Punktloses Wochenende: Handballer gehen komplett leer aus

Handball in Lünen, Brambauer und Oberaden

Egal ob Lüner SV, VfL Brambauer oder SuS Oberaden: Die heimischen Handballer erlebten einen rabenschwarzen Spieltag.

Lünen, Brambauer

, 17.02.2019, 22:29 Uhr / Lesedauer: 4 min
Punktloses Wochenende: Handballer gehen komplett leer aus

Hannah Püschel und der LSV taten sich im Torabschluss schwer. © Weitzel

Frauen-Verbandsliga 2

Lüner SV – Recklinghausen II 25:27 (11:17)

Bittere Pille für den Lüner SV: Die LSV-Handballerinnen verloren ihr Verbandsliga-Spiel am Sonntag gegen den PSV Recklinghausen mit 25:27. Für den LSV ist es die dritte Niederlage im vierten Spiel im Jahr 2019.

Die schlechtere Mannschaft war der Lüner SV in der heimischen Rundsporthalle nicht. Schuld an der Niederlage waren die Lünerinnen allerdings nur selbst. Zwei Siebenmeter bekam der LSV in den letzten zehn Spielminuten zugesprochen, zwei Mal scheiterte er in Person von Michelle Schröder und Thia Schmidt – und verlor mit genau diesen zwei Treffern Abstand. „Das ist dann natürlich bitter. Das wiederholt sich momentan Woche für Woche“, ärgerte sich Lünens Trainer Marcel Mai. Ob da das junge Durchschnittsalter seiner Mannschaft eine Rolle spielt? „Das ist sicherlich ein Faktor“, so Mai.

Generell prägte die Chancenverwertung das Spielgeschehen. Zehn freie Wurfgelegenheiten, die nicht im Tor landeten, zählte Mai – und da war gerade einmal Halbzeitpause. Insgesamt verwarf Lünen vier von sieben Strafwürfen. Entsprechend geriet der LSV deutlich in Rückstand, lag zur Pause mit 11:17 hinten. „Wir waren auch in der Abwehr nicht so aggressiv wie sonst“, wunderte sich Mai über den Rückstand nicht sonderlich.

Das änderte sich in Durchgang zwei. „Da haben wir in der Abwehr ins Spiel gefunden“, so Mai, dessen Sieben in Halbzeit zwei nur noch zehn Gegentreffer kassierte. Vorne waren die Lünerinnen nun zielsicherer im Abschluss, kam von 15:21 auf 19:21 heran. Doch immer, wenn der LSV ausgleichen hätte können, vergab er wieder entscheidende Chancen.

Lüner SV: Preuß/Klostermeier – Schröder (3/3), Lieneke (1), Hülsewede (2/1), Köppen, T. Schmidt (2/1), Püschel, Lohölter (1), Krause, A. Schmidt (4), Rempe (4), Dressler (5), Geisler (3)

Frauen-Verbandsliga 2

VfL Brambauer – Kinderhaus 21:28 (10:12)

Unterm Strich fehlten Leistungsträgerinnen wie Torfrau Karen Jaschewski und auch Sarah Bauer. Coach Andre Schwedler musste improvisieren. Aus der Bezirksliga-Zweiten halfen Wiebke Gambardt, Martha Rykowski und Nina Karau sowie Torfrau Darlene Fahner aus.

Trotz der schwierigen Umstände machten die VfL-Frauen in der ersten Halbzeit kein schlechtes Spiel. Sie gestalteten das Spiel ausgeglichen. Zu Beginn legte der VfL sogar einen starken Start hin, führte dank der Treffer von Sanja Lasshof, Verena Leismann und Sarah Umbescheidt mit 3:0. Dann kam Kinderhaus besser ins Spiel und glich beim 4:4 aus, setzte sich zwischenzeitlich sogar auf 9:7 ab. Doch der VfL blieb dran, glich beim 10:10 wieder aus. Binnen 50 Sekunden kassierte Brambauer allerdings zwei Gegentore, die zum 10:12-Pausenrückstand führten. „Das war sehr ärgerlich. Eigentlich müssen wir mit einem Unentschieden in die Pause gehen“, sagte Schwedler.

Der Knackpunkt des Spiels war dann der Auftakt der zweiten Halbzeit, als die VfL-Frauen sich eine zehnminütige Auszeit nahmen. „Da hat sich Kinderhaus dann mit einem 6:1-Lauf abgesetzt“, ärgerte sich Schwedler. Den holte der VfL dann nicht mehr auf.

Die VfL-Frauen rutschten nach zwei Niederlagen in Serie nun auf den vierten Tabellenplatz ab. Der neue Spitzenreiter heißt nun SC Westfalia Kinderhaus, der drei Punkte Vorsprung hat. „In diesem Spiel war sicher mehr drin“, lautete das Fazit von Schwedler. Der Coach haderte mit vergebenen Chancen.

VfL Brambauer: Sindermann/Fahner – Gambardt, Ceylan (1), Ry-kowski, Holz (1), Holste (2), Sahage (4), Leismann (4), Trippe (4), Lasshof (2/2), Umbescheidt (1), N. Karau (2/2)

Oberliga

SuS Oberaden – HTV Hemer 24:30 (10:14)

Bitterer Samstag für Handball-Oberligist SuS Oberaden: Nach der 24:30-Niederlage gegen den HTV Hemer rutschten die Cobras auf den letzten Tabellenplatz ab, da die Konkurrenz der TSG Harsewinkel am Freitag gegen Menninghüffen punktete.

Der Vorletzte TuS Möllbergen ist punktgleich mit den Cobras, liegt derzeit aber aufgrund des besseren Torverhältnisses einen Platz vorn. Am Ende entscheidet der direkte Vergleich und den haben die Cobras erst einmal für sich entschieden. „Wir waren ein ebenbürtiger Gegner, haben es aber versäumt, in entscheidenden Phasen einen kühlen Kopf zu bewahren“, sagte Kapitän Mats-Yannick Roth. Sein Team lag immer wieder hinten, schaffte es aber, beim 22:22 auszugleichen. Dann aber kassierte der SuS zwei Zeitstrafen und geriet ins Hintertreffen.

SuS Oberaden: Klepping/Makus – Hajduk, Noe (2), Herold (8/4), Katsigiannis, Schuchtmann (2), Roth (3), Maschewski, B. Stennei (2), Holtmann, Rossfeldt, Wagner (7)

Landesliga 3

RSV Altenbögge – Brambauer 37:23 (19:8)

Das hat gesessen. Mit 23:37 verlor der VfL Brambauer seine Handball-Landesliga-Partie beim RSV Altenbögge. Der VfL war am Sonntag schlicht chancenlos.

Nadim Karsifi war sprachlos. Auch einige Minuten nach dem Ende der Partie in Altenbögge trat sich der Trainer der Brambaueraner noch schwer, Worte zu finden. „Ich habe am Ende gar keine Worte mehr gehabt“, sagte Karsifi zur Leistung seiner Sieben.

„Wir hatten definitiv die falsche Einstellung“, sah Karsifi bei der Mentalität seiner Mannschaft Verbesserungsbedarf. Schließlich sei es immer unangenehm, gegen und vor allem in Altenbögge zu spielen. Hinzu kamen noch die Ausfälle im Rückraum. Sebastian Pohl, Burak Kurt und Kim Freitag konnten nicht mitwirken. Damit ging dem VfL beinahe jede Wurfgewalt aus dem Rückraum ab. „Dann kannst du halt nicht so einfach gewinnen“, so Karsifi.

Mit 0:7 lag der VfL schon zurück, als Philipp Maurer nach zehn Minuten den ersten Brambaueraner Treffer erzielte. Zur Pause waren es elf, nach Spielende 14 Treffer Rückstand auf den RSV. Eine solche Klatsche hat es in der vierjährigen Amtszeit von Karsifi beim VfL noch nicht gegeben. „Die Torhüter sind die einzigen, die man noch loben kann“, sagte Karsifi. Marc Sträde und Manuel Welski verhinderten eine noch deutlichere Niederlage.

Durch die Niederlage schrumpft der Brambaueraner Vorsprung auf den Vorletzten ETG Recklinghausen auf vier Punkte. Ein Sieg beim jetzigen Tabellenfünften Altenbögge, zu dem der VfL nach Punkten hätte aufschließen können, wäre das goldwert gewesen.

VfL Brambauer: Sträde/Welski – Richter (1), Lüke (3), L. Langmann (4), Baggemann (2), Ruch, Scheidereit (2), Gärtner, P. Langmann (2), Ziepel, Wißemann (2), Maurer (4), Eder (3/2)

Bezirksliga Hellweg

Lüner SV – HC Heeren 17:35 (6:24)

Eine 17:35-Niederlage kassierte Handball-Bezirksligist Lüner SV am Samstag gegen den HC Heeren-Werve.

Der Gegner war in allen Belangen überlegen. Der LSV fand kaum Mittel, warf in der ersten Halbzeit nur sechs Tore, kassierte bereits dort haarsträubende 24 Gegentreffer. Auch wenn die zweite Halbzeit ausgeglichener verlief, ging der LSV aufgrund der schwachen ersten Halbzeit als verdienter Verlierer vom Feld. Ein Lichtblick war aber Robin Stroscher, der achtmal einnetzte und somit bester Torschütze war. Der LSV hat am Samstag, 23. Februar (19 Uhr), die Chance auf Wiedergutmachung. Dann gastiert der HC TuRa Bergkamen II in der Rundsporthalle.

Lüner SV: Karanski/Hangebrock – Hadac (1), Dornseifer (1), Gores, Mai, Donat (3), Leder, Stroscher (8), Olschewski, Neve, Miehle (4), Schmidt

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