Robin Gordon: „Vom alten Verein wurde ich gefragt, warum ich mich nicht gemeldet habe“

dzLüner SV

Robin Gordon startet einen Comeback-Versuch. Etwas überraschend hat er sich den Lüner SV dafür ausgesucht. Der Kontakt kam über einen Teamkollegen zustande.

Lünen

, 15.01.2020, 10:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Sonntag sagte Robin Gordon das Training ab. „Samstag war das Knie etwas angeschwollen“, so der Neuzugang bei den Westfalenliga-Fußballern des Lüner SV. Das ist nichts ungewöhnliches, wenn man nach zwei Kreuzband-Operationen und einem gerissenen Meniskus seit Mai 2018 kein Pflichtspiel mehr bestritten hat und wieder voll in das Training einsteigt.

„Das sind normale Reaktionen“, sagt Gordon. Schließlich sei er von 0 auf 100 in die Rückrunden-Vorbereitung des LSV eingestiegen und hat vier Mal die Woche trainiert, nachdem er seine Karriere vorerst auf Eis gelegt hatte. Nach Stationen bei der TSG Sprockhövel und beim VfL Kemminghausen sollte der SV Brackel in der Landesliga zunächst seine letzte Station gewesen sein.

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Entsprechend überrascht fielen laut Gordon daher die Reaktionen aus, als sein Comeback bekannt wurde. Denn statt einem Verein aus Dortmund hatte sich der Defensivspieler den Lüner SV ausgesucht. „Die meisten waren überrascht, weil das sehr plötzlich kam. Vom alten Verein wurde ich gefragt, warum ich mich nicht bei denen gemeldet habe“, so Gordon.

Dominik Deppe ist ein guter Freund von Robin Gordon

Das hat zwei gute Gründe. Der Kontakt zu den Schwansbellern kam über Dominik Deppe, seit Sommer Außenverteidiger beim LSV, zustande. Deppe und Gordon sind gut befreundet, Deppe habe Gordon von der aktuellen Situation bei den Lünern berichtet.

Die ist bekanntlich alles andere als positiv. Die ambitioniert in die Saison gestarteten Rot-Weißen müssen sich als Tabellen-13. mit 13 Punkten aus 17 Spielen zunächst ihrer Abstiegssorgen entledigen, zudem ist der Kader im Verlauf der Hinserie wegen Abgängen und Verletzungen stark geschrumpft. „Der Lüner SV steht nicht besonders gut da“, weiß auch Gordon.

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Neben seinem Kumpel Dominik Deppe hat auch Trainer Christian Hampel den Ausschlag gegeben, den Comeback-Versuch in Lünen zu starten. Auch den kennt Gordon bereits, Hampel habe einfach Kontakt zu dem 26-jährigen aufgenommen. Deppe habe Gordon berichtet, dass der LSV vor allem in der Innenverteidigung noch Verstärkung benötigt - hier soll der Bruder von Ex-BVB-Profi Daniel Gordon Abhilfe schaffen.

Dass er trotz längerer Fußballpause schnell selbst in der Verantwortung stehen könnte, stört Gordon nicht. „Bedenken habe ich nicht, das ist vielleicht ungewöhnlich“, sagt er. Nie habe er sich Gedanken gemacht, ob sein Knie hält, berichtet der verletzungsgeplagte Neu-Lüner. Nichtsdestotrotz hat er sich vorgenommen, künftig mehr Situationen mit dem Kopf statt mit hartem physischen Einsatz zu lösen.

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