Tischtennis: Ohne Noppen stapelt Gahmen tief

GAHMEN Tischtennis-Verbandsligist TTC Gahmen bereitet sich ab Freitag (18. Juli, 18.30 Uhr) in der Sporthalle an der Weißenburger Straße auf die neue Saison vor. Nach nur einem Jahr in der Oberliga mussten die Gahmener mit nur drei Zählern wieder den Gang hinab antreten. Den harten Verbandsliga-Alltag könnte zudem eine Regeländerung erschweren.

von Von David Karski

, 14.07.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reiner Schenk (l.) und Ralf Wieklinski treten für den TTC Gahmen in der Verbandsliga 2 an.

Reiner Schenk (l.) und Ralf Wieklinski treten für den TTC Gahmen in der Verbandsliga 2 an.

Dem Abstieg nachtrauern möchte beim TTC aber keiner. "Es war eine schöne Zeit, aber der Sprung zwischen den beiden Klassen ist einfach unglaublich groß", weiß Spieler Christian Schroer."Wir haben ein bis zwei Mal in der Woche trainiert und haben es gemacht, weil es uns Spaß macht. Bei anderen Vereinen kamen ausländische Spieler extra für die Partien angereist", so Schroer.

Dies sei nur durch enorme finanzielle Einsätze der Klubs möglich gewesen, die es bei den Gahmenern nicht gab. Schroer: "Wir betreiben den Sport in unserer Freizeit, unentgeltlich. Wir haben in der Verbandsliga jetzt wieder ein hohes Grundniveau, in das wir auch hineinpassen."

Breiter wechselt nach Dortmund

Nach dem gemeinsamen Aufstieg und Jahren der Zusammenarbeit trennen sich zur neuen Saison die Wege zwischen Marc Breiter und dem TTC. Die Nummer 3 der Gahmener wechselt aus privaten Gründen zum Landesligisten TuS Rahm. "Ein herber Verlust für uns, sportlich, wie auch menschlich", sagt Schroer über den Weggang. Den Neu-Dortmunder ersetzen soll Thorsten Müller, der aus der Bezirksliga-Zweiten aufrückt.

Nicht nur wegen Breiters Abgang stapelt Gahmen zunächst tief und peilt Platz fünf bis neun an. "Wir haben ein sehr schweres Auftaktprogramm und mit Lüdinghausen, Beckhausen, Horst und Borussia Dortmund vier Mannschaften in der Liga, die um den Aufstieg spielen", erwähnt Schroer. Zu allem Überfluss müssen die Gahmener auch noch mit Regeländerungen kämpfen, die besonders Frank Malmwieck - die TTC-Nummer 1 - schwer treffen.

Malmwieck Lieblingsnoppen verboten

"Er hat immer mit glatten, langen Noppen am Schläger gespielt. Diese sind jedoch jetzt verboten worden." Weiterhin erlaubt sind hingegen geriffelte, lange Noppen. "Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dadurch ist Franks starke Bilanz in Gefahr", befürchtet Schroer. Bis zum Saisonstart am 30. August testen die Gahmener unter den neuen Regel-Voraussetzungen. Da liegt nicht nur für Malmwieck noch viel Arbeit auf der Platte.

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