So läuft die Organisation der Stadtmeisterschaften ab

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Der BV Lünen ist längst erfahren in der Ausrichtung einer Stadtmeisterschaft. Geschäftsführer Florian Dellbrügge erklärt, wie die Organisation hinter den Kulissen abläuft.

Lünen

, 25.06.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während die Seniorenfußballer der Stadt ihre verdiente Sommerpause genießen, kämpft der Nachwuchs um die Stadtkrone seiner jeweiligen Altersklasse. Und während die meisten Verantwortlichen diese Spiele als Zuschauer verfolgen, geraten zwei Vereine mächtig ins Schwitzen. Der BV Brambauer und der BV Lünen richten die diesjährigen Titelkämpfe aus.

Florian Dellbrügge ist als Geschäftsführer des BV Lünen natürlich an einem reibungslosen Ablauf der Spiele interessiert. Er blickt für die Ruhr Nachrichten hinter die Kulissen eines solchen Turnierreigens.

Die Vergabe der Ausrichtung: Irgendwann im Frühjahr - Dellbrügge weiß nicht mehr, ob es im März oder April war, fand eine Jugendversammlung der Lüner Vereine beim BV Lünen statt. Ein Thema: die Ausrichtung der Junioren-Feldstadtmeisterschaft.

BV Lünen ist ein erfahrener Ausrichter

BV05-Jugendleiter Karl-Heinz Drees holte dort einen Teil des Turniers auf die Anlage an der Moltkestraße. „Wir können das ja ganz gut“, sagt Dellbrügge. Schließlich waren die Geister neben den Hallenstadtmeisterschaften 2015/2016 bereits 2015 und 2017 Ausrichter der Feldstadtmeisterschaft.

Die ersten Schritte: Zunächst ist es Aufgabe der Ausrichter, eine Turniergenehmigung beim Fußballkreis Dortmund, dem der Großteil der Lüner Klubs angehört, einzuholen. Nach einer Menge Absprachen mit dem Co-Ausrichter BV Brambauer geschah das Anfang Mai. Darin enthalten: Festlegung der Spielzeiten, ein Spielplan und ein Aufgebot an Schiedsrichtern. „Da gibt es ja Vorlagen vom Stadtsportverband“, so Dellbrügge. Mit großartigen Neuerungen waren die 05er also nicht konfrontiert.

Bis zum Turnierbeginn: Als die Genehmigung eingeholt war und der Rahmen also stand, ging es für den BV Lünen an die Planung der einzelnen Spieltage. Dafür mussten zunächst die Schiedsrichter angesetzt werden. „Bis zur D-Jugend machen wir das mit den vereinseigenen, im älteren Bereich wird das vom Kreis Dortmund übernommen“, erklärt Dellbrügge.

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„Wichtig ist, dass du als Verein deine Helfer hast“, sagt Dellbrügge. Denn die Geister müssen sich um den Eintritt, den Verkauf von Speisen und Getränken sowie um zahlreiche weitere Aufgaben kümmern. Vor allem die Eintrittsgelder müssen zuverlässig kassiert werden. „Die werden ja mit allen Vereinen geteilt“, so Dellbrügge.

Während der Stadtmeisterschaften: Zwischen 10 und 20 Helfer habe der BV05 stets im Einsatz, berichtet Dellbrügge. Und auch die müssen versorgt werden, schließlich haben auch die Freiwilligen mit den Temperaturen zu kämpfen. „Gewöhnen wirst du dich daran nicht. Wir sehen zu, dass unsere Helfer fleißig trinken“, sagt Geschäftsführer Dellbrügge.

Ansonsten gibt der Verein mittlerweile ein eingespieltes Team mit dem Stadtsportverband (SSV) ab. „Da kennt man sich über die Jahre. Es sind ja auch immer die gleichen da“, so Dellbrügge.

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Den Großteil der Organisation vor Ort übernimmt aber nicht Dellbrügge selbst, stellt dieser klar. Vor allem Jugendgeschäftsführer Maik Schugat leiste viel Arbeit, gemeinsamen mit den Helfern natürlich. „Die machen deutlich mehr als ich, reißen pro Tag bis zu zehn Stunden ab“, sagt Dellbrügge.

Gründe für die Ausrichtung: Ausrichter der Feldstadtmeisterschaft zu sein, bedeutet eine Menge Arbeit bei undankbaren Temperaturen - das wird klar. Doch warum tut sich ein Verein das überhaupt freiwillig - und zum wiederholten Male - an? „Das ist für jeden Verein eine Möglichkeit, ein bisschen Geld zu verdienen, wenn man es richtig macht“, sagt Dellbrügge. Für ihn hat das Ganze aber auch Imagegründe: „Wir haben mal einen schlechten Ruf gehabt. Jetzt zeigen wir: Wir wollen uns präsentieren.“

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