„Türkischer Söldner“: Bülent Kara bezieht als Betroffener erstmals öffentlich Stellung

dzLüner SV

Peter Marx hat Bülent Kara bei Facebook nach seinem Abgang als „türkischen Söldner“ bezeichnet. Nun meldet sich der Betroffene erstmals zu Wort und bezieht Stellung.

Lünen

, 01.11.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bislang hatte Bülent Kara geschwiegen. Der Fußball-Trainer wollte sich eigentlich auch gar nicht dazu äußern, dass er Mitte Oktober von Peter Marx, stellvertretender Vorsitzender beim Lüner SV, nach seinem Abgang als „türkischer Söldner“ bezeichnet wurde. Nachdem diese Redaktion im Zuge des Interviews mit Kadir Kaya, Murat Büyükdere und Fatih Kaya jedoch ausführlich unter anderem über Karas Bezeichnung als „türkischer Söldner“ berichtet hatte, meldete sich Bülent Kara am Freitag dann doch in der Redaktion.

Nachdem der Coach, der mittlerweile den A-Ligisten SG Gahmen trainiert, mehrere Nachrichten und Nachfragen bekam, wollte sich Kara nun auch äußern. „Peter (Marx, Anm. d. Red.) hat sich bei mir entschuldigt. Ich weiß, dass er kein Rassist ist. Dann hätte er mich auch gar nicht zum LSV geholt“, sagte Kara am Freitag und fügte direkt an: „Ich bin aber auch mit Sicherheit kein Söldner. Wenn ich ein Söldner gewesen wäre, dann wäre ich bei einem Landesliga-Klub gelandet. Da hätte ich finanziell bessere Perspektiven gehabt. Ein Söldner nimmt nämlich jeden Cent“, so Kara, der während seiner 21 Tage beim LSV nichts verdient habe.

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Bei der SG Gahmen fühle sich Bülent Kara sehr wohl. Mit der SG steht er derzeit auf dem dritten Tabellenrang der Kreisliga A2 Dortmund. Dem B-Lizenz-Inhaber sei es wichtig, eine Mannschaft zu entwickeln und zu formen. „Da liegen meine Stärken“, so Kara abschließend.

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