VfB Lünen schimpft über Aufstiegsregel: „Das ist ein absoluter Witz“

dzFußball-Kreisliga A

Der VfB Lünen sieht Lüner und Dortmunder Vereine in der Aufstiegsfrage ungleich behandelt. Die Süder erhöhen mit einem konkreten Vorschlag den Druck auf den FLVW.

Lünen-Süd

, 20.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Aufstiegsregelung, die der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) dem Präsidium des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) empfohlen hat, erzürnt den VfB Lünen noch immer. Die Süder fühlen sich klar benachteiligt und kritisieren die Regelung, die noch vom außerordentlichen Verbandstag bestätigt werden muss, scharf.

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Zur Erinnerung: In allen Liga des FLVW steigt der Tabellenerste auf. Haben nicht alle Mannschaften einer Staffel gleich viele Spiele absolviert, wird per Quotientenregelung errechnet, wie viele Punkte pro Spiel jedes Team gesammelt hat. Dann steigt der Tabellenführer dieser Tabelle auf. Auch der Spitzenreiter nach Beendigung der Hinserie darf feiern, wenn er nicht auch nach der Quotientenreglung aufgestiegen wäre.

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Im Falle der Dortmunder A-Kreisligen sind das in der Staffel A1 DJK BW Huckarde sowie der ASC Dortmund II (Hinrundenmeister) und in der A2 BW Alstedde. Wenige Tage nach Verkündung der Empfehlung zur Saisonwertung hat die ständige Konferenz des FLVW aber eine weitere Regel beschlossen.

Laut dieser steigt in die Bezirksliga auch der Tabellenzweite auf, wenn er zum Zeitpunkt des Abbruches punktgleich mit dem Ersten war. Nutznießer davon: Westfalia Huckarde aus der Kreisliga A1. Die A1 steht damit bei drei Aufsteigern, die A2 mit den Spitzenteams des VfB Lünen und der SG Gahmen bei einem.

VfB Lünen will nicht untätig bleiben

Die SG Gahmen fühlte sich unmittelbar nach dieser Entscheidung ungerecht behandelt. Inzwischen hat auch der VfB sich dazu entschlossen, nicht einfach untätig einem weiteren Jahr in der Kreisliga A zuzustimmen.

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„Meiner Meinung nach wird da nicht mit gleichem Maß verglichen. Die Kreisligen A1 und A2 werden über einen Kamm geschert“, sagt Friedhelm Hoffmann, Leiter der Fachschaft Fußball beim VfB. Konkret stört es ihn, dass die Quotientenregelung staffelübergreifend Gültigkeit habe und somit ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Staffeln entstehe.

Ähnlich sieht es auch VfB-Trainer Mark Bördeling. „Das kann es aus unserer Sicht definitiv nicht sein. Die Quotientenregelung ist ein absoluter Witz. Man kann diese Ligen nicht vergleichen.“ Jede Mannschaft habe ja andere Gegner gehabt, ergänzt Hoffmann. „Eigentlich ist es ungerecht“, so der Fachschaftsleiter. Direkt miteinander verglichen werden die beiden Staffeln mittels Quotient allerdings an keiner Stelle. Irritierend ist aus Sicht der Lüner viel mehr die plötzliche Zusatzregel, von der Westfalia Huckarde profitiert.

Als Lüner Vereinen einen Nachteil

Beim VfB beschleicht die Verantwortlichen das Gefühl, man habe als Lüner Verein einen Nachteil gegenüber den Dortmunder Klubs. „Aus meiner Sicht ist es eine Benachteiligung der Lüner Mannschaften“, so Hoffmann. Bördeling sagt: „Man weiß ja, wie gerne die Lüner Vereine bei der Stadtmeisterschaft gesehen werden.“

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„Wir werden das nochmal vorbringen und schauen, ob das seine Richtigkeit hat“, sagt Hoffmann. Die Süder meckern allerdings nicht nur, sie haben auch einen konkreten Vorschlag für den FLVW und den Kreis Dortmund.

VfB Lünen wünscht sich gleiche Zahl an Aufsteigern

Der Verein wünscht sich ein Gleichgewicht der beiden A-Liga-Staffeln - und damit ebenfalls drei Bezirksliga-Aufsteiger aus der Kreisliga A2. Das wären nach Quotientenregelung Gahmen und der VfB.

Als Beispiel für eine ähnliche großzügige Reglung führte Bördeling den Kreis Unna-Hamm an, der eigentlich 1,5 Aufstiegsplätze zur Bezirksliga besitzt und nun drei Aufsteiger benannt hat. Der Kreis Dortmund besitzt 2,5 Aufstiegsplätze. Erst im vergangenen Jahr war der VfB beim Versuch, den letzten verbliebenen halben Platz zu ergattern in der Relegation gescheitert.

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