Heißes Jubiläumsspiel mit einer Halbzeit, die überrascht: „Nein, das ist überhaupt kein Drama“

dzFußball

Gleich sieben Tore konnten die rund 200 Zuschauer am Platz an der Moltkestraße im Lüner Jubiläumsspiel begutachten. Dabei überraschte vor allem die erste Halbzeit.

Lünen

, 31.07.2020, 21:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heiß war es am Freitagabend. Bei rund 30 Grad sahen die rund 200 Zuschauer an der Moltkestraße das Lüner Jubiläumsspiel. Der B-Ligist BV Lünen verlor zwar mit 0:7, zeigte aber eine achtbare Leistung anlässlich des Jubiläums zum 115. Geburtstag..

Westfalenligist Lüner SV gewann souverän mit sieben Toren Vorsprung, kann aber aus dem Jubiläums-Testkick anlässlich 75 Jahren seit Vereinsgründung mitunter wenig ziehen. „Es ist schwer so ein Spiel zu bestreiten. Wir haben in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht“, resümierte Christian Hampel, Trainer und Sportlicher Leiter des LSV.

„Nein, das ist überhaupt kein Drama“

Und dem war so. Dürftig waren die ersten 45 Minuten der Hampel-Elf, werden aber beim Sechstligisten nicht allzu schlimm gesehen. „Nein, das ist überhaupt kein Drama“, sagte Hampel zum Sand im Getriebe, was den LSV nicht ins Rollen kommen ließ. Der Vorbereitungsbeginn, das hohe Pensum der vergangenen Trainingstage und der wohl wärmste Tag des Jahres mit Temperaturen um die 30 Grad haben ihren Beitrag zur Leistung beigetragen.

Gleichwohl verdiente sich B-Ligist BV Lünen seine Lorbeeren, kämpfte, ackerte und präsentierte sich nicht wie der nette Gastgeber zum Jubiläumsspiel auf dem Platz, sondern tat dies nur neben dem Feld. Und so kam es, dass der Lüner SV seine Probleme hatte, viel auf lange Bälle zurückgreifen musste, die oftmals sehr ungenau waren, und mit vielen kleinen technischen Unsauberkeiten hadern musste.

„Ja, ich bin sehr zufrieden“, sagte BVL-Coach Marco Fischer, „weil wir uns die erste Halbzeit echt stark geschlagen haben.“ Dem war so. Untermauert hätte dies, wenn Patrick Fischer mit der ersten Chance des Spiels nach fünf Minuten getroffen hätte. Oder das Abseitstor von Abdel Kerim-Serir gegolten hätte. Doch dem war nicht so.

Stattdessen gab es nur 30 Sekunden später den Führungstreffer durch Matthias Göke (37.).

Taktische Umstellung fruchtet

Und so lief die zweite Hälfte aus LSV-Sicht etwas flüssiger, auch weil Christian Hampel taktisch umgestellt hatte und mit Dreier- statt mit Viererkette spielen ließ. „Dann war es ein bisschen besser“ sagte Hampel zu Durchgang zwei.

Sechs Tore für den Lüner SV waren die Folge, wobei der BV Lünen dennoch nichts herschenkte, aber Zugeständnisse machen musste, wie Fischer erklärte: „Man hat halt gemerkt, dass der LSV vier Ligen höher spielt.“

Die Parte zwischen dem B- und dem Westfalenligisten war umkämpft.

Die Parte zwischen dem B- und dem Westfalenligisten war umkämpft. © Timo Janisch

Der Unterschied zwischen Westfalenliga und Kreisliga B hatte sich bemerkbar gemacht. Die Kraft bei den Geistern ließ nach, das Lob von Fischer blieb: „Aber ich bin echt zufrieden, das haben die Jungs gut gemacht.“

Und auch Hampel wusste das Jubiläumsspiel einzuordnen: „Das war ein Freundschaftsdienst zwischen zwei Vereinen, die sich gut miteinander verstehen.“

Testspiel

BV Lünen 05 - Lüner SV 0:7 (0:1)

Tore: 0:1 Göke (37.), 0:2 Alokla (64.), 0:3 Burg (74.), 0:4 Göke (74.), 0:5 Burg (77.), 0:6 Rudolf (80.), 0:7 Ernst (82.)

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