So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

Fußball-Kreisliga

Kantersieg für BW Alstedde, Klatschen für den SV Preußen Lünen und Westfalia Wethmar II: Auch am vergangenen Wochenende sind wieder viele Tore in den Kreisligen gefallen.

von Steven Roch, Niklas Dvorak

Lünen

, 18.08.2019, 23:35 Uhr / Lesedauer: 5 min
So haben die Lüner Kreisliga-Fußballer gespielt

Nico Christiansen (r.) traf am Sonntag gegen Alemannia Scharnhorst ins eigene Tor. © Nico Christiansen

Mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen Bezirksliga-Absteiger Alemannia Scharnhorst hat sich der Lüner Fußball-A-Ligist Blau-Weiß Alstedde in seinem ersten Heimspiel der Saison am Sonntagnachmittag auf Platz zwei der Liga geschossen. Bei einer besseren Chancenauswertung wären die Nordlüner jetzt wohl sogar Ligaprimus.

Kreisliga A2 Dortmund

BW Alstedde – Scharnhorst

5:1 (3:1)

Bereits nach zwei Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz des Scharnhorster Tores. Can Cicek traf zum 1:0 für die Hermes-Elf. Danach allerdings war die Begegnung zerfahren. „Erst ab der zehnten Minute ungefähr haben wir das Spiel komplett in der Hand“, sagt Alsteddes Trainer Tim Hermes.

Per unglücklichem Eigentor – Nico Christiansen traf ins eigene Gehäuse (17.) – kamen die Gäste aus dem Dortmunder Norden sogar zum Ausgleich. „Ansonsten hatte Scharnhorst aber keine wirkliche Torchance mehr“, so Hermes, der sehr zufrieden war mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „Wir haben nicht nur kaum Torchancen zugelassen, sondern auch viele Möglichkeiten erarbeitet. Wir hatten viel Ballbesitz“, so Hermes. Ein Kritikpunkt fand er dennoch: die Chancenverwertung. „Das Spiel muss eigentlich höher ausgehen“, sagt Hermes.

Mario Lindner (25.), Björn Kadlubowski (40.), Andreas Rumpf (60.) und Admir Berisha (85.) schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Unter anderem ließen aber auch Patrick Röll und Pierre Katarzynski noch gute Gelegenheiten ungenutzt.

BW Alstedde: Krause – Hülsmann, Rumpf, Kadlubowski, Cicek, Lindner (65. Berisha), Nowak, Häckh (85. Arslan), Schulz, Christiansen (70. Katarzynski), Röll (75. Koczy)

Tore: 1:0 Cicek (2.), 1:1 Christiansen (17./Eigentor), 2:1 Lindner (25.), 3:1 Kadlubowski (40.), 4:1 Rumpf (60.), 5:1 Berisha (85.)

Nach dem starken Saisonstart im Derby gegen den VfB Lünen in der Vorwoche ließ die Leistung des A-Ligisten SV Preußen Lünen am 2. Spieltag zu wünschen übrig. Beim gut besetzten Topteam SF Brackel verloren die Horstmarer klar mit 1:6.

Kreisliga A2 Dortmund

SF Brackel – Preußen 6:1 (3:1)

Gerade das, womit sich die Preußen gegen den VfB in der Vorwoche einen Punkt erkämpft hatten, fehlte den Preußen in Brackel, machte SVP-Co-Trainer Kevin Rehkopp klar. Er vertrat den erkrankten Cheftrainer Stefan Urban an der Seitenlinie, der das Spiel per „Soccerwatch“ aus dem Bett verfolgte. Was Urban am Bildschirm sah, konnte ihn nicht zufrieden stimmen. „Wir standen zu weit weg von unseren Gegenspielern, haben einfache Fehler gemacht“, erklärte Rehkopp. „Die Ballannahme stimmte nicht ebenso wenig wie die Passqualität.“

Bereits nach elf Minuten gingen die Brackeler in Führung. Per Strafstoß erhöhten die Sportfreunde kurz vor der Pause auf 2:0 (40.). In einer der wenigen Horstmarer Strafraumszenen bereitete Laurin Stauch den Anschlusstreffer durch Luca Frenzel vor (43.). Doch noch vor dem Pausenpfiff stellte Brackel den alten Abstand wieder her.

Entscheidung war gefallen

Spätestens mit dem 4:1 kurz nach dem Seitenwechsel war dann die Entscheidung gefallen. Zu allem Überfluss musste Tom Meier früh mit Rückenproblemen ausgewechselt werden (60.). Auch Jan Müller musste mit Knieproblemen vom Feld (80.). Brackel erhöhte in der Schlussphase dann noch auf 6:1 (81./87.).

Rehkopps Fazit: „Man muss neidlos anerkennen, dass Brackel einen guten Ball spielt. Die Mannschaft ist sehr gut organisiert. Gegen einen solchen Gegner kann man auch mal verlieren. Doch bei uns hat die Einstellung einfach nicht gestimmt.“

SV Preußen: Schack – Stauch, Kusserow, Meier (60. Broda), Hans, Adamsky, Pommerin, Müller (80. Gomulka), Nitsche (55. Herrmann), Vom Hofe, Frenzel (72. Vom Hofe)

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (40./Elfmeter), 2:1 Müller (43.), 3:1 (45.), 4:1 (53.), 5:1 (81./Elfmeter), 6:1 (87.)

Die A-Liga-Fußballer des TuS Westfalia Wethmar haben am Sonntag ihr Spiel gegen Rot-Weiß Unna mit 0:5 verloren. Das Ergebnis gegen den Bezirksliga-Absteiger spiegelt allerdings nicht den Spielverlauf wider.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

Wethmar II – RW Unna

0:5 (0:2)

„In der ersten Hälfte waren wir einen Tick besser, haben aber leider das Tor nicht getroffen“, sagte TuS-Coach Benjamin Fasse. So kam es dann, dass Unna die sich bietenden Chancen nutzte und zur Pause 2:0 führte – kurioserweise allerdings mit nur einem Torschuss. Denn den zweiten Treffer erzielte Wethmars Verteidiger Duncan Borchardt. Nach dem Seitenwechsel spielten die Grün-Weißen zu Beginn den besseren Ball, jedoch fehlte wieder das Glück im Abschluss. Unna erhöhte auf 3:0. Danach ging den Grün-Weißen die Luft aus. RWU erhöhte am Ende auf 5:0. „Dennoch bin ich zufrieden mit der Einstellung der Mannschaft“, so Fasse abschließend.

Wethmar: N. Dvorak – Hunschede, Pohl, Orlowski, Grabowski, Anderson, Ciernioch, Resch, Kress, Ronneburger, Borchardt

Tore: 0:1 (4.), 0:2 Borchardt (33./Eigentor), 0:3 (68.), 0:4 (70.), 0:5 (74.)

Die Kreisliga-B-Fußballer des BV Lünen 05 haben ihr Spiel am Sonntag gegen Hombrucher SV II mit 4:1 gewonnen.

Kreisliga B4 – Dortmund

BV Lünen – Hombruch II

4:1 (1:1)

Die Geister hatten von der ersten Minute an das Spiel im Griff, mussten aber erst einmal einen Rückstand in Kauf nehmen. Einen Ballverlust im Spielaufbau nutzte HSV zum Führungstreffer. „Wir sind aber relativ geduldig geblieben und haben uns nicht von dem Gegentreffer irritieren lassen“, so BV-Coach Dennis Gerleve. Robin Hagenmeyer glich noch vor der Halbzeit aus. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hagenmeyer auf 2:1. Dann sah BV-Spieler Chris Studnicka für eine Grätsche von der Seite die Rote Karte. „Für mich war es nicht einmal ein Foulspiel. Einige gegnerische Spieler haben das auch so gesehen“, so Gerleve. Doch auch in Unterzahl ließen die Geister wenig zu. Kevin Helmrich brachte mit seinem Doppelpack den 4:1-Endstand. „Wir haben es viel besser gemacht als in der letzten Woche. Wir haben verdient gewonnen und ich hoffe, wir sind jetzt wieder in der Spur“, sagte Gerleve.

BV Lünen: Lange – Kösling, Hoffmann (90. Jesberg), Ost, Gerleve, Kampmann (37. Durmus), Goebel, Studnicka, Hagenmeyer (90. Dietze), Nitsch (57. Seiler), Helmrich

Tore: 0:1 (17.), 1:1 Hagenmeyer (36.), 2:1 Hagenmeyer (76.), 3:1 Helmrich (88.), 4:1 Helmrich (90.)

B-Ligist FC Brambauer gewinnt das erste Spiel der Saison. Am Sonntag schlug der FCB den TuS Eving Lindenhorst mit 4:1.

Kreisliga B3 Dortmund

FC Brambauer – TuS Eving

4:1 (2:0)

Nach nur drei gespielten Minuten wurde FCB-Spieler Ferhat Özcelik vom Platz gestellt. „Das war eine kleine Rangelei, ohne Nachtreten und ohne Schlagen“, sagte FCB-Trainer Akin Bayrakli. Trotz Unterzahl dominierte der FCB das Spiel und hatte mit Marwin Turan und Berke Azar zwei Spieler im Kader, die jeweils einen Doppelpack schnürten. „Wir haben es echt gut gemacht. Ich bin zufrieden. Es war ein verdienter Sieg. Der Gegner war nicht der stärkste“, so Bayrakli. ND

FC Brambauer: Akpinar – Karali, Özcelik, Kurtulus, Demirci, Bayrakli, Be. Azar, Turan, Cakir, Ser. Özyavuz, Kelez – Aslan, Sed. Özyavuz, Ba. Azar

Tore: 1:0 Turan (6.), 2:0 Be. Azar (45.), 3:0 Turan (53.), 3:1 (71.), 4:1 Be. Azar (82.)

Zweites Spiel, zweiter Sieg – der Saisonstart für den B-Ligisten TuS Niederaden ist am Sonntagnachmittag trotz einiger personeller Ausfälle endgültig geglückt. Im Heimderby gegen GS Cappenberg II hätte man sich aber auch nicht über ein Unentschieden beschwert.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

Niederaden – Cappenberg II

3:2 (0:0)

„Das 2:2 wäre schon gerecht gewesen“, sagte ein ehrlicher, aber glücklicher TuS-Trainer Amel Mesic nach Abpfiff. In der ersten Hälfte waren seine Niederadener eindeutig besser. Tobias Müller und Kevin Vehring ließen nach Vorlagen von Maurice Althoff jedoch gute Torgelegenheiten ungenutzt. Stattdessen gingen die Gäste aus Cappenberg fast direkt nach dem Wiederanpfiff in Führung – ein sehenswerter Treffer aus 35 Metern über Torwart Benjamin Gillner (47.). Kurz darauf erzwang Daniel Marona mit einem scharfen Schuss vors Tor ein Eigentor zum 1:1 (49.). Müller selbst traf zur zwischenzeitlichen Führung (77.), die aber nur vier Minuten Bestand hatte. Der eingewechselte Robin Franke, der zuvor schon in der zweiten Mannschaft aufgelaufen war, traf in der Schlussminute zum Sieg.roch

TuS Niederaden: Gillner – Gastmeister, Kese, Nunes Ventura, Diesner, Marona, Arman (46. Hilgert), Althoff, Schulze Beckinghausen, Müller (32. Vehring), Adam (55. Franke)

Tore: 0:1 (47.), 1:1 (49./Eigentor), 2:1 Müller (77.), 2:2 (81.), 3:2 Franke (89.)

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