So haben die übrigen Lüner Fußball-Mannschaften gespielt

Fußball in Lünen

SV Preußen bezwingt den Kirchhörder SC mit 2:0 im Heimspiel, Wethmarer Reserve siegt trotz drei Treffern nicht, der VfB Lünen verliert einen wichtigen Spieler beim Sieg in Hörde.

Lünen

, 10.11.2019, 21:42 Uhr / Lesedauer: 6 min
So haben die übrigen Lüner Fußball-Mannschaften gespielt

So hatte sich Leon Broda seine Rückkehr auf den Fußballplatz bestimmt nicht vorgestellt. Lange war er gesperrt. Bei seinem Comeback am Sonntag verdrehte er sich das Knie. © Timo Janisch

Mit einer soliden Leistung haben die A-Liga-Fußballer des SV Preußen Lünen ihr Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen den Kirchhörder SC mit 2:0 gewonnen. Kurios war vor allem die Führung der Horstmarer nach 13 Spielminuten.

Maik Frenzel lief den Kirchhörder Keeper an. Der Tormann versucht zu klären, schoss den Preuße aber an. Frenzel beförderte den Ball mit seinem Hinterteil ins Netz zum 1:0. „Von Anfang an haben wir versucht Druck zu machen, haben Kirchhörde vorne angelaufen“, erzählt SVP-Trainer Stefan Urban. Und so ergaben sich auf dem glatten Boden am Alten Postweg auch Möglichkeiten für den Gastgeber.

Das Spiel war geprägt von vielen Fehlpässen. Die Horstmarer präsentierten sich dafür jedoch zweikampfstark. Sein Team habe nicht schön, aber diszipliniert gespielt, so Urban. „Kirchhörde war nicht schlecht. Die haben gute Spieler. Ich weiß nicht, warum die teilweise so unterschiedliche Ergebnisse eingefahren haben“, so Urban. „Wir haben aber gut verteidigt.“ Zu Torchancen kam der KSC kaum.

2:0 direkt nach der Pause

Direkt nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Horstmarer auf 2:0. Luca Frenzel – erstmals über die volle Spielzeit zentral auf der Zehn im Einsatz – bediente mit seinem Pass in die Schnittstelle Lukas Goetz, der mit dem rechten Außenrist einnetzte (47.). Gegen Eving im Heimspiel vor zwei Wochen war Goetz in einer ähnlichen Situation mit Außenrist noch gescheitert. Das 2:0 war zugleich der Endstand. Zwar gab es noch gute Gelegenheiten auf beiden Seiten – es hätte laut Urban auch 4:2 ausgehen können – doch die Horstmarer Defensive blieb stabil.

Keeper Sascha Südmeyer – sonst kaum gefordert – war nach langen Bällen stets zur Stelle. Und in der Innenverteidigung mache Sebastian Pommerin einen guten Job. „Er war eine gute Stütze, hat souverän alles abgeräumt“, lobt Urban. Vor dem letzten Hinrundenspiel stehen die Horstmarer nun nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten SG Gahmen auf Rang fünf. In der nächsten Woche geht es zum Tabellenelften SC Husen-Kurl – Ex-Klub von Preußen Fabian Vom Hofe.

Kreisliga A2 Dortmund

SV Preußen – Kirchhörder SC II

2:0 (1:0)

SV Preußen: Südmeyer – Stauch (84. Broszio), Meier, Hans, Adamsky, M. Frenzel (60. Vom Hofe), L. Frenzel, Gomulka, Özdemir (70. Herrmann), Pomerin, Goetz (64. Katlun)

Tore: 1:0 M. Frenzel (13.), 2:0 Goetz (47.)

Die Zweitvertretung des Lüner SV sammelt weiterhin personalbedingt hohe Niederlagen. VfR Sölde, Tabellenachter der Dortmunder Bezirksliga 8, degradierte das Team um Ugur Gülsen mit einer deutlichen 0:9-Klatsche.

In der Aufstellung der Lüner Reserve fanden sich am Sonntag laut Aussagen der Mannschaftsverantwortlichen ausschließlich Kreisliga-C-Spieler – einzige Ausnahme: der genesene Ömer Karsli, der sich aus der ersten Mannschaft kommend noch im Aufbau befindet. Drei wichtige Stammspieler hatten sich kurz vor dem Auswärtsspiel noch abgemeldet: Furkan Adali (Rückenschmerzen), Tayyip Ünal (privat verhindert) und Florian Kralani (Wadenzerrung). Daher mache der Verein dem Team auch keinerlei Vorwürfe.

Drei Gegentore trotz 75 Prozent Ballbesitz

Der LSV habe in den ersten 25 Spielminuten das Spiel mit 75 Prozent Ballbesitz beherrscht, sich dann aber drei Tore nach Kontern eingefangen. Zu wenig haben Gülsens Mannen auf das gegnerische Tor geschossen, hieß es von Vereinsseite.

Endgültig zusammengebrochen sei die Mannschaft nachdem der „Stabilisator“ des Teams, Valerij Kowalcuk, verletzt ausgewechselt werden musste. Dennoch sind die Lüner zuversichtlich mit Blick auf die kommenden Wochen. Dann sollen einige Spieler zum Team zurückkehren.

Herren-Bezirksliga 8

VfR Sölde – Lüner SV II 9:0 (3:0)

Lüner SV II: Ruscher – Abdullah Sener, Kowalcuk (57. Koc), Mikuljanac, Celebi, Karsli, Ali Sener, Dülger, Koschnik (54. Yumuk), Acar, Lucau

Tore: 1:0 Dos Santos (26.), 2:0 Delker (36.), 3:0 Tilkidag (43.), 4:0 Marquardt (54.), 5:0 Marquardt (59.), 6:0 Tilkidag (67.), 7:0 Sharbek (76.), 8:0 Marquardt (79.), 9:0 Hain (86.)

Die A-Liga-Fußballer des TuS Westfalia Wethmar II haben ihr Spiel am Sonntag beim SSV Mühlhausen-Uelzen II mit 3:4 verloren.

Es ging mit einem 0:0 in die Pause, obwohl die erste Hälfte ziemlich aufregend war. Mühlhausen hatte einige Chancen, die TWW-Keeper Niklas Dvorak im Verbund mit seiner Defensive verhindern konnte. Dazu kommt, dass Dennis Anderson ein Tor für die Wethmarer erzielte, das aufgrund einer Abseitssituation aberkannt wurde. Fragwürdig, wie auch TuS-Coach Benjamin Fasse fand: „In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt. Zum Ende mussten wir uns bei Niklas bedanken, dass wir mit einem 0:0 in die Kabine gegangen sind. Dennoch haben wir ein reguläres Tor erzielt.“

Wethmar kann Spiel nicht endgültig drehen

Spektakel gab es dann in der zweiten Hälfte. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß gingen die Gastgeber in Führung. Lennard Langenkämper glich aus, nach einem Standard. Anderson brachte den TWW in Führung, ehe Mühlhausen ausglich. Eine Minute nach dem Ausgleich des SSV ging der Gastgeber in Führung. Einen Schuss wehrte Dvorak zur Seite ab, ein Mühlhausener Spieler kam aus dem Aus und nahm sich das Spielgerät, brachte die Flanke rein und Senad Berisa traf zum 3:2. Unerklärlich für die Wethmarer Spieler, denn es lag eine Abseitsposition vor. Der Schiedsrichter ließ sich von dem lautstarken Gemeckere nicht beeinflussen.

Wethmar gab weiterhin alles, um wenigstens einen Punkt zu holen. Langenkämper köpfte eine Ecke von Sören Dvorak ins Tor – 3:3. Doch das war es noch nicht. Anderson scheiterte und fast im Gegenzug traf Mühlhausen zum 4:3-Endstand. „Das nötige Glück hat gefehlt“, so Fasse.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

SSV Mühlhausen II – Wethmar II

4:3 (0:0)

Wethmar: N. Dvorak – Hunschede, Fitzon, Orlowski (85. Mowinkel), Grabowski, Pohl, Anderson, Langenkämper, Jansen, Pella (56. Resch), S. Dvorak

Tore: 1:0 Berisa (49.), 1:1 Langenkämper (52.), 1:2 Anderson (68.), 2:2 Akman (74.), 3:2 Berisa (75.), 3:3 Langenkämper (78.), 4:3 Böhne (88.)

Drei Ampelkarten gab es im Auswärtsspiel des Fußball-B-Ligisten TuS Niederaden bei der Reserve von Rot-Weiß Unna. Zwei davon kassierte der TuS und hatte am Ende beim 1:3 in der Kreisstadt überraschend das Nachsehen.

Schon nach 25 Minuten sah Kapitän Axel Schulze Beckinghausen Gelb-Rot. Bis dahin war Niederaden besser, hatte mehr Spielanteile, aber keine großen Torchancen. In Unterzahl kassierte der TuS dann das 0:1 gegen den Tabellenzwölften. Nur kurz später erhöhte Unna sogar auf 2:0 (34.). „Dennoch hatten wir richtig Bock, das Spiel noch zu drehen“, so Spieler Dean Williamson. Stattdessen kassierte Niederaden per Freistoß das 0:3 (73.).

Drei Platzverweise im Spiel

Zwar kassierte Unna kurz darauf ebenfalls eine Ampelkarte, aber nach der zweiten Gelb-Roten für TuS – diesmal gegen Hugo Miguel Silva Campos – war Niederaden abermals in Unterzahl. Thies Adam traf noch zum 1:3-Anschluss. Mehr war jedoch nicht drin. „Wir haben uns selbst ein Bein gestellt“, so Williamson.

Kreisliga B2 Unna-Hamm

RW Unna II – TuS Niederaden 3:1 (2:0)

TuS Niederaden: Reinsch - Gastmeister, Müller, Kese (46. Ventura/74. Adam), Diesner (27. Hilgert), Silva Campos, Marona, Orfanidis, Wiggers, Schulze Beckinghausen, T. Müller (57. Williamson)

Tore: 1:0 (28.), 2:0 (34.), 3:0 (73.), 3:1 Adam (85.)

Über den wichtigen 3:1-Auswärtssieg beim Hörder SC muss sich der VfB Lünen ärgern: Nach nur 33 Spielminuten verletzte sich Leon Broda im ersten Spiel nach seiner Rot-Sperre am Knie.

„Er hat sich ärgerlicherweise das Knie verdreht“, sagte VfB Lünens Trainer Mark Bördeling nach dem 3:1-Erfolg beim auf den 14. Tabellenplatz der Dortmunder Kreisliga A abgerutschten Hörder SC. „Er konnte nicht genau definieren, woher der Schmerz kommt.“ Ins Krankenhaus ging es für den zentralen Mittelfeldspieler vorerst nicht, dennoch wird Broda um einen Arztbesuch nicht herumkommen, um Schlimmeres auszuschließen. Für den Lüner war es das erste Spiel nach der vierwöchigen Rot-Sperre, die er sich im Spiel gegen den Spitzenreiter aus Alstedde eingehandelt hatte. „Ich habe ihm gesagt, dass er zum Arzt gehen soll, dann wissen wir am Dienstag mehr“, sagt Bördeling.

Hördes Torwart sorgt mit kuriosem Fehler für zweiten Treffer

Nach einem langen Ball der Lüner habe sich der Torwart des Hörder SC von der Sonne geblendet verschätzt und mit beiden Händen am Ball vorbeigefaustet. „Der Ball flog ihm dann auf den Kopf und von dort ins Tor“, sagt Bördeling. Es war das 2:0 aus Lüner Sicht (31.). Die Führung ermöglichte Justin Schulze Weiling bereits nach fünf gespielten Minuten: Fabian Kowalskis Pass in die Tiefe schnappte sich Tim Gehrmann, der Schulze Weiling das Spielgerät quer auf den Fuß legte.

„Dann hatten wir links keinen Zugriff mehr und verlieren unnötig den Ball“, sagt Bördeling. Die Folge: Eine Flanke auf Hördes Lars Oetting verwandelte dieser per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer (75.). Kurz vor Schluss verwandelte Gehrmann nach einem Eins-gegen-Eins mit dem Torwart sicher unten links zum 3:1-Endstand (89.). Hervorheben wollte Bördeling aber auch seinen „noch nicht ganz fitten“ Innenverteidiger Simon Weis: „Der hat hinten alles abgeräumt und ein gutes Spiel gemacht.“

Kreisliga A2 Dortmund

Hörder SC – VfB Lünen 1:3 (1:1)

VfB Lünen: Kozlik – Broda (33. Eichhorst), Gehrmann, Scheuren, Weis, Hilkenbach, Garcia Rodriguez (55. Hans), Schulze Weiling (78. Kuch), Maifeld (87. Eisenbach), Kowalski, Seifert

Tore: 0:1 Schulze Weiling (5.), 0:2 Thiel (31., Eigentor), 1:2 Oetting (75.), 1:3 Gehrmann (89.)

Einen klaren Sieg landete B-Ligist BV Lünen bei Kellertram Wickede, spielte aber laut Trainer Dennis Gerleve etwas gespenstig gegen einen schwachen Gastgeber.

„Was zählt sind die zwei Punkte. Das war nicht gut von uns gegen eine Mannschaft mit limitierten Mitteln“, hofft der Trainer, dass sich sein Spiel vor den beiden Spitzenspielen gegen Sölde und Berghofen bessert.

Erst kurz vor der Pause brachte der Spielertrainer selbst sein Team in Führung. Danach schien sich die Ladehemmung etwas zu lösen. Kevin Helmrich traf direkt nach Wiederanpfiff zum 0:2 (46.). Durch ein Eigentor des Wickeder Keepers führte der BV 05 nach 64 Minuten mit 3:0. Robin Hagenmeyer (78.) und Stephan Voigt (89.) schraubten das Ergebnis in den Schlussminuten noch auf 5:0.

„Jetzt gilt es wieder vernünftig Fußball zu spielen. Vor dem Tor ist bei uns im Moment etwas der Wurm drin. Trotzdem gewinnen wir die Spiele. Wir brauchen eine extreme Leistungssteigerung“, so Gerleve.

Kreisliga B4 Dortmund

Wickede II – BV Lünen II 0:5 (0:1)

BV Lünen II: Gnida - Voigt (33. Helmrich), Gerleve, Hoffmann, Seiler (29. Beck), Hagenmeyer, Ost, Studnicka, Mlinski (46. Moltrecht), Durmus, Mayanovic (64. Gebauer)

Tore: 0:1 Gerleve (41.), 0:2 Helmrich (46.), 0:3 Lange (64./Eigentor), 0:4 Hagenmeyer (78.), 0:5 Voigt (89.)

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