TIU Rünthe verlässt in Niederaden vorzeitig den Platz

dzTuS Niederaden

In der Kreisliga B Unna-Hamm kam es am Sonntag zu einem Spielabbruch. TIU Rünthe verließ nach 75 gespielten Minuten und vier Platzverweisen in Niederaden das Feld vorzeitig.

von Niklas Dvorak

Niederaden

, 03.09.2019, 10:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Fußballspiel in der Kreisliga B2 Unna-Hamm zwischen dem TuS Niederaden und der TIU Rünthe ging am Sonntag nur über 75 Minuten, denn die Gäste aus Rünthe gingen nach vier Platzverweisen geschlossen vom Feld. Was war passiert?

In der zweiten Hälfte bekam Rünthe vier Platzverweise und fühlte sich vom Schiedsrichter ungerecht behandelt. „Menschlich kann ich das vielleicht verstehen, aber man muss auch objektiv bleiben. Der erste Platzverweis – die Gelb-Rote Karte – war gerechtfertigt. Dann soll es bei der ersten glattroten Karte eine Beleidigung gegeben haben. Von draußen habe ich das nicht mitbekommen und kann es schwer beurteilen. Dann gab es Tumulte. Die zweite Rote Karte war meines Erachtens wieder berechtigt. Da hat ein Rünthener Spieler jemanden von uns am Kragen gepackt und mit der Faust bedroht. Bei der dritten Roten Karte soll angeblich der Schiedsrichter am Hinterkopf getroffen worden sein“, schildert TuS-Coach Amel Mesic die Situationen, die zu den Platzverweisen führten. Niederaden führte zu dem Zeitpunkt schon mit 3:1.

Bestätigung vom Vorsitzenden des Kreisschiedsrichterausschusses

Torsten Perschke, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, bestätigte einige Aussagen des TuS-Coaches: „Wir haben die Informationen, dass der erste Platzverweis aufgrund von Meckerns gegeben wurde. Rünthes Spieler betitelte eine Aktion des Schiedsrichters als „lächerlich“ und sah daraufhin die zweite Gelbe Karte. Die erste glatt Rote Karte gab es aufgrund einer Beleidigung eines TIU-Spielers an einen Gegenspieler. Den dritten Verweis gab es aufgrund einer ausgesprochenen Drohung und beim letzten Platzverweis gab es einen leichten Schlag auf den Hinterkopf des Schiedsrichters.“

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Das Spiel wird vor das Kreissportgericht gehen. Wie es am Ende gewertet wird, ist noch offen. „Es war bis zu den Vorfällen ein sehr ruhiges Fußballspiel. Der Trainer holte seine Mannschaft nach der letzten Roten Karte vom Feld und brach das Spiel ab“, so Perschke.

Rünthe wollte nichts mehr riskieren

„Wir wollten einfach nicht noch weitere Platzverweise riskieren“, sagte Vereins-Chef Ferdi Ergün am Sonntag gegenüber dem Hellweger Anzeiger. Der Schiedsrichter suchte das Gespräch mit TIU-Spielführer Sefa Tekin. Dieser entschied jedoch nach Rücksprache mit seinen Teamkollegen, nach den Platzverweisen das Spielfeld zu verlassen.

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TIU-Vorsitzender Ergün: „Es war bis dahin ein gutes Spiel ohne Auffälligkeiten. Der Verlauf war in Ordnung und der Schiedsrichter auch. Nachdem wir aber innerhalb kürzester Zeit gleich drei Platzverweise kassiert hatten, wollten wir lieber auf Nummer sichergehen und nichts mehr riskieren.“ Mindestens zwei der drei Rotsünder müssen mit längere Sperren rechnen.

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