VfB Lünen deklassiert seinen Gegner komplett und schießt sich den Frust von der Seele

dzFußball

Die ersten Saisonwochen liefen für den VfB Lünen enttäuschend. Im Spiel gegen den VfR Kirchlinde war davon nichts mehr zu sehen. Die Süder schossen sich den Frust von der Seele.

von Florian Dellbrügge

Lünen-Süd

, 28.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Scheibenschießen auf der Sportanlage Dammwiese in Lünen-Süd. Der VfB Lünen hat sich im Spiel gegen den VfR Kirchlinde II den Frust der letzten Wochen von der Seele geschossen. Die anwesenden Zuschauer sahen ein einseitiges Spiel, in dem die Süder sich am Ende mit 13:1 durchsetzten.

Jetzt lesen

„Das tat heute wirklich gut. Die Jungs haben sich endlich mal Selbstvertrauen holen können“, sagte Mark Bördeling nach dem Spiel. Der Trainer des VfB hatte im Vorfeld zwar noch angekündigt, seine Mannschaft stehe nicht unter besonderem Druck, doch er sagte nach dem Spiel auch: „In den letzten Wochen hatten wir Probleme. Die Niederlagen, dann der Spielabbruch gegen Osmanlispor. Und auf einmal bist du ganz unten in der Tabelle. Da war das heute natürlich ein Schritt in die richtige Richtung.“

Gegen schwache Dortmunder Gäste erzielte Simon Weis schon nach drei Minuten die Führung für den VfB. Er wurde bei einer Ecke ganz alleine gelassen und beförderte den Ball rechts unten am machtlosen Kirchlinder Torwart Ünal Ersöz vorbei.

VfB kannte keine Gnade

Und jetzt schien es so, als sei der VfB auf einmal von all der Last der letzten Wochen befreit. In der 26. Minute war es Marcel Salmen, der eine Vorarbeit von Fabian Kowalski zum 2:0 vollendete. Die gleiche Kombination war es auch, die in der 43. Minute für das 3:0 verantwortlich zeichnete.

Spätestens jetzt war der Widerstand Kirchlindes gebrochen. Und der VfB Lünen kannte keine Gnade. In der 51. Minute war es wieder ein Eckball, der den nächsten Treffer brachte. Simon Serges nickte die Hereingabe von Leon Broda ins Gästetor.

Kowalski (58.), Salmen (60.), Dustin Serges (69.) und Broda (71.) schraubten das Ergebnis schnell auf 9:0, ehe dann die große Stunde des Robin Hagenmeyer schlagen sollte.

Hagenmeyer wurde in der 75. Minute eingewechselt und brauchte ganze vier Minuten, um seinen lupenreinen Hattrick zu erzielen (76., 78., 79.). „Das ist mir so auch noch nie gelungen“, sagte der Offensivspieler nach dem Spiel fassungslos.

In der 81. Minute kam Kirchlinde durch Baris Gülen zum Ehrentreffer. Zum Ärgernis von Mark Bördeling. „Das tut mir dann vor allem für Sebastian Vorwick leid. Ihm hätte ich es auch gegönnt, zu Null zu spielen“, so der VfB-Coach. Der VfB hat die ersten drei Punkte eingefahren. Zudem ist das abgebrochene Spiel vom 2. Spieltag gegen den SC Osmanlispor noch nicht final gewertet worden.

VfB Lünen: Vorwick – Kleine-Bernink, Broda, Bartsch, Grass, Weis (65. Wisotzki), Hilkenbach (59. Hane), Meier, D. Serges, Salmen, Kowalski (75. Hagenmeyer)

Tore: 1:0 Weis (3.), 2:0 Salmen (26.), 3:0 Salmen (44.), 4:0 S. Serges (51.), 5:0 Kowalski (58.), 6:0 Salmen (60.), 7:0 Kowalski (65.), 8:0 D. Serges (69.), 9:0 Broda (71.), 10:0 Hagenmeyer (76.), 11:0 Hagenmeyer (78.), 12:0 Hagenmeyer (79.), 12:1 (81.), 13:1 Hane (88.)

Lesen Sie jetzt