Talha Temur, verdienen Sie wirklich das Doppelte beim SuS Oberaden?

dzLüner SV

Ein üppigeres Gehalt sei laut Lüner SV der Grund für den plötzlichen Wechsel von Talha Temur zum SuS Oberaden gewesen. Jetzt äußert sich der Spieler selbst zu den Vorwürfen.

Lünen

, 27.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Wechsel von Talha Temur sorgte für Ärger beim Lüner SV. Ein Spieler, der aus finanziellen Gründen trotz Zusage seinen Vertrag auflösen wolle, bräuchte man nicht beim LSV, so Christian Hampel. Jetzt äußert sich auch Temur selbst zu seinem plötzlichen Abgang.

Jetzt lesen

„Weil er da das Doppelte verdient“, wie Christian Hampel aus dem Telefonat mit Temur zitierte, wechsele der Offensivspieler kurzfristig zum SuS Oberaden in die Kreisliga A. Mit so einem Spieler wolle er nicht mehr zusammenarbeiten, hieß es vom Trainer und Sportlichen Leiter des LSV.

Talha Temur: „Es geht nicht um das Finanzielle“

Temur selbst betont auf Anfrage dieser Redaktion zunächst: „Es geht hierbei nicht um das Finanzielle.“ Der 22-Jährige ist seit Februar verheiratet und wolle mehr Zeit mit seiner Frau verbringen, sagt er selbst.

Der Aufwand, in der Westfalenliga zu spielen, sei da einfach zu groß. Drei, viel Mal pro Woche zum Training, dazu weite Auswährtsfahrten. „Das tue ich mir nicht an“, so Temur. Mit dem wahrscheinlichen Wechsel in die Westfalenliga 1 reist der LSV bald tatsächlich mehr als bisher.

Jetzt lesen

Ganz unbedeutend scheint das Gehalt, das er in Oberaden beziehen wird, für Temur dann aber doch nicht zu sein. „Klar, das Finanzielle ist auch nicht so schlecht“, sagt der Angreifer. In Oberaden stellt man derzeit eine ambitionierte Mannschaft auf die Beine.

SuS Oberaden ist der Heimatverein von Talha Temur

Für einen Wechsel habe laut Temur zudem gesprochen, dass der SuS sein Heimatverein sei. Er habe bisher sein ganzes Leben in Oberaden gewohnt, sei erst kürzlich nach Bockum-Höven gezogen. Bis zur C-Jugend spielte er sogar am Römerberg.

Dort treffe er nun auf Freunde und alte Bekannte. Verständnis für die Reaktion des LSV habe er dennoch: „Natürlich ist das Scheiße, weil ich mein Wort nicht halten konnte.“

Jetzt lesen

Halten können hätte Temur es schon. Böses Blut gibt es zwischen ihm und dem Lüner SV aber nicht - zumindest vonseiten des Spielers aus, wie er betont.

Beim LSV ist man dagegen durch mit dem Thema Talha Temur. Bereits im Sommer 2019 hatte der 22-Jährige den Verein nach einer guten Saison verlassen, um es in der Oberliga bei Westfalia Rhynern zu probieren. Nachdem er sich dort nicht durchsetzen konnte, ging es erst im vergangenen Winter zurück nach Schwansbell.

Lesen Sie jetzt