Spieler des BV Lünen kommt erst in der Halbzeit zum Derby und entscheidet dieses

Fußball

Beim Saisonstart in der Dortmunder Kreisliga B3 hat sich der BV Lünen im Derby bei der Reserve des VfB Lünen behauptet und seine ersten drei Punkte eingefahren.

Lünen

, 14.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jubel bei BVL-Kapitän Tom Mlinski über den Derby-Erfolg.

Jubel bei BVL-Kapitän Tom Mlinski über den Derby-Erfolg. © Goldstein

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit ziemlich an den VfB angepasst, lange Bälle geschlagen und drei bis vier Hundertprozentige liegengelassen“, sagte Marco Fischer, Trainer beim B-Ligisten BV Lünen, nach dem 5:1-Derbysieg beim VfB Lünen. Nach Fischers Halbzeitansprache vergingen acht Spielminuten bis zum erlösenden 1:0 aus BV-Sicht.

Lukas Erling traf nach tollem Zuspiel von Maurice Goebel. Kevin Kauschalek erhöhte nur eine Minute danach auf 2:0. Der VfB hatte den Ball nach dem Anstoß unglücklich verloren, indem einem BV-Spieler in den Rücken geschossen wurde. Kauschalek nutzte dies von links per Schlenzer über Keeper und Namensvetter Kevin Schmidt in den linken Pfosten aus (54.).

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Zwei weitere Minuten später bediente Kapitän Tom Mlisnki per Diagonalpass erneut Kauschalek, der von der Sechzehner-Ecke aus wieder Schmidt überlupfte. „Das war richtig gut gespielt“, sagt Fischer.

„Vom Verlauf ein Unentschieden“

Timo Hoischen, Mannschaftschef beim VfB Lünen, habe ein ausgeglichenes Spiel erlebt, das erst durch die drei schnellen Gegentore kippte. „Das hat uns das Genick gebrochen. Die Köpfe waren unten und keine Motivation mehr da“, sagt Hoischen und fügt hinzu: „Vom Spielverlauf her ein Unentschieden – wenn das erste Tor nicht fällt.“

Doch stattdessen verwandelte der eingewechselte Patrick Ronneburger das Derby binnen drei Minuten in ein Desaster für den VfB. Ronneburger, der arbeitsbedingt erst zur Halbzeit kam und zuletzt nicht erfolgreich in der Innenverteidigung spielte, durfte am heutigen Sonntag in den Sturm vorrücken.

Erst stibitzte er einem VfB-Spieler in der eigenen Hälfte den Ball und schob den Ball locker über die Linie (70.), dann geriet das Leder nach einem Freistoß zufällig im Sechzehner vor seine Füße (73.). „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, sagt Fischer.

VfB Lünen II: Schmidt –Nolte, Schlunke, Ghalem (65. Kerkmann), Bloch, Fietzek, Wanata (70. Schippmann), Koch, Wiesjahn, Wanke, Maifeld

BV Lünen: Koch – Erling, Fischer, Kauschalek (60. Ronneburger), Radoncic (45. Nagel), Mlinski, Goebel, Röll, Karanlik (75. Studnicka), Scheiring (35. Kampmann), Milcarek

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