Punkt ist den Cobras gegen Schalke zu wenig

Handball-Oberliga

Mit zwei Treffern führte der SuS Oberaden gut eine Minute vor Ende in der Oberliga gegen Schalke 04. Heraus sprang letztlich nur ein Remis.

Oberaden

, 03.03.2019, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Punkt ist den Cobras gegen Schalke zu wenig

Nico Wagner steuerte drei Treffer zum Teilerfolg der Oberadener Cobras gegen Schalke bei. © Günther Goldstein

Samstagabend, nach 21 Uhr. SuS-Spielertrainer Alexandros Katsigiannis klatscht seine Spieler und den Gegner ab. Er verlässt das Parkett des SuS Oberaden, wirkt etwas mitgenommen, ja nahezu bedrückt. Eigentlich hätte er Grund zur Freude. Denn seine Mannschaft hat beim 21:21-Remis gegen den FC Schalke einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt geholt. Doch Euphorie wollte bei ihm nicht hochkommen. Der Grund: In diesem Spiel war für die Cobras wieder einmal wesentlich mehr drin.

Oberliga

SuS Oberaden – FC Schalke

21:21 (8:8)

„Der Punkt ist eindeutig zu wenig“, sagte Katsigiannis nach dem Spiel. Seine Mannschaft führte 68 Sekunden vor Abpfiff noch mit zwei Toren Unterschied, kassierte relativ schnell das 20:21 durch Schalkes Jan Grzesinski. Die Cobras befanden sich im Angriff, ließen den Ball laufen. Katsigiannis zückte nach ein paar Sekunden die Grüne Karte, um taktische Anweisungen zu geben und den eigentlich zu greifbaren Sieg zu sichern. Doch es kam alles ganz anders.

Cleverness fehlt

Nach Wiederanpfiff hoben die Unparteiischen direkt den Arm: Zeitspiel. Der SuS musste unter Zugzwang abschließen, fand nicht mehr die Möglichkeit zu einer Freiwurfsituation. Schalke wurde so noch einen Angriff geboten, den das Team auch nutzte. Nico Helfrich übernahm Verantwortung und hämmerte das Leder drei Sekunden vor Abpfiff ins Tor – 21:21. „Da fehlt uns einfach in solchen Situationen die Cleverness, auch wenn man sagen muss, dass wir nicht unbedingt die Heim-Schiedsrichter hatten“, so Katsigiannis.

Tempogegenstöße beim SuS

Seine Cobras versäumten es aber bereits in der ersten Halbzeit, sich abzusetzen. Drei- bis viermal hatten sie die Chance, davonzuziehen. Doch immer wieder fehlte die letzte Entschlossenheit. In der Deckung arbeitete Oberaden vorbildlich, stand richtig stark und ließ Schalke kaum Tormöglichkeiten. Auch nach der Pause hatte der SuS oft die Möglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Drei Tempogegenstöße hätte der SuS unter anderem einnetzen können, doch zweimal war der Pass zu ungenau und einmal verwarf Oberaden. „Unterm Strich war der Punktgewinn für Schalke glücklich. Auch wenn wir es nicht geschafft haben den Sieg einzufahren, bin ich mit der starken Deckungsleistung sehr zufrieden“, lautete das Fazit von Katsigiannis, der Keeper Marvin Makus sowie der Abwehr und Lukas Noe ein Sonderlob aussprach. Da allerdings auch die Konkurrenz punktete, bleiben die Cobras weiter Tabellenschlusslicht.

SuS Oberaden: Klepping/Makus - Lauber (4), Hajduk (1), Noe (3), Herold (4/3), Katsigiannis, Roth (1), Maschewski, Braach (1), B. Stennei (4), Holtmann, Rossfeldt, Wagner (3), Fehring

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