Trainingsauftakt: VfB-Tränen trocknen schnell

LÜNEN-SÜD Die Tränen scheinen getrocknet zu sein. Nach dem bitteren Abstieg aus der Bezirksliga bereitet sich Fußball-A-Ligist VfB Lünen 08 wieder auf die neue Saison vor. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich gleich 20 Spieler auf der Asche an der Dammwiese wieder.

von Von David Karski

, 06.07.2008, 19:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trainingsauftakt: VfB-Tränen trocknen schnell

Ebenso dabei waren die noch angeschlagenen Pascal Wiemer sowie Neuzugang Michael Steinhofer vom Bezirksligisten SV Preußen. Der VfB präsentierte sich in einem nahezu neuen Anzug. Insgesamt elf Akteure verließen den Absteiger nach Saisonende, 16 kamen dafür hinzu. Bekanntester Neuzugang an der Dammwiese ist mit Sicherheit Samir Zulfic. Nach einem eineinhalbjährigen Intermezzo beim Landesligisten Mengede 08/20 kehrt er zu den Südern zurück. Ebenfalls mit Spannung erwartet werden die Einsätze von Güney Kurt, in der letzten Saison noch für den Verbandsliga-Absteiger Lüner SV am Ball.

Da passt es ins Bild, dass nun auch ein neuer Mann an der Linie die Kommandos gibt. Das Süder Urgestein Andreas Roch -zuletzt Co-Trainer des A-Jugend-Bundesligisten VfL Bochum - löst Uwe Höhn ab. Höhn zog es zum letztjährigen Bezirksliga-Konkurrenten SV Preußen Lünen. Ihm zur Seite steht Co-Trainer und Sportlicher Leiter Peter König, der aus privaten Gründen nicht mehr im Tor spielen möchte. Als Torwart-Trainer fungiert Klaus Naß, Betreuer ist - wie schon selbstverständlich - Karl-Heinz Unger.

Euphoriebremse

Den Erwartungen im Umfeld ist sich Roch durchaus bewusst, jedoch tritt er auf die Euphoriebremse: "Natürlich wollen wir oben mitspielen, gar keine Frage. Gerade mit diesem Kader darf ich mich da auch nicht verstecken! Doch wir sind im Neuaufbau, müssen erst zu einer Einheit werden. Wer glaubt, dass wir ohne Niederlage durchmarschieren, der liegt falsch."

Zu den größten Konkurrenten im Kampf um die oberen Plätze sieht Roch den FV und Alemannia Scharnhorst sowie Wickede II. Einen Geheimtipp hat auch König parat: "Wenn der BV Lünen mal den Saisonstart nicht verschläft, können die auch sehr unangenehm werden." Eins steht fest: Präsentiert sich der VfB ein Jahr nach seinem 100jährigen Jubiläum wie beim Trainingsauftakt, so scheint das Saisonziel durchaus realistisch zu sein. Sollte sogar der Wiederaufstieg gelingen, wäre nicht nur das Umfeld mehr, als zufrieden.

 

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