VfB Lünen gegen Lüner SV II - 90 Minuten, die eine Saison entscheiden

Fußball-Kreisliga A

Das wohl wichtigste Lüner Fußballspiel des Jahres steigt am Sonntag in Lünen-Süd. Der Zweite VfB Lünen empfängt den Spitzenreiter Lüner SV II.

Lünen

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min
VfB Lünen gegen Lüner SV II - 90 Minuten, die eine Saison entscheiden

Im Hinspiel zogen Kapitän und Goalgetter Murat Büyükdere (links) und der Lüner SV II mit einem 3:1-Heimsieg am VfB Lünen vorbei. Oliver Hilkenbach (rechts) wird mit seinem Team am Sonntag Ähnliches versuchen. © Günther Goldstein

Seit Wochen fiebern die A-Liga-Fußballer des VfB Lünen und des Lüner SV II auf dieses Derby hin. Am Sonntag, 28. April, ist es soweit. Der Spitzenreiter – und mittlerweile Titelfavorit – LSV II ist zu Gast beim Verfolger VfB Lünen (15.15 Uhr, Karl-Kiehm-Weg, Lünen). Diese 90 Spielminuten könnten die ganze Saison entscheiden.

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VfB Lünen – Lüner SV II

„Natürlich ist das ein ganz wichtiges Spiel für beide Seiten“, sagte ein gelassener LSV-Trainer Kadir Kaya am Freitag. „Noch genieße ich die Ruhe. Das alles wird vielleicht so ab Samstagmittag in meinen Kopf reinkommen.“

Eine Anspannung war auch seinem Gegenüber vom VfB, Mark Bördeling, noch nicht anzumerken. Ohnehin hatte Bördeling zuletzt immer betont, von Spiel zu Spiel zu denken, und vermied Anspielungen auf den Titelkampf. „Wir haben nichts zu verlieren und werden mit Freude in die Partie gehen“, sagte er am Freitag in seiner gewohnt nüchternen Art, ließ sich aber dann doch zu einer für ihn eher unüblichen Aussage hinreißen: „Natürlich ist die Konstellation eine besondere.“

Klar ist: Für den VfB wird es wohl die letzte Chance sein, noch einmal das Ruder umzureißen. Lange waren die Süder Tabellenführer. Mit der überraschenden Derbyniederlage vor zwei Wochen beim SV Preußen gab das Team von der Dammwiese den Platz an der Sonne ab. Nun ist der LSV II zwei Zähler vor und hat noch ein Spiel mehr zu absolvieren als der VfB.

„Grandiose Ausgangslage“

„Wir haben eine grandiose Ausgangslage“, weiß Kaya. „Unsere Mannschaft ist in Takt. Wenn ich mir die gesamte Saison anschaue, haben wir es bisher solider gelöst als der VfB. Doch es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen.“ Kaya warnt vor dem Meisterkonkurrenten: „Der VfB hat eine gute Mischung. Natürlich ist Tim Gehrmann die Schlüsselperson. Wir werden uns aber nicht großartig darauf konzentrieren, ihn aus dem Spiel zu nehmen, sondern wollen unser Spiel aufziehen“, so Kaya. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Da ist viel Feuer drin und ich hoffe, dass es sportlich bleibt.“

Auch Bördeling begegnet dem LSV mit Respekt: „Das Team hat eine super Qualität. Es ist die beste Mannschaft der Liga und steht sicher zurecht da oben. Doch wir sind nah dran. Wenn wir die Zweikämpfe annehmen, werden wir auch was holen können.“ Letzteres war eines der VfB-Probleme bei der 3:4-Niederlage im Derby gegen den SV Preußen. Das Thema sei nun abgehakt, so Bördeling: „Wir haben darüber gesprochen. Der letzte Spieltag ist vergessen. Wir blicken jetzt nach vorne und sind positiv gestimmt.“

Der LSV wird am Sonntag Unterstützung aus der Westfalenliga-Ersten erhalten. Wer genau auflaufen wird, wollte Kaya nicht verraten. „Es werden zwei oder drei erfahrene Männer sein, die Ruhe reinbringen. Wenn wir die Möglichkeit haben, warum sollten wir sie nicht nutzen?“, sagt Kaya. Bördeling hatte damit schon gerechnet: „Das ist nun mal so, wenn man eine andere Mannschaft hat, die höher spielt. Egal wer da kommt, wir werden den Zweikampf aufnehmen!“

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