeter zu vergeben.

„Spielerisch haben wir ganz viel Potenzial nach oben“, so Schwedler. Sein Matchplan ging auf: Dortmunds zentrale Spielerin Julia Koopman ließ er 60 Minuten lang in Manndeckung nehmen. Statt durch zahlreiche Treffer stand sie wegen lautstarken Meckerns gegen ihre eigenen Mitspielerinnen im Fokus. „Der Rest hatte dann Probleme“, sagte Schwedler.

VfL Brambauer: Jaschewski/Sindermann – Ceylan, Rykowski, Holz (5), Sahage (2), Rohr (2), Trippe (5/1), Leismann (5), Neumann, Bauer (3/2), Umbescheidt (2)

Dank einer starken Abwehrleistung haben die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV am Sonntag den nächsten Sieg eingefahren. Gegen das Schlusslicht der Liga, die HSG Schwerte/Westhofen, gab es einen 26:19-Erfolg.

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – Schwerte/Westhofen 26:19 (14:9)

Aus seiner sicheren Deckung fing der LSV viele Bälle ab und zog sein gewohntes Tempospiel auf. „Das haben wir echt gut gemacht. Wir haben kompakt gestanden“, sagte Lünens Trainer Marcel Mai. Seine Sieben setzte sich so früh ab, lag nach zehn Minuten mit 5:1 vorne. Zwar kam Schwerte zwischenzeitlich auf 9:8 heran, mehr als dieser Anschlusstreffer gelang den Gästen aber nicht mehr. „Das war schon vorentscheidend“, sagt Mai.

Lünen hätte sogar noch höher gewinnen können, vergab aber viele Chancen. Fünf bis zehn sichere Treffer seien das laut Mai gewesen – letztlich konnte ihm das herzlich egal sein. Schwerte erwies sich insgesamt auch nicht als der Gegner, der den LSV vor große Herausforderungen stellte. „Die musst du zuhause schon schlagen“, sagt Mai über den Gegner, der erst einen Zähler gesammelt hat.

Lüner SV: Preuss/Klostermeier – Schröder (4/1), Lieneke (7), Hülsewede (2/1), T. Schmidt (5/4), Püschel (2), Lohölter, C. Schmidt, Krause, A. Schmidt (2), Rempe, Dressler, Geisler (4)

VfL Brambauer vergibt zu viele Chancen /
Später K.O. für den SuS Oberaden

Thia-Carolin Schmidt erzielte vier ihrer fünf Treffer vom Siebenmeterpunkt. © Günther Goldstein

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