Punkteteilung im Derby: Keeper retten Westfalia Wethmar und dem Lüner SV II einen Zähler

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Mit einem 1:1-Remis haben sich Westfalia Wethmar und der Lüner SV II im Derby getrennt. Ein Ergebnis, das beiden Teams nicht so richtig weiterhilft. In den Fokus rückten die Torhüter.

Lünen

, 08.09.2019, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die beiden Trainer - Wethmars Andreas Przybilla und der LSV-Coach Kadir Kaya - waren sich nach dem Schlusspfiff auf der Pressekonferenz einig: Die beiden Torhüter haben ihren Mannschaften den Punkt gerettet. Dabei hätte Wethmar das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden können.

Bezirksliga 8

Westfalia Wethmar - Lüner SV 1:1 (1:1)

Eigentlich war die erste Halbzeit im Derby eine klare Nummer für den TuS Westfalia. Der Gastgeber dominierte das Spielgeschehen am Cappenberger See, hatte eine Vielzahl an guten Tormöglichkeiten. So ging die Westfalia auch verdient in Führung, als Jonas Allefeld auf dem linken Flügel dem LSV-Verteidiger Emanuel Lucau hinweg eilte und den Ball in den Strafraum brachte. Dort stand zuerst Sören Dvorak, der an LSV-Keeper Daniel Dreesen scheiterte. Beim Nachschuss war Dreesen hingegen machtlos. Der kam von Arne Neuhäuser, der Wethmar somit in Front brachte - also ein guter Einstand nach dem Last-Minute-Sieg zuletzt gegen Kirchderne.

Schwäche in der Chancenverwertung

Nicht gut war danach hingegen die Chancenverwertung der Westfalia, die immer wieder über Allefeld zu Tormöglichkeiten kam. Zunächst verzog Dvorak knapp (30.), wenig später schoss Jonas Allefeld nur Dreesen an. Den Nachschuss von Dvorak klärte Lucau zur Ecke - durchatmen. „Da müssen wir den Deckel drauf machen, dann gehen wir mit 2:0 in die Halbzeit. Darüber ärgere ich mich natürlich. Daniel Dreesen hält aber zwei Mal sehr gut“, sagte TWW-Coach Andreas Przybilla nach dem Spiel.

Punkteteilung im Derby: Keeper retten Westfalia Wethmar und dem Lüner SV II einen Zähler

Arne Neuhäuser brachte die Westfalia in Führung. © Patrick Schröer

Vom LSV kam bis dato sehr wenig. Lediglich aus der Distanz prüfte Ali Sener TWW-Schlussmann Florian Fischer. Der Ball ging aber drüber. Mit der einzig echten Torchance im ersten Durchgang kam der LSV kurz vor der Halbzeit dann zum schmeichelhaften Ausgleichstreffer. Einen Einwurf verteidigten die Wethmarer nicht konsequent genug, sodass der LSV von links den Ball in den Strafraum brachte. Dort hielt Murat Büyükdere den Fuß hin. Der Ball rollte und rollte, Tim Cillien versuchte noch, in allerhöchster Not zu klären, drückte das Leder dann aber ins eigene Tor - 1:1. Kurz danach war Halbzeit.

Ein offenes Spiel an der Wehrenboldstraße

Im zweiten Durchgang bekamen die rund 150 Zuschauer ein offenes Spiel mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten zu sehen. Wethmar traf zu häufig die falsche Entscheidung, fand nicht mehr zur Dominanz des ersten Durchgangs. Eine Riesenchance hatte der TWW aber noch. In der 79. Minute bekommt Sören Dvorak den Ball, schießt freistehend aber nur Dreesen an. „Natürlich muss Sören den Ball reindrücken“, sagt Przybilla. Die Schwansbeller hatten ihrerseits auch gute Szenen, in denen TWW-Keeper Florian Fischer sehr aufmerksam agierte - wie beispielsweise gegen Murat Büyükdere (71.) oder gegen Ali Sener (81.). Am Ende blieb es beim Remis. „Heute hat man hier zwei Torhüter gesehen, die definitiv kein Bezirksliga-Niveau haben. Ich bin froh, dass wir Flo Fischer haben. Er rettet uns das 1:1“, lobte Przybilla nach dem Spiel. Dem pflichtet Kadir Kaya vom Lüner SV bei. „Beide Torleute waren überragend. Es war ein gerechtes 1:1. Beide Mannschaften haben viele Fehler gemacht“, so Kaya.

Westfalia Wethmar: Fischer - Jankort, Mark (46. Kahlkopf), El Bahat Bouzekry (73. Langenkämper), Dvorak, Cillien, Neuhäuser, (54. Neuhäuser) Allefeld (66. Podszuck), El-Gaouzi, Osterholz, Stork

Lüner SV II: Dreesen - Gülec, Ünal, Lucau, Halim, Ali, Rosenkranz, Karsli, Büyükdere (90. Kralani), Boudlal (87. Acar), Celebi (84. Koschnik)

Tore: 1:0 Neuhäuser (10.), 1:1 Büyükdere (45.)

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