So kann Sport dem Herzen, dem Rücken und den Knien helfen - und psychologisch wichtig werden

Sport in Lünen

Sport ist essenziell. Wie wichtig Rehasport sein kann, erklärt die Rehasportgemeinschaft Lünen. Für das Herz, den Rücken, die Knie und die Psyche des Menschen.

Lünen

06.08.2020, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Montag trainiert die RSG Lünen am Cappenberger See.

Am Montag trainiert die RSG Lünen am Cappenberger See. © Jura Weitzel

Wenn Inga Klütsch eine Sache wirklich betont, dann ist es der psychosoziale Aspekt, den ihre Sportkurse mit sich bringen. Klütsch ist Sporttherapeutin für Herz- und Lungensport und tätig für die Rehasportgemeinschaft Lünen.

Während die Corona-Pandemie Einzug in Deutschland erhielt, konnte der Verein keine Trainingseinheiten anbieten. Nach Ausarbeitung eines Konzepts und einer Pause von drei Monaten ist dies nun wieder möglich. „Wir trainieren montags am Cappenberger See von 17 bis 18.30 Uhr unter ärztlicher Begleitung“, erklärt Klütsch.

Erstmal ein Probetraining, erst dann folgt der Antrag

Eine Möglichkeit, die nicht viele haben. Direkt am See zu trainieren bei bestem Wetter unter Einhaltung aller Hygienevorschriften. Draußen, mit Masken, Desinfektionsmittel und bei Bedarf auch Handschuhen. „Wir trainieren viel Ausdauer. Vor Corona auch durch Spiele, aktuell durch Dehnen und Gymnastik zur Kräftigung der Muskulatur“, erklärt sie.

Alle Infos zur RSG Lünen

Die Rehasportgemeinschaft Lünen kann über folgende Internetseite erreicht werden: https://rehasportgemeinschaftluenen.jimdofree.com/. Der Verein wurde 1961 gegründet und hat 110 Mitglieder (Stand: Januar 2020). Aktuell trainiert die RSG Lünen immer montag Nachmittags am Cappenberger See.

Sie ist vor allem für die Menschen zuständig, die mit dem Herzen Problemen hatten, während in einer weiteren Trainingsgruppe vor allem orthopädische Probleme mit Sport bearbeitet werden.

Die Rehasport-Einheiten bekommen die Menschen dabei durch den Arzt verschrieben nach vorheriger Krankheit oder Problemen. „Wir bieten dann erstmal ein Probetraining an, dann geben wir erst den Antrag mit“, erzählt Klütsch. Die Krankenkasse übernimmt die Beiträge, sobald es bewilligt ist.

Training genau auf die Personen ausgerichtet

Dabei sind maximal 20 Personen in einer Gruppe, damit die Trainingseinheiten perfekt ausgerichtet sein können, erklärt Klütsch: „Das ist natürlich bei jeder Person unterschiedlich. Zuerst muss ein Ergometer-Training absolviert werden, daraus erklärt sich die Belastung.“ Dann werden die Übungs- und Trainingsgruppen eingeteilt.

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Training für das Herz, den Rücken und die Knie bei der RSG Lünen

06.08.2020
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Training für das Herz, den Rücken und die Knie. © Jura Weitzel
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Training für das Herz, den Rücken und die Knie. © Jura Weitzel

Vor allem Ausdauer werde in ihrer Herz-Gruppe trainiert, erklärt Klütsch. Die orthopädisch ausgerichtete Gruppe legt da einen anderen Fokus, dort werden andere Übungen fokussiert, um Bandscheibenvorfällen oder beispielsweise Osteoporose vorzubeugen.

Klütsch, die bereits seit 20 Jahren als Trainerin aktiv ist, weiß um die Bedeutung des Sports. „Egal, ob es orthopädisch oder Herz-Kreislauf ist, wenn ich einen fitten Körper habe, funktioniert mein Körper besser“, erklärt sie.

Ein wichtiger Aspekt: Der psychosoziale

Sie bekommt mit, dass viele unter Adipositas, also Übergewicht, Stress oder dem Rauchen leiden, der Körper so mitgenommen wird. „Dem versuchen wir entgegenzuwirken“, sagt sie.

Dabei ist nicht nur der körperliche Aspekt wichtig, sondern auch der psychosoziale. Die Leute treffen sich einmal wöchentlich, tauschen sich aus. Über ihre Ängste und Probleme, geben sich aber auch Ratschläge und Tipps. So würden auch Freundschaften entstehen, erklärt Klütsch. Das sei wichtig für die Psyche und sorge mit dafür, dass die Menschen gesund bleiben.

Normalerweise sind es neun Gruppen, die trainieren. Aktuell bleibt nur die Trainingseinheit einmal die Woche montags am Cappenberger See. Corona sorgt auch hier für Einschnitte, die Rehasportgemeinschaft versucht aber das Beste draus zu machen.

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