So reagieren die Spieler des TuS Niederaden auf den Abstieg in die Kreisliga B

dzTuS Niederaden

Alle Mühen waren umsonst, der TuS Niederaden steigt in die Kreisliga B ab - weil der SVE Heessen nicht mitspielte. Dessen Relegationsspiele waren sinnbildlich für die bittere TuS-Saison.

Niederaden

, 10.06.2019, 10:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Spiel, das die Saison des TuS Niederaden kaum hätte besser zusammenfassen können. Nach der heftigen 2:6-Niederlage beim FC Türk Sport Bielefeld im Hinspiel der Relegation erspielten sich die A-Liga-Fußballer des SVE Heessen am Sonntag einen 3:0-Sieg und verpassten den Aufstieg damit um einen Treffer. Der wäre allerdings nötig gewesen, damit der TuS die Klasse in der A-Liga Unna-Hamm hält.

Besonders bitter: Mit einer der letzten Aktionen des Relegations-Rückspiels verfehlte ein Freistoß Heessens sein Ziel nur um einige Zentimeter. Aber es wird noch schlimmer für den TuS. Im Hinspiel auf dem grenzwertigen Platz der Bielefelder, der zur Hälfte aus Asche und Naturrasen besteht, verschossen die Heessener einen Elfmeter.

Thomas Orfanidis: „Die Chancen waren da“

„Die Chancen waren auf jeden Fall da“, sagte Niederadens Thomas Orfanidis nach Abpfiff und dem damit besiegelten Abstieg. Er verpasste die vergangenen zwei Wochen urlaubsbedingt. Bei seiner Abreise sah der TuS aus wie ein sicherer Absteiger, der sich allerdings im letzten Saisonspiel und in der Relegation doch noch die Restchance bewahrte. „Wir haben schon ein paar Wunder bewegt. Die Mannschaft bleibt zusammen, das zeugt von Moral“, so Orfanidis.

Jetzt lesen

Die Niederadener, die extra nach Hamm-Heessen gefahren waren, wunderten sich wie Türk Sport das Hinspiel so klar gewinnen konnte, kamen die Bielefelder doch vor allem durch Fehler der Gastgeber zu Gelegenheiten. Die ersten TuS-Akteure schauen sogar schon nach vorne. „Wir konnten uns ja irgendwie drauf vorbereiten. Im Endeffekt ist es jetzt trotzdem bitter, vor allem wenn man das Hinspiel gesehen hat. Es ist scheiße, aber weiter geht‘s. Dann müssen wir halt die B-Liga rocken“, sagte etwa Axel Schulze Beckinghausen.

Stolz mischt sich unter die Enttäuschung

Unter die erste Enttäuschung der Elf von der Kreisstraße mischte sich schnell eine Portion Stolz. Stolz, es nach der katastrophalen Hinrunde mit nur vier Zählern überhaupt noch spannend bis zuletzt gemacht zu haben. „Wir haben noch alles rausgeholt, was möglich war. Wir hatten alle Hoffnungen“, sagte Robin Gastmeister, für den es wie Orfanidis der erste Abstieg seiner Laufbahn ist.

Die Saison beschlossen die Niederadener am Pfingstsonntag noch mit einem gemeinsamen Grillen bei Teamkollege Mark Hilgert.

Lesen Sie jetzt