VfL Brambauer steht vor dem Spitzenspiel

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Für die beiden Frauen-Verbandsligisten VfL Brambauer und Lüner SV ist der Höhepunkt der Saison, das Lokalderby, bereits Geschichte. Nun richtet sich der Blick wieder auf den Liga-Alltag.

Lünen, Brambauer

, 31.01.2019, 14:36 Uhr / Lesedauer: 4 min
VfL Brambauer steht vor dem Spitzenspiel

Verena Leismann (M.) und der VfL wollen in der Spitzengruppe der Liga bleiben. © Henrik Schmale

Frauen-Verbandsliga

VfL Brambauer – FC Vorwärts Wettringen

Die VfL-Frauen müssen am Samstagabend, 2. Februar, um 18.30 Uhr im Spitzenspiel gegen den FC Vorwärts Wettringen (Diesterweg 7a, Lünen) ran. Beide Mannschaften sind punktgleich. Generell entpuppt sich das Spitzenfeld in der Verbandsliga 2 als ausgeglichen. Die ersten vier Teams weisen alle 18:6-Zähler auf. Wettringen führt das Feld an, die VfL-Frauen liegen auf dem vierten Rang. Dazwischen platzieren sich noch SC Westfalia Kinderhaus (Zweiter) und SG TuRa Halden-Herbeck (Dritter).

Auf dem Papier ist also für den VfL Brambauer alles möglich. Im Hinspiel kassierte das Team in Wettringen aber eine 18:25-Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Andre Schwedler ist auf Wiedergutmachungskurs aus. Mit dem Derbysieg im Rücken, in dem der VfL bis zuletzt bärenstark kämpfte, kann Brambauer mit breiter Brust antreten.

Neue Rückraumspielerin

Personell hat Schwedler nach wie vor einige Ausfälle. Doch der VfL hat in Laura Holste eine weitere Rückraumspielerin, die zuletzt in Menden tätig war, verpflichtet.

HSG Hohenlimburg – Lüner SV

Marcel Mai, Trainer der LSV-Frauen, hat derzeit jede Menge mentale Arbeit zutun. Drei Niederlagen kassierte sein Team jetzt in Folge, darunter die bittere Pleite zuletzt im Lokalderby gegen den VfL Brambauer.

Dort hätte Lünen den Sack selbst zu machen können. „Natürlich ist das ärgerlich, weil wir auch schon im Hinspiel so knapp verloren haben. Aber wir können es jetzt nicht mehr ändern“, sagt er. Wichtig ist jetzt die anstehende Partie bei der HSG Hohenlimburg am Samstag, 2. Februar, um 17.30 Uhr (Königsberger Str. 1, Hagen-Hohenlimburg).

Beide Mannschaften sind direkte Tabellennachbarn. Der Lüner SV hat sogar drei Punkte Vorsprung und will mit einem Sieg sein Polster weiter ausbauen. „Wir wollen weiter für den Klassenerhalt punkten“, sagt Mai und legt nach: „Wir brauchen mindestens 20 Punkte dafür.“ Derzeit hat Lünen zwölf Zähler und steht im Mittelfeld der Tabelle. „Am liebsten würden wir jetzt gegen Hohenlimburg mit der Ausbeute anfangen“, sagt Mai. Doch dafür muss Lünen erneut eine starke Deckung stellen. Zuletzt gegen den VfL Brambauer stand diese über weite Phasen sehr stabil. „Wir müssen dahin kommen, dass wir unsere Chancen viel besser wieder nutzen“, fordert Mai. Dann wäre ein Sieg auch in Hohenlimburg möglich, zumal auch schon das Hinspiel positiv an den LSV ging.

Personell dürfte Mai wahrscheinlich alle Spielerinnen dabei haben. Michelle Schröder war unter der Woche krank. Ihr Einsatz ist noch fraglich. Auch Sarah Dressler hat nur eingeschränkt trainiert, nachdem sie im Lokalderby mit VfL-Keeperin Karen Jaschewski zusammenprallte. LSV-Coach Mai hofft aber, beide Spielerinnen am Samstag in Hohenlimburg dabei zu haben.

Landesliga

ASV Hamm-Westfalen III – VfL Brambauer

Die Luft bei den Landesliga-Handballern des VfL Brambauer wurde nach der 27:31-Niederlage zuletzt gegen Eintracht Dolberg dünner. Brambauer ist auf Platz zehn abgerutscht. Auf den vorletzten Platz trennen den VfL zwei Punkte. Umso wichtiger ist die kommende Partie.

Am Samstag, 2. Februar, trifft der VfL Brambauer auswärts auf den ASV Hamm-Westfalen III (Anwurf: 19.30 Uhr, Werner-Figgen-Weg, Hamm-Werries) und hat zugleich ei Vier-Punkte-Spiel vor sich. Denn der ASV III steht auf dem vorletzten Platz, hat nur zwei Punkte weniger als Brambauer. Wenn der VfL siegen würde, würde er sich auf Hamm III weiter absetzen können. „Wir wissen alle, wie wichtig dieses Spiel ist“, sagt Trainer Nadim Karsifi. Zuletzt zeigte Brambauer keine gute Leistung. Hinzu kamen fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen. Unterm Strich verlor Brambauer verdient. Karsifi fordert nun, dass seine Mannschaft wieder Vollgas gibt: „Wir müssen dahin kommen, dass wir unser Spiel wieder durchziehen und nicht nur halbherzig agieren. Gegen Dolberg haben wir das nicht mal ansatzweise geschafft. Das muss besser werden“, so Karsifi.

Der VfL-Coach weiß aber auch, dass der Gastgeber sich wahrscheinlich mit Spielern aus der eigenen Oberliga-Zweiten verstärken wird, um aus dem Tabellenkeller zu gelangen. „Wir sind auf jeden Fall gewarnt“, so Karsifi.

Mit Blick auf die Personalie sieht es soweit gut aus. Kreisläufer Rafael Pape fehlt weiter (Bänderriss). Dafür ist Burak Kurt aber wieder dabei. Der Einsatz von Kim Freitag ist hingegen noch fraglich (angeschlagen).

Bezirksliga Hellweg

TuS Jahn Dellwig – Lüner SV

Die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV kämpfen weiter um den Klassenerhalt. Das Team von Trainer Christian Neve erhielt zuletzt gegen den TV Werne einen richtigen Dämpfer. Dass die Leistung dort nicht gut war, ist der Mannschaft mehr als bewusst. Sie will nun am Sonntag, 3. Februar, beim TuS Jahn Dellwig wieder überzeugen. Anwurf ist um 17 Uhr (Im Wiesengrund, Fröndenberg). Der Gastgeber könnte auf Augenhöhe sein, ist tabellarisch gar nicht so weit entfernt. Beide Mannschaften trennen neun Punkte voneinander. Der LSV muss in Dellwig aber einen guten Tag erwischen und sowohl hinten in der Defensive als auch vorn in der Offensive überzeugen, um erfolgreich zu sein.

Oberliga

SuS Oberaden – TSG AH Bielefeld

Nach der deutlichen 26:36-Niederlage zuletzt beim TuS Bielefeld-Jöllenbeck folgt nun das nächste Bielefelder Team. Am Samstag, 2. Februar, gastiert der Top-Favorit TSG AH Bielefeld in der Römerbergsporthalle (Anwurf: 19 Uhr, Legionärstraße, Bergkamen).

Die Gäste weisen einen starken Kader auf. Auf jeder Position ist das Team bestens besetzt, hat Spieler in seinen Reihen, die früher bereits höherklassig gespielt haben oder auch in der Jugend-Bundesliga tätig waren. „TSG Bielefeld hat schon enorme individuelle Klasse“, weiß auch SuS-Kapitän Mats-Yannick Roth.

Die TSG Altenhagen hat vor der Saison den Aufstieg als Ziel vorausgegeben. Doch diesem Anspruch läuft das Team etwas hinterher. Derzeit steht es nur auf dem zweiten Tabellenplatz mit 24:6-Zählern. Zwei Niederlagen und zwei Unentschieden musste die Mannschaft über sich ergehen lassen. Zufrieden war der Verein mit diesem Resultat nicht. Die Folge: In der Hinrunde wurde der Trainer und ehemalige Bundesliga-Profi Stephan Just entlassen. Sein Nachfolger ist Carl Moritz Wagner. „Meiner Meinung nach hat Bielefeld zwar individuelle Qualität. Aber als Kollektiv tritt es nicht immer so stark auf, was auch die sechs Minuspunkte erklären lässt“, so Roth.

Harter Brocken

Für den SuS Oberaden ist die TSG AH Bielefeld aber nach wie vor ein ziemlich harter Brocken als Gegner. In der Hinrunde verloren die Cobras deutlich. Im Westfalen-Pokal konnten sie aber mithalten. Aktuell sind die Gäste aus dem Ostwestfalen auch nicht in Bestbesetzung. Es fehlen ein paar verletzte Spieler. Der SuS Oberaden hingegen wird mit allen Spielern antreten können. Die Verletzungszeit ist überstanden. Zudem will der SuS zu Hause erneut zeigen, dass er in die Oberliga gehört. In den vergangenen Wochen war Oberaden zu Hause stark, sicherte sich drei Siege in Serie. Daran soll jetzt angeknüpft werden, auch wenn der Gegner TSG AH Bielefeld heißt.

VfL Brambauer steht vor dem Spitzenspiel

Bastian Stennei (l.) und der SuS Oberaden stehen vor einer schwierigen Aufgabe. © Günther Goldstein

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