VfB Lünen geht als Tabellenerster ins Jahr 2019 - Alle Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

Lünen-Süder besiegen Eving Selimiye Spor in einem umkämpften Spiel mit 5:1. Wethmars U23 spielt 3:3 gegen den VfL Kamen. Oberaden besiegt Niederaden, aber die Trainer sind sich uneins.

von Steven Roch, Niklas Dvorak

Lünen

, 09.12.2018 / Lesedauer: 5 min
VfB Lünen geht als Tabellenerster ins Jahr 2019 - Alle Ergebnisse

Ein Kopfballtor von Oliver Hilkenbach wurde nicht gegeben © Günther Goldstein (A)

Kreisliga A2 Dortmund
VfB 08 Lünen – Eving Selimiye Spor 5:1 (2:1)

Es war das erwartet schwere Spiel für die Lünen-Süder unter den Augen von Kadir Kaya, Trainer vom bisherigen Spitzenreiter. Eving begann druckvoll, aggressiv und verlangte den VfBern viel ab. Nach einem Angriff über rechts sah sich Defensivmann Jens Heinrich zu einem Foulspiel gezwungen. Per Strafstoß gingen die Gäste so nicht unverdient in Führung (13.). Erst danach kämpfte sich der VfB allmählich ins Spiel. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und Pass in die Spitze ging es schnell. Tim Gehrmann umkurvte Evings Keeper und netzte zum 1:1 ein (20.).

Kurz vor der Pause folgte die Lüner Führung (44.), diesmal setzte sich Gehrmann gegen drei Evinger durch. Ereignisreich war auch die zweite Hälfte. Erst wurde ein für Co-Trainer Daniel Skubich reguläres Kopfballtor durch Oliver Hilkenbach nicht gegeben (70.). Dann parierte Keeper Sebastian Vorwick einen zweiten Evinger Strafstoß. Fast im Gegenzug erhöhte Rene Harder auf 3:1 (77). Doch die Gäste versuchten zum Schluss alles und ermöglichten dem VfB so, durch Matti Bartsch und Gehrmann auf 5:1 zu erhöhen.

VfB Lünen: Vorwick – Heinrich (45. Garcia Rodriguez), Gehrmann, Bartsch, Scheuren, Weis (87. Schulze Twenhöven), Hilkenbach, Schulze Weiling (77. Wagner), Salmen, Kowalski, Harder

Tore: 0:1 (13.) Strafstoß, 1:1, 2:1 beide Gehrmann (20./44.), 3:1 Harder (77.), 4:1 Bartsch (90.), 5:1 Gehrmann (90.+1)

SV Preußen Lünen – SC Husen-Kurl 1:2 (1:1)

Zum einen war die Preußen-Offensive nicht griffig genug, so Trainer Steven Koch. Außerdem war ausnahmsweise auch auf Keeper Marcel Möller kein Verlass. Die ersten zehn Minuten gehörten den Dortmunder Gästen. Eine Ecke köpfte der SVP raus, aus dem Rückraum jedoch kam ein Kurler zum Abschluss.

Möller selbst beförderte den Ball unglücklich ins eigene Tor (7.). Danach waren die Lüner Hausherren eigentlich besser. Während Kurl offensiv ungefährlich blieb, kam der SVP zu mehreren Torchancen. Kurz vor der Pause kam Tom Meier nach Freistoß von Raphael Mark im Gewühl zum Ball und glich verdient aus (41.).

In der zweiten Hälfte sah Möller auch beim zweiten Gegentor nicht gut aus. Ein Freistoß aus 22 Metern war haltbar, doch der Preußen-Keeper stand auf dem falschen Fuß (64.). „Er hat oft genug Punkte festgehalten“, nimmt Koch ihn in Schutz. In der Folge ließ Preußen viele Konterchancen zu, die Husen nicht nutzte. Offensiv bekam der SVP wenig zustande.

SV Preußen: Möller – Meier, Kleine-Bernink, Mark, Kusserow, Leese, Adamsky, Neumann, D. Serges, S. Serges, Hans

Tore: 0:1 (7.), 1:1 Meier (41.), 1:2 (64.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Wethmar U23 – VfL Kamen 3:3 (2:1)

Den ersten guten Angriff im Spiel hatten die Gäste. Björn Scharfe setzte seinen Schuss jedoch an die Latte (15.). Drei Minuten später klingelte es das erste Mal im Wethmarer Kasten. Mark Ellerkmann schob aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für den VfL ein (18.). Wethmar brauchte ein wenig für die erste Offensivaktion. Eine Flanke von Dennis Anderson köpfte Flemming Dvorak zum Ausgleich ein (28.). Kurz vor der Pause erzielte Sören Dvorak seinen 23. Saisontreffer. Nach Vorarbeit von Kai Schinck traf Dvorak aus 18 Metern zur Pausenführung.

Beide Teams kamen mit mehr Schwung aus der Pause. Einen Torschuss von Duncan Borchardt rettete VfL-Schlussmann David Hellebrandt im Nachfassen. Fast im Gegenstoß glich der Gast aus. Wieder war es Ellerkmann, der diesmal per Kopf den Ausgleich besorgte (52.). Nur eine Minute später war es abermals Ellerkmann. Sein dritter Treffer drehte das Spiel (53.).

Der eingewechselte Laurenz Resch stand nach einem Freistoß von Dvorak goldrichtig und verwertete den Nachschuss zum 3:3-Endstand. „Es war ein ordentliches Spiel, in dem wir um Struktur und Ordnung bemüht waren. Wir können aufgrund des Spielverlaufs mit dem Unentschieden leben“, sagte TuS-Co-Trainer Moritz Albrecht.

Westfalia Wethmar U23: Müller – M. Ciernioch (83. Pohl), Borchardt, Rath, Albrecht, Schinck (87. Dobler), S. Dvorak, Pella, Orlowski, Anderson, F. Dvorak (46. Resch)

Tore: 0:1 (18.), 1:1 F. Dvorak (28.), 2:1 S. Dvorak (40.), 2:2 (52.), 2:3 (53.), 3:3 Resch (59.)

SV Bausenhagen – Cappenberg 1:4 (1:2)

Schon in der ersten Halbzeit ließen die Gäste keine Zweifel aufkommen, dass die drei Punkte Sonntag nach Cappenberg müssen. „Es war eine wirklich gute erste Halbzeit“, sagte GSC-Trainer Pascal Harder.

Fabrice Pestinger brachte sein Team nach 30 Minuten auf die Siegerstraße. Pestinger eroberte im Mittelfeld den Ball, spielte raus auf Maximilian Stasch. Dieser legte zurück zu Pestinger, der aus 18 Metern per abgefälschtem Schuss das 1:0 erzielte (30.).

Auch beim 2:0 wurde Fabrice Pestinger mustergültig bedient. Diesmal tunnelte Tom Zentgraf an der Eckfahne einen Gegenspieler, sah in der Mitte Pestinger, der zum Doppelpack einschob (43.). Spätestens als Jonas Osterkemper auf 3:1 stellte (56.), schien das Spiel entschieden.

GS Cappenberg: Wagner - Lange, Hane (78. Augustin), Stasch, Zentgraf, Pestinger (65. A. Lohölter), Osterkemper (73. N. Lohölter), Markowski, Zentgraf, Feldberg, Habibivand

Tore: 1:0 Pestinger (30.) , 2:0 Pestinger (43.), 2:1 Raffenberg (44.), 3:1 Osterkemper (56.), 4:1 Stasch (86.)

TuS Niederaden – SuS Oberaden 0:1 (0:0)

„Das Glück war nicht auf unserer Seite“, sagte Niederadens Trainer Amel Mesic, der den Oberadener Derbysieg als „extrem glücklich“ wertet. Mesic verweist auf drei Aluminium-Treffer seiner Elf, auf weitere gute Chancen und einen nicht gegebenen Handelfmeter. Sein Gegenüber Birol Dereli dagegen meint, dass seine Oberadener ein „einseitiges Spiel“ verdient gewonnen hätten. „5:0 hätten es ausgehen können, wenn wir nicht Chancen en masse vergeben hätten“, so der SuS-Trainer.

Immerhin die Zuschauer am Niederadener Hartplatz bekamen Unterhaltung geboten. Die beste TuS-Chance der ersten Hälfte hatten Robin Gastmeister und Daniel Marona. Ersterer traf den Pfosten (10.), Morenas Nachschuss wurde zur Ecke abgefälscht. Auf der anderen Seite scheiterte Serhat Yilmaz knapp an Keeper Andre Hübner, der sogar einen Handelfmeter der Oberadener parierte.

Kurz nach der Pause markierte Muhammed Karadag das Tor des Tages nach Niederadener Ballverlust am Strafraum (52.). Gute Chancen gab es danach auf beiden Seiten. Tim Wiggers und Bayram Eser etwas trafen die Latte für Niederaden. Eine direkte Ecke von Marona wurde auf der Linie geklärt. Die grün-weißen Gäste fuhren gute Konter und hätten so das Ergebnis erhöhen müssen. „Die mangelnde Chancenauswertung zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Hinrunde“, ärgerte sich Dereli. „In solchen Situation müssen wir das Ergebnis hochschrauben.“

Etwa eine Viertelstunde vor dem Spielende forderten die Gastgeber Handelfmeter. Ein Pfiff blieb allerdings aus. Mesic sah einen Oberadener mit der Hand am Ball im Sechszehner. „Man kann die Hand nicht wegzaubern“, entgegnete Dereli, der die Arme seines Spielers am Körper angelegt sah. „Niederaden war heiß und wollte etwas mitnehmen“, zeigt Dereli auch Verständnis, aber verweist auch auf Situationen, in denen Oberadener Angriffe durch fehlerhafte Abseitsentscheidungen unterbunden wurden.

Einig waren sich die beiden Trainer wenigstens in einer Sache. Mesic und Dereli sind froh, dass die Winterpause endlich da ist. Danach wollen die Schlusslichter aus Niederadener dann alles daran setzen, die rote Laterne abzugeben und den Abstieg zu verhindern. Oberaden überwintert auf Rang acht.

TuS Niederaden: Hübner (65. Reinsch) – Williamson, Gastmeister, Müller, Kese (57. Vehring), Franke (65. Timmers), Eser, Marona, Orfanidis, Wiggers, Schulze Beckinghausen

SuS Oberaden: Alcan – Köse, Triller, Sener, Özkan, Cirkel, Yilmaz, Yesilcicek, Karadag, Sevindir, Solak (75. Adali)

Tor: 0:1 Karadag (52.)

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