SV Preußen ist nach drei Klatschen zuweilen hilflos, könnte aber schon bald wieder glänzen

dzFußball-Kreisliga A

Drei Niederlagen und 20 Gegentoren in drei Testspielen nach der Coronapause für den SV Preußen Lünen. In einem Monat steht das erste Punktspiel an. Was muss bis dahin passieren?

von David Adams

Horstmar

, 08.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zwei Bezirksligisten und einem A-Ligisten stellte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Urban in der bisherigen Saisonvorbereitung. Kein Sieg, nur vier Toren und zwanzig Gegentore sind die Zahlen zum Fußballjahr 20/21 der Preußen. Im Gespräch benennt Stefan Urban die Gründe für die bisherigen Auftritte.

Urban führt Stellungsfehler, individuelle Fehler und personelle Wechsel in der Aufstellung an. Im Vergleich der drei Spiele untereinander fasst er zusammen: „Uns fehlt einfach die Konstanz. Ich glaube mit der Einstellung von Alstedde (2:5, Anm. d. Red.) hätte man in Heeren (2:7, Anm. d. Red.) gewonnen und umgekehrt hätte man in Wethmar (0:8, Anm. d. Red.) auch keine acht Tore kassiert.“

Jetzt lesen

Im Training sollen die Probleme der ersten Testspiele aufgearbeitet werden. Urban möchte die Spiele mit seiner Mannschaft „Revue passieren lassen“ und einige Spielsituationen nachstellen und deren Lösungswege auf dem Trainingsplatz durchspielen. „Wir wissen, woran es liegt. Man muss daran arbeiten.“

Florian Hans (r.) und der SV Preußen hatten in den bisherigen Testspielen wenig Grund zur Freude.

Florian Hans (r.) und der SV Preußen hatten in den bisherigen Testspielen wenig Grund zur Freude. © Timo Janisch

In einigen Szenen ist selbst der Trainer aber hilflos. Er spricht die individuellen Fehler an, die er bei seinem Team in den vergangenen Wochen gesehen hat. „In den Kopf kann ich ja nicht reinkrabbeln. Ich kann das immer wieder ansprechen, ich kann das immer wieder sagen, ich kann mich auch darüber ärgern, aber in dem Moment da hast du, als Trainer nicht viel Handhabe“, beschreibt er die Situation, wenn einer seiner Schützlinge auf dem Spielfeld zu einer Lösung ansetzt, die ihm in dem Moment nicht passt.

Auch hier verweist Urban wieder auf die bevorstehende Arbeit mit dem Team.

„Da sind wir alle nur Menschen, wir sind ja auch keine zusammengekaufte Truppe, bei uns sind die Qualitätsunterschiede noch enorm groß, da müssen wir einfach arbeiten, dass wir da auf einen ähnlichen Stand kommen“, sagt der Coach.

Stefan Urban freut sich über Motivation der jungen Spieler des SV Preußen Lünen

Dabei mithelfen sollen auch einige junge Akteure im Kader des SV Preußen.

Die Arbeit mit Spielern wie Kevin Klaudies (19 Jahre), Niklas Urban (17

Jahre) oder Tom Stüwe (19 Jahre) bereitet dem Trainer besonderen Spaß. Er freut sich über die Motivation und den Wissensdurst, den die jungen Spieler mitbringen.

Jetzt lesen

„Die sind alle heiß drauf, die sind auch alle immer da. Von daher glaube ich, wenn man die richtigen Spiele hat, auch mal gegen die schwächeren Gegner, wo die mehr Platz haben, dass die noch mehr aufblühen und Selbstbewusstsein tanken“, prognostiziert Urban die kurzfristige Entwicklung seiner Spieler.

Der Vergleich mit Mannschaften, die in tieferen Ligen um Punkte spielen, steht für die Preußen in den nächsten Wochen an. In den Testspielen gegen SuS Rünthe (9. August), PSV Bork (16. August) und den TuS Niederaden (23. August), Teams aus der Kreisliga B im Kreis Unna/Hamm, ist die Ausgangslage für das Team um Stefan Urban dann eine andere als in den Duellen mit den Lüner Bezirksligisten.

Andere Aufgaben für den SV Preußen Lünen

„Wir wollten schon gegen zwei gute Mannschaften spielen, damit die Jungs auch wissen, wo sie stehen“, erklärt Urban. „Aber trotzdem wollten wir auch B-Ligisten haben, wo wir in der Rolle sind, dass wir mal das Spiel machen müssen oder wo wir es auch mal einfacher haben. Heißt aber auch nicht, dass man gewinnt.“

In der Meisterschaft startet der SV Preußen Lünen, wie in den vergangenen Jahren, in der Kreisligastaffel A2 zusammen mit den Lüner Mannschaften BV Brambauer II, SG Gahmen und VfB Lünen 08.

„Wir sind zwar in einer guten Kreisliga A, wieder mit ein paar guten Mannschaften, aber es sind auch Mannschaften dabei, wo die Jungs einfach auch absolut mithalten können, wenn nicht sogar mal glänzen können, wenn sie eine gute Form haben. Von daher bin ich da sehr optimistisch bei den Jungs, gerade bei den Jungen“, bewertet der Preußen-Trainer die Kräfteverhältnisse in der Liga.

Jetzt lesen

Die durch Corona abgebrochene Saison 19/20 beendete die Mannschaft auf Tabellenplatz acht. In der neuen Spielrunde will Urban, wenn möglich, auf einem anderen Platz landen: „Ein richtiges Ziel ist es, uns weiterzuentwickeln und uns von der Tabelle her zu verbessern, wobei man natürlich erst nach fünf bis sechs Spielen sehen kann, was da so los ist.“

Lesen Sie jetzt