Triqui-Kinder Maissa und Anis holen sich den Weltmeistertitel

Taekwon-Do-Weltmeisterschaft

Edelmetall für die Kampfsportler-Schmiede von Tan Gun Sports: Bei der Taekwon-Do-Weltmeisterschaft in Inzell (Bayern) holten sich unter anderem Anis und Maissa Triqui die Goldmedaille.

Lünen, Brambauer

, 29.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Triqui-Kinder Maissa und Anis holen sich den Weltmeistertitel

Räumten im Teamkampf der Männer ab: Colin Adolfs (v.l.), Al Amin Rmadan, Nils Knop, Ahmed Rmadan, Nick Freitag und Semih Dalkic © Jörg Schnurbusch

Die Kampfsportschule Tan Gun Sports aus Brambauer ist ihrem guten Ruf erneut gerecht geworden. Bei der Taekwon-Do-Weltmeisterschaft in Inzell bei München haben in der vergangenen Woche gleich mehrere Lüner Kampfsportler sich eine Medaille geschnappt. Besonders erfolgreich lief es für Anis und Maissa Triqui, Kinder des Bundestrainers und Tan-Gun-Chefs Brahim Triqui.

Triqui-Kinder Maissa und Anis holen sich den Weltmeistertitel

Maissa Triqui ist Weltmeisterin. © Jörg Schnurbusch

Der 18-jährige Anis Triqui, der wegen einer Schulter-Operation zuletzt seltener auf die Matte stieg, setzte sich in der Kategorie Kampf bis 62 Kilogramm gegen seinen Kontrahenten durch. Seine Schwester Maissa tat es ihm gleich, gewann in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm Gold. „Dass die beiden gewonnen haben, ist Wahnsinn. Ich bin sehr stolz, wenn die Kinder alles richtig machen. Sie waren aber auch fleißig und haben sehr viel trainiert“, sagt Vater und Bundestrainer Brahim Triqui.

Triqui-Kinder Maissa und Anis holen sich den Weltmeistertitel

Anis Triqui schnappte sich Gold. © Jörg Schnurbusch

Rmadan holt „nur“ Silber

Für Al Amin Rmadan, der gebürtig aus Selm kommt, reichte es in der Kategorie Kampf bis 85 Kilogramm nur zur Silbermedaille. Die ersten Runden dominierte Rmadan noch, durchquerte souverän Runde für Runde. Im Finalkampf unterlag er dem Ukrainer Danylo Demchyshyn dann allerdings. Trotz „Silber“ war der Ärger bei Rmadan groß. „Der Kampf war auf Augenhöhe. Er hat einmal mehr reagiert. Das war das Entscheidende. Ich ärgere mich total“, so der Selmer, der sich immerhin mit dem deutschen Team bei den Männern Gold schnappte. Hier stand er am Ende gemeinsam mit Colin Adolfs, Nils Knop, Nick Freitag, Semih Dalkic und seinem Bruder Ahmed auf dem Treppchen.

Rmadan quält sich mit Rückenschmerzen

Brahim Triqui fand eine Erklärung für den zweiten Platz. „Al Amin hatte Rückenschmerzen, er hatte wohl die Bänder überlastet und hatte Schmerzmittel genommen. Er war ein Titelkandidat. Ich kann seinen Ärger verstehen“, sagt Triqui.

Nils Knop schnappte sich neben Rmadan die zweite Silbermedaille der Weltmeisterschaft. In der Kategorie Kampf bis 70 Kilogramm wurde er Zweiter.

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Bis Ende Mai haben die meisten Tan-Gun-Kämpfer nun erst einmal Pause. Dann geht es nach Budapest nach Ungarn. Dort stehen ab 17. Mai die Weltmeisterschaften im Kickboxen an.

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