Stadt Lünen erklärt Bedingungen, unter denen Fußball-Testspiele wieder erlaubt sind

dzFußball

Der FLVW erlaubt wieder Fußball-Testspiele. Um wirklich wieder testen zu können, brauchen die Vereine aber jeweils die Freigabe der Stadt Lünen. Wir erklären, was die Fußballer alles sicherstellen müssen.

Lünen

, 28.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat am Dienstag verkündet, dass Fußball-Testspiele zwischen zwei Mannschaften ab sofort wieder gestattet seien. Es ist ein weiterer Schritt Richtung Normalität während der Corona-Pandemie. In Lünen soll sogar schon in wenigen Tagen das erste Testspiel steigen.

Doch was müssen Vereine organisieren und erarbeiten, damit sie ein Testspiel ausrichten dürfen? Unter welchen Bedingungen sind Zuschauer zugelassen? Diese Redaktion hat genau diese Fragen der Stadt Lünen gestellt. Klar ist natürlich: Es braucht ein Konzept, welches von der Stadt freigegeben werden muss.

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? Welche Einschränkungen gibt der FLVW vor?

Zu einem Testspiel sind aktuell nicht mehr als 30 Personen zugelassen. Schließlich gibt die aktuell gültig Corona-Schutzverordnung (Stand: 26. Juni) vor, dass nur 30 Leute im Freien mit Körperkontakt Sport treiben dürfen. Trainer und Betreuer zählen also nicht dazu. Die Daten der Akteure müssen für eine mögliche Rückverfolgung erfasst werden. Schiedsrichter können sich nur freiwillig dazu bereiterklären, solche Partien zu leiten. Bis zu 100 Zuschauer sind sogar zugelassen. Anders ergeht es übrigens den Junioren: Sie dürfen ab 1. Juli Testspiele austragen. Das gilt nicht im „Lockdown-Kreis“ Gütersloh und Teilen der umliegenden Gebiete.

? Wie viele Tage im Voraus muss ein Konzept bei der Stadt eingereicht und genehmigt werden?

„Eine Woche vor dem Spieltermin sollte das Konzept vorliegen, andernfalls kann eine rechtzeitige Bearbeitung nicht garantiert werden“, heißt es von der Stadt Lünen. Die Sportverwaltung sei allerdings daran interessiert, die Vereine frühzeitig über notwendige Änderungen des eingereichten Konzepts zu informieren. Jeder Verein muss nur einmal ein Konzept einreichen, um auf seinem Platz Testspiele durchführen zu dürfen.

? Wer ist zuständig für die Freigabe der Konzepte?

Zuständig ist die Sportverwaltung. Diese setzt sich mit anderen Ämtern und Behörden in Verbindung, sofern notwendig, oder informiert diese. Das können zum Beispiel das Gesundheitsamt oder die Ordnungsbehörde sein. Sollte sich ein Punkt der aktuellen Corona-Schutzverordnung darin nicht ersichtlich sein, wird Rücksprache mit dem Verein gehalten.

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? Wofür müssen die Vereine sorgen, damit Zuschauer zugelassen werden?

Mehr als 100 Zuschauer erlaubt die Schutzverordnung ohnehin nicht. „Auf den Außensportanlagen und in den großen Sporthallen scheint die Umsetzung praktikabel“, heißt es von der Stadt. Laut Schutzverordnung müssen die bis zu 100 Zuschauer allesamt einfach rückverfolgbar sein. Die Verantwortung dafür trägt der Heimverein der entsprechenden Test-Begegnung. Auch das Abstandsgebot muss während der 90 Minuten natürlich eingehalten werden. „Am sinnvollsten erscheint es uns, die Personenzahl im Vorfeld der Veranstaltung abzuschätzen“, so die Pressestelle der Stadt.

? Was ändert sich sonst noch im Vergleich zu Spielen vor der Pandemie?

Die Stadt weist darauf hin, „dass einige Notwendigkeiten länger dauern als zuvor“. Gemeint ist beispielsweise das Umziehen, welches in den allermeisten Kabinen wohl in mehreren Schichten geschehen muss, um den Abstand einhalten zu können. Mannschaften und Zuschauer sind darüber hinaus dazu angehalten, nur die wirklich notwendige Zeit auf der Anlage zu verbringen.

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