So schmerzhaft ist der Rückzug des TuS Niederaden für Ex-Trainer Carsten Walschus

dzTuS Niederaden

Carsten Walschus war lange Zeit ein Gesicht beim TuS Niederaden - auch als Trainer der Damen, die kürzlich ihr Team zurückgezogen haben. Wir haben mit dem Ex-Coach gesprochen.

Niederaden, Lünen

, 15.08.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Carsten Walschus hat dem TuS Niederaden für lange Zeit seinen Stempel aufgedrückt. Als Coach der Niederadener Damen fungierte der 48-Jährige vier Jahre lang, im Verein arbeitete Walschus sogar zehn Jahre. Im Sommer zog sich der Coach zurück. Die jetzt kürzlich erfolgte Abmeldung seiner ehemaligen Landesliga-Damen-Truppe (wir berichteten) trifft den B-Lizenz-Inhaber dennoch hart.

„Mir hat die Nachricht sehr wehgetan“

„Ich wusste ja, dass es kurz davor steht. Das hatte sich in der vergangenen Saison angedeutet, weil wir keinen Zuwachs hatten. Trotzdem hat mir die Nachricht jetzt sehr wehgetan. Niederaden war eine Herzensangelegenheit für mich und mehr als nur Fußball“, so der Coach am Donnerstagvormittag im Gespräch.

Walschus selbst erkennt neben dem personellen Mangel weitere Gründe für die Abmeldung der Mannschaft. „Wir waren immer nur eine kleine Menge an Leuten, haben uns komplett den Arsch aufgerissen. In Niederaden fehlen aber leider einfach Strukturen und Logistik. Man macht viel, hat auch Erfolg, aber der Aufwand ist zu groß“, so Walschus weiter, der kein böses Blut zwischen sich und seinem Ex-Klub möchte.

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Eigentlich hatte Carsten Walschus geplant, nun eine Saison Pause zu machen. Da hat er allerdings die Rechnung ohne seine beiden Partner Gerold Klein und Ralph Koch gemacht. Klein knüpfte im Sommer Kontakt zum Damen-Bezirksliga-Team des TuS Eichlinghofen, überredete Walschus schnell zu einem Engagement, sodass das Trio ab sofort die Truppe coacht. „Die Mädels haben mich mit ihrem Einsatz überzeugt. Wir haben in diesem Jahr nun das Ziel, uns zu festigen“, so Walschus, der verspricht, dass er seinen Kader nicht aktiv mit ehemaligen Niederadener Spielerinnen verstärken möchte. „Ich werde niemanden in Niederaden ansprechen, würde mich aber freuen, wenn die eine oder andere Spielerin uns verstärkt“, so der 48-Jährige weiter.

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