TWW-Kapitän Andreas Kahlkopf (27) nach Przybilla-Abgang: „Es lag nicht am Trainer“

dzWestfalia Wethmar

Andreas Przybilla hat am Montag beim TuS Westfalia Wethmar das Handtuch geworfen. Dass es bisher so schlecht lief für die Lüner, lag laut Kapitän Andreas Kahlkopf aber nicht am Trainer.

von Marcel Schürmann

Wethmar

, 10.10.2019, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Dienstagvormittag gab Fußball-Bezirksligist TuS Westfalia Wethmar in einer Pressemitteilung bekannt, dass der bisherige Trainer Andreas Przybilla mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten ist. Auch dessen langjähriger Co-Trainer Volker Bolte legte kurz darauf sein Amt nieder (wir berichteten). Jetzt äußert sich der Kapitän der Mannschaft, Andreas Kahlkopf, zu Wort. Marcel Schürmann sprach mit dem 27-Jährigen über die Entscheidung Przybillas, den Klub zu verlassen und über die Zukunft der Wethmarer. Kahlkopf ist sich sicher: „Wir kommen da defintiv wieder raus.“

Herr Kahlkopf, derzeit herrschen unangenehme Zeiten in Wethmar. Ihr Trainerteam hat das Handtuch geworfen. Haben Sie schon mit Ihrer Mannschaft darüber gesprochen?

Wir haben uns noch nicht konkret über das Thema unterhalten. Wir haben nur darüber gesprochen, dass es zurzeit einfach nicht läuft. Wir als Mannschaft waren alle der Überzeugung, dass es nicht an ihm (Andreas Przybilla, Anm. d. Red.) lag. Letzte Saison hatten wir auch einen schwierigen Start und sind gemeinsam aus der Misere rausgekommen. Ich persönlich glaube, dass das unter Andreas auch diese Saison wieder geklappt hätte.

Wie haben Sie von dem Abgang Ihres Trainers erfahren und wie fiel Ihre und die Reaktion der Mannschaft aus?

Ich konnte es nachvollziehen. Man kennt das ja aus der Bundesliga, dass immer als erstes ein Trainer dran glauben muss oder selbst das Handtuch wirft. Andreas hat es uns am Sonntag nach dem Spiel schon mitgeteilt, dass er aufhört. Es war sehr emotional. Für ihn war es nicht leicht, nach den Jahren aufzuhören.

TWW-Kapitän Andreas Kahlkopf (27) nach Przybilla-Abgang: „Es lag nicht am Trainer“

Nach der sechsten Niederlage im neuten Spiel zog Andreas Przybilla in Wethmar die Reißleine. © Patrick Schröer

In der Pressemitteilung hieß es laut Przybilla: ‚Einige Spieler haben zuletzt zu wenig investiert‘. Wie ist Ihr Eindruck, hat er recht?

Im Training gibt jeder immer 150 Prozent, damit er sonntags auch spielt. Aber wenn wir dann auf dem Platz stehen, schaffen wir es oft nicht, das umzusetzen, was wir unter der Woche trainieren. Die Mannschaft ist jung, viele spielen gerade ihr erstes Jahr bei den Senioren. Bei der Härte, die manche Gegner an den Tag legen, kann es schon sein, dass ein paar etwas verängstigt sind. Wir müssen uns einfach Zeit geben, zur Rückrunde vielleicht ein, zwei Verstärkungen holen. Ich denke aber dennoch, dass wir für die Bezirksliga eine schlagfertige Truppe haben.

Jetzt übernimmt erstmal der bisherige Co Philipp Bremer mit dem Sportlichen Leiter Rolf Nehling den Trainerposten. War das eine große Umstellung?

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Nein. Philipp hat schon öfter das Training geleitet, das war erstmal nichts Ungewöhnliches. Das Training lief auch ganz gut, wie ich finde. Ich hoffe jetzt, dass er frischen Wind bringt. Das wird die Zeit zeigen, aber ich bin mir sicher: Als Team packen wir das.

Und wie?

Wir müssen weiter an uns arbeiten, müssen mehr Mentalität und Engagement auf den Platz bringen. Dann kommen wir da auch wieder raus.

Die nächste Gelegenheit dazu haben Sie bereits am Sonntag. Dann geht es für den TWW zum Spitzenreiter TuS DJK Körne. Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben...

Definitiv. Aber ich seh es so, wie es bei Profiteams halt auch häufig so ist: Unter einem neuen Trainer will sich jeder zeigen. Es könnte ganz passend sein, dass man ausgerechnet jetzt gegen den Tabellenführer mit einem neuen Trainerteam startet.

Letzte Saison gab es in Körne ein 2:2 für Ihr Team. Macht das Mut, oder spielt das keine Rolle mehr?

Klar macht das Mut. Körne war letztes Jahr schon oben mit dabei. Jetzt stehen sie ganz oben. Wenn wir einen guten Start hinlegen, vielleicht das 1:0 machen, dann ist auf jeden Fall wieder was für uns drin.

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