SV Lünen trifft auf die Erstliga-Reserve von Bayer Uerdingen: „Der Druck ist nun höher“

Wasserball

Nach dem Derbysieg gegen Hamm will der SV Lünen den nächsten Erfolg einfahren. Mit Bayer Uerdingen II wartet am Sonntag eine Mannschaft voller ambitionierter Talente auf die Lüner.

von Carl Brose

Lünen

, 06.02.2020, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
SV Lünen trifft auf die Erstliga-Reserve von Bayer Uerdingen: „Der Druck ist nun höher“

Hendrik Bardmann und der SV Lünen treffen am Sonntag auf den SV Bayer Uerdingen II. © Foto: Günther Goldstein

Auf den SV Lünen 08 wartet am Sonntag in der 2. Wasserball-Bundesliga eine kleine Wundertüte. Mit dem SV Bayer Uerdingen II ist die Reserve einer der Topmannschaften Deutschlands im Lippe Bad Lünen zu Gast (Anpfiff 19 Uhr). „Wie jede zweite Mannschaft ist auch Uerdingen für uns sehr schwer einzuschätzen. Es wird sehr darauf ankommen, wen sie dabei haben werden und wen nicht“, so SVL-Trainer Olaf Bispinghoff über den kommenden Gegner.

Bisher lieferte Uerdingen über die Saison hinweg sehr durchwachsene Ergebnisse. Gegen den Stolberger SV setzte es eine deutliche 20:11-Niederlage, damit bescherte Uerdingen dem Tabellenschlusslicht die bisher einzigen Punkte. Trotzdem steht die Zweitvertretung mit zwei Siegen einen Platz vor dem SV Lünen in der Tabelle.

Doch die Lüner tankten am vergangenen Spieltag ordentlich Selbstvertrauen. Der Derby-Sieg gegen den SC RE Hamm bedeutete den ersten Saisonsieg und der kam auch noch relativ überraschend für Bispinghoff: „Eigentlich haben wir bisher auswärts in Hamm nie wirklich gut ausgesehen, deswegen sind wir dort ohne Druck hingefahren. Die Punkte werden uns sicherlich gut tun, aber wir dürfen uns nicht darauf ausruhen.“

Am Sonntag soll nach bisher zwei Unentschieden im heimieschen Lippe Bad endlich der erste Heimsieg der Saison her. „Der Druck ist nun höher, denn zu Hause wollen wir mehr Punkte einheimsen. Damit man in der Liga bleibt, muss man zusehen, gerade in den Heimspielen zu punkten“, so Bispinghoff. Gegen Uerdingen ist er dafür vorsichtig optimistisch: „Aktuell bin ich noch guter Dinge, aber das kann sich ändern, wenn ich dann am Sonntag sehe, mit wem Uerdingen hier ist. Wenn sie ihre beste Mannschaft haben, wird es sehr sehr schwer. Wenn sie abgeschwächt sind, rechne ich mir schon etwas aus.“

Knappe Niederlage im vergangenen Jahr

Noch im Januar 2019 trafen die Mannschaften das letzte Mal in Lünen aufeinander. Damals setzte sich Uerdingen knapp mit 11:10 durch. SVL-Spieler Hendrik Bardmann hatte noch in den Schluss-Sekunden die Chance auf den Ausgleich vergeben.

„Sie haben eine sehr junge Mannschaft, die sehr eingespielt und beweglich ist“, erinnert sich Bispinghoff an den Gegner. Viele der Uerdinger Spieler würden versuchen die zweite Mannschaft als Sprungbrett in die erste Mannschaft zu nutzen. „Sie sind deswegen sehr fokussiert und engagiert. Man merkt ihnen an, dass sie in die Erste Liga wollen. Teilweise trainieren sie dort bis zu sieben Mal in der Woche. Da können wir nicht mithalten“, so Bispinghoff.

Erfahrung und Heimvorteil ausnutzen

Das will der SV Lünen nun am Sonntag über die Erfahrung wettmachen und so gegen die Wundertüte aus Uerdingen bestehen. Dabei steht dem SVL sogar der gesamte Kader zur Verfügung. Zusammen mit der Unterstützung der Zuschauer könnte das für den ersten Heimsieg reichen.

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