SVP-Coach Stefan Urban vor dem Derby: „Matti Bartsch ist bester Spieler beim VfB Lünen“

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Dieser Ligastart hat es in sich: Im A-Liga-Derby empfängt der SV Preußen den Nachbarn VfB Lünen. Und SVP-Trainer Stefan Urban zollt dem Kontrahenten vor dem direkten Duell großen Respekt.

Lünen

, 09.08.2019, 14:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast genau vier Monate ist es her, dass der SV Preußen Lünen dem Nachbarn VfB Lünen eine empfindliche Niederlage auf dem eigenen Kunstrasen beifügte (4:3). Diese erste Derbyniederlage gegen die Horstmarer seit Jahren tat den Lünen-Südern besonders weh, war damit doch der erhoffte Titelgewinn und Bezirksliga-Austieg in weite Ferne gerückt.

Nun treffen die beiden Klubs am 1. Spieltag der neuen Saison in der Kreisliga A2 Dortmund am Sonntag, 11. August, wieder aufeinander (15 Uhr, Alter Postweg 7, Lünen). Der Favorit heißt erneut VfB Lünen, der abermals zu den Topteams der Liga zählt. Das zumindest wird deutlich, wenn man die lobenden Worte des Preußen-Trainers Stefan Urban über den Gegner hört.

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„Wir bekommen es mit einer eingespielten Truppe zu tun, die sich zusätzlich noch verstärkt hat“, sagt Urban. „Der VfB ist ein starker Gegner mit einer starken Offensive.“ Besonders ein Süder Spieler hat es dem Coach des SVP angetan. Und das ist nicht der Top-Torjäger Tim Gehrmann!

Stefan Urban: „Matti Bartsch macht das Spiel beim VfB Lünen!“

„Natürlich trifft Gehrmann oft. Der beste Spieler für mich beim VfB ist allerdings Matti Bartsch. Der macht das Spiel bei denen“, so Urban, der die Torgefahr, die von Gehrmann ausgeht, aber nicht kleinreden möchte. „Wenn er zehnmal vor dem Tor auftaucht, trifft er neunmal“, sagt Urban.

Das Spiel fange aber vor Gehrmann an. „Deshalb müssen wir versuchen, jemanden wie Matti Bartsch im Spielaufbau zu stören, auch wenn es schwer ist, sich auf einzelne Spieler einzustellen. Dann arbeitet der VfB vielleicht mit langen Bällen. Ob wir diese dann immer gut verteidigen können, ist wieder eine andere Frage.“

„Dass Matti Bartsch der beste Spieler in unseren Reihen ist, ist Stefan Urbans persönliche Meinung“, will VfB-Trainer Mark Bördeling nicht unbedingt zustimmen. Ganz widersprechen will aber auch der A-Lizenz-Inhaber nicht: „Matti Bartsch ist sicher einer von einigen guten in unserem Team.“

VfB Lünen will aus der Derbyniederlage im April lernen

Die Lünen-Süder wollen aus der Derbyniederlage im April lernen. „Da lief eigentlich alles schief auf dem Platz“, erinnert sich Bördeling. „Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Und wir hatten eine Einstellung, als wäre es ein Freundschaftsspiel anstatt eines Derbys, in dem es um Meisterschaftspunkte geht.“

Auch diesmal rechnet der VfB-Trainer mit einer schwierigen Aufgabe gegen Horstmar. „Es wird vielleicht ein hitziges Derby mit vielen Zweikämpfen.“ Die Stimmung im Team sei aber super beim VfB. „Alle freuen sich auf den Start. Alle sind heiß. Wir haben gut trainiert unter der Woche. Jeder war engagiert dabei“, so Bördeling, der lediglich auf den verletzten Maik Küchler verzichten muss.

Junges Team des SV Preußen ist noch nicht bei 100 Prozent

Sein eigenes Team sieht Preußen-Trainer Stefan Urban derweil noch nicht bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit angelangt. „Uns fehlen noch zwei, drei Wochen. Wir müssen 15 neue Spieler integrieren. Das Team hat sich noch nicht richtig gefunden“, so der Coach.

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Und weiter: „In der Viererkette müssen wir besser zusammenrücken. Es hat bisher auch noch nicht einmal die gleiche Viererkette zusammengespielt.“ Florian Hans kehrt nach seinem Kurzurlaub am Sonntag zurück in die Innenverteidigung der Horstmarer.

Urban sieht aber nicht nur in der Defensive Nachholbedarf. „Wir leisten uns noch immer zu viele einfache Fehler. Die Laufwege stimmen noch nicht, ebenso wenig wie die Passqualität. Wir haben unter der Woche teils nicht gut trainiert.“ Die beiden Urlauber Kevin Gomulka und Lukas Goetz fehlen dem SVP zum Ligastart.

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Urbans Botschaft ist dennoch kämpferisch und optimistisch: „Der VfB ist besser, aber wir haben durchaus etwas zu verlieren, nämlich drei Punkte. Im ersten Spiel wollen wir uns gut verkaufen. Es wird ein volles Haus geben und unsere Spieler müssen das Drumherum ausblenden. Wir brauchen Leidenschaft, Laufbereitschaft und keine unnötigen Foulspiele!“

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