Vor 5 Jahren: VfB Lünen hadert lange mit SVP-Ersatzkeeper (41) - und steigt auf

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Aus einem Derbysieg wurde vor fünf Jahren noch auf dem Platz plötzlich ein überraschender Aufstieg. Dabei hatte ein 41-Jähriger den VfB Lünen beinahe zur Verzweiflung getrieben.

Lünen-Süd

, 07.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr ging wohl nicht: Erst besiegte der VfB Lünen seinen großen Rivalen im Derby, dann stieg der damalige A-Ligist in die Fußball-Bezirksliga auf. Fünf Jahre ist das am 7. Juni inzwischen her.

Mit 2:1 hatte der VfB den SV Preußen an der heimischen Dammwiese zurück zum Alten Postweg geschickt. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!“ hallte über den Kunstrasen. Wenige Augenblicke später dominierten andere Freudenschreie bei den Schwarz-Weißen.

Der VfB-Vorsitzende Udo Wiemer hatte um 16.48 Uhr die Nachricht überbracht, dass der Hörder SC gegen die DJK TuS Körne mit 0:2 verloren hatte. Die Süder, die vor dem vorletzten Spieltag nur einen Zähler Vorsprung vor Verfolger Hörde hatten, waren plötzlich vorzeitig Meister und Bezirksliga-Aufsteiger.

„Freudenschreie, Tanzeinlagen, Wasserduschen, sogar Feuerwerkskörper - noch viele Stunden nach der Entscheidung wurde der Aufstieg in die Bezirksliga an der Dammwiese gefeiert“, schrieben die Ruhr Nachrichten damals.

Hartes Stück Arbeit

Doch der Derbysieg gegen die Preußen war ein hartes Stück Arbeit. Zwar spielte der VfB zunächst stark auf und ging durch Enrico Christal schnell in Führung. Doch Preußen glich durch Tom Meiers Freistoßtreffer aus 30 Metern nach 32 Minuten aus - Meier spielt übrigens immer noch für den SVP, wechselt aber nach der derzeit unterbrochenen Saison zum VfB.

Im zweiten Durchgang folgte dann der große Auftritt des Martin Gorny. Der 41-Jährige Co-Trainer der Preußen vertrat den gesperrten Kevin Glaap im Tor des SVP und parierte mehrfach stark. Beim 2:1 - erneut durch Christal - war aber auch der Routinier machtlos. Der VfB brachte den Vorsprung über die Zeit.

Aufholjagd aus dem Keller

Von einer sogar vorzeitigen Meisterschaft wagte es beim VfB lange Zeit zurecht niemand zu sprechen. Keinen einzigen Punkt sammelten die Süder in den ersten drei Spielen, der vorletzte Tabellenplatz war die Quittung. Doch bald ging die Aufholjagd los.

„Spätestens Ende September hatte er sein Team auch endgültig in die Spur gebracht“, kommentierte diese Zeitung die Arbeit von Trainer Michael Schlein. Da hatte der VfB gerade Osmanlispor mit 9:1 deklassiert. Der ausgeglichene Kader um die gefährliche Offensive mit Christal, Tim Gehrmann, Christoph Krziwanek erwies sich anschließend als stark genug, um die acht Punkte Rückstand auf Hörde aufzuholen.

Damals spielten für den VfB Lünen: Lemke – Maly, Sohlich (60. Garcia), Fluder, Krziwanek, Gehrmann, Christal, Hilkenbach, Hiltawski (64. Klink), Kwiatkowski (46. Drews)

Damals spielten für den SV Preußen: Gorny – Yilmaz, Cybart, Juwig, Meier, Schinck, Ojo (64. Karanlik), Kruse, Schulz, Kleine-Bernink (46. Ost), Serges (65. Frenzel)

Tore: 1:0 Christal (5.), 1:1 Meier (32.), 2:1 Christal (64.)

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