Steven Koch zur Rückrunde: „Diese drei Spiele sind richtungsweisend“ für Westfalia Wethmar

dzWestfalia Wethmar

Steven Koch und Westfalia Wethmar arbeiten auch in der kommenden Saison zusammen. Nun hat der TWW-Coach seine Vertragsverlängerung erklärt. Drei Rückrunden-Spiele seien besonders wichtig.

Wethmar, Lünen

, 14.02.2020, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Fußball-Bezirksligisten TuS Westfalia Wethmar wird es ab Sonntag, 16. Februar (15.15 Uhr, Wehrenboldstraße, Lünen), wieder ernst. Dann startet der abstiegsbedrohte Klub aus dem Lüner Norden in die Rückserie - mit einem Heimspiel gegen den VfL Kemminghausen, der ebenfalls im unteren Tabellendrittel steht. Vorab hat Wethmars Coach Steven Koch (30) seinen Vertrag beim Tabellen-15. verlängert. Wir haben mit Koch über seine Verlängerung, die Rückrunde und drei richtungsweisende Spiele gesprochen.

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Herr Koch, warum haben Sie ausgerechnet jetzt vor dem Rückrundenstart den Vertrag verlängert? Sie hätten die Rückserie doch noch abwarten können...

Wir haben das gemacht, um vernünftig planen zu können und damit die Jungs auch Sicherheit für den Sommer haben. Außerdem fühle ich mich in Wethmar sehr wohl. Das ist einer der bestgeführten Vereine in Lünen. Ich wüsste nicht, warum ich etwas anderes machen sollte. Wir wollten ein Zeichen setzen, dass hier etwas getan wird.

Sie sind seit Mitte Oktober 2019 beim TWW als Trainer aktiv. Mit welchem Entwicklungsschritt sind Sie schon zufrieden?

Zählbares haben wir leider ja noch nicht wirklich hingekriegt. Daran wird man schon gemessen. Wir haben den Jungs aber wieder Selbstvertrauen eingehaucht. Gerade die jungen Spieler waren total verunsichert, haben bei jedem Fehler rausgeguckt, um zu sehen, ob wieder jemand meckert. Wir haben die Spieler aufgemuntert und ihnen gesagt, dass man als Spieler Fehler machen kann, aber auch arbeiten muss, um sich das Ding dann wieder zu holen.

Mir geht es darum, dass die Jungs arbeiten und sich auf dem Platz zerreißen. Das war auch bei den Neuverpflichtungen im Winter wichtig. Dennis Wagner marschiert, Nico Voigt holt sich die Bälle auch immer zurück - und auch Lukas Nagel oder Dennis Markowski sind richtige Malocher. Die Jungs haben es begriffen: Abstiegskampf geht nur über den Kampf.

Und was ärgert Sie noch?

Das ist sicher die Chancenverwertung, die in der Hinrunde ein riesiges Manko war. Auch in der Vorbereitung haben wir Tausendprozentige liegen gelassen. Ich denke aber schon, dass wir uns jetzt mehr Möglichkeiten erspielen und gefährlicher sind als in der Hinrunde.

Die Torausbeute ist in der Vorbereitung im Vergleich zur Hinrunde aber deutlich gestiegen. Hat Wethmar sein Offensivproblem in den Griff bekommen?

In den letzten beiden Spielen haben wir noch gemerkt, dass es etwas hakt. Im Großen und Ganzen sind wir aber stärker besetzt als in der Hinrunde.

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Am Sonntag startet die Rückserie. Wethmar hat sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Mit welchem Gefühl gehen Sie nun in die Rückrunde?

Die ersten drei Spiele sind ausschlaggebend. Wir treffen auf Kemminghausen, Kirchderne und auf den Lüner SV II. Danach wird sich zeigen, wohin die Reise geht. Wir sind nicht blauäugig. Wir hauen in der Rückrunde nicht alles weg. Wir werden aber alles dafür tun, um die Klasse zu halten. Natürlich gucken wir auch, was die anderen machen, müssen es aber trotzdem aus eigener Kraft schaffen.

Am Sonntag kommt der VfL Kemminghausen zum Cappenberger See - ein Gegner aus dem unteren Tabellendrittel. Sehen Sie diese Partie als Sechs-Punkte-Spiel?

Ja klar, wir müssen punkten. Wenn wir in dem ersten Spiel nicht punkten, dann wird es sicher nicht einfacher.

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