Spieler wird durch Torschuss ausgeknockt und wird so zum Helden

dzFußball

Die Reservemannschaft des BV Brambauer hat am Sonntag ihr erstes Meisterschaftsspiel gegen den SC Husen Kurl bestritten. Ein Spieler wurde auf kuriose Art zum gefeierten Helden.

Brambauer

, 06.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Regungslos lag er einfach da. Seine Mitspieler über ihm, im Jubelrausch, voller Emotionen.

Als sie ihn wieder hochziehen wollen, sackt er gleich wieder zusammen. Für den Moment musste Philipp Scheuren liegen bleiben, ehe er langsam wieder zu sich kam.

Kurz zuvor hatte sein Teamkollege Oliver Szewczyk ihn mit einem satten Schuss an der Schläfe getroffen, Scheuren so voll ausgeknockt. Der Glücksfall der Reserve des BV Brambauer: Von Scheurens Schläfe tickte der Ball in das Tor des SC Husen Kurl. 2:2-Ausgleich, wenige Minuten vor Schluss.

Dürftige erste Hälfte

Zuvor sah es nämlich erst nach einer Niederlage für den BVB II im ersten Spiel nach dem Aufstieg in die Kreisliga A aus.

Mit 0:2 lag Brambauer nach etwas mehr als einer Stunde im Duell mit Husen Kurl zurück. Die erste Halbzeit verlief dürftig.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen das vermissen lassen, was wir eigentlich spielen wollten. Wir haben die Bälle zu oft nach vorne gepöhlt“, sagte Spielertrainer Patrick Botta zum Auftritt seines Teams im ersten Abschnitt.

Husen Kurl ging so nach einer Ecke in Führung, Calvin Kuss traf freistehend per Kopf (32.).

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In der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Bild. Brambauer legte die Nervosität ab, nahm an Fahrt auf und erarbeitete sich eine Chance nach der nächsten. Vor allem der eingewechselte Dennis Stolzenhoff brachte neuen Wind in die Partie.

Doch statt des Ausgleichs, gab es nach etwas mehr als einer Stunde den Rückschlag. Nach einem Konter des SC Husen Kurl erhöhte Felix Rothbauer zum 2:0 (63.).

„In der zweiten Halbzeit haben wir genau das umgesetzt, was wir gefordert haben. Wir haben bewiesen, dass wir mit den Fans im Rücken nicht nur willkommen sind, sondern auch das spielen können, jedem Gegner Paroli bieten können“, resümierte Botta.

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Denn angetrieben von der Fanszene des BV Brambauer, sorgte das Team von Botta für viel Wirbel und kam in der 69. Minute durch einen Kopfballtreffer von Ilker Kelez zum Anschlusstreffer. Die Vorlage hatte Szewczyk nach einem Eckball gegeben.

Und zehn Minuten vor Schluss war es wieder Szewczyk, der mit seinem fulminanten linken Fuß erneut für die Vorlage sorgte - dieses Mal aber unfreiwillig, als er Scheuren an der Schläfe traf, diesen ausknockte, der Ball dann aber zum 2:2 in das Tor ging.

Scheuren brauchte einen Moment, um sich zu sammeln

„Eigentlich hatte ich am zweiten Pfosten auf eine Flanke spekuliert, dass dann so eine Wumme von Olli kommt, hatte ich nicht mit gerechnet“, beschreibt Scheuren die Szene. Scheuren bekam den Ball gegen die Schläfe „und dann war kurz Feierabend.“ Seine Teamkollegen feierten ausgelassen mit ihm, er musste sich einen Moment auf dem Boden sammeln, ehe er dann weitermachen konnte.

„Das Aufstehen fiel schwer“, erzählte Scheuren. „Aber erstes Spiel, erstes Tor - Wahnsinn!“

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