Patrick Linnemann wird doch kein Co-Trainer beim Lüner SV

dzFußball-Westfalenliga

Rolle rückwärts: Patrick Linnemann wird nun doch nicht wie angekündigt Co-Trainer beim Lüner SV. Der 38-Jährige bleibt seinem Stammverein SuS Kaiserau treu - aus einem speziellen Grund.

Lünen

, 06.05.2019, 11:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lüner SV muss sich für die kommende Spielzeit einen neuen Co-Trainer suchen. Eigentlich hatte Patrick Linnemann, aktuell Coach beim B-Ligisten SuS Kaiserau II, für die neue Saison zugesagt. Der 38-Jährige sollte Co-Trainer neben Chefcoach Marc Woller werden. Am Sonntagabend dann die Rolle rückwärts. Linnemann bleibt dem SuS Kaiserau für ein weiteres Jahr treu, sagte dem ambitionierten Westfalenligisten ab.

Eine emotionale Entscheidung

„Rational ist das nicht zu erklären. Ich habe die Vernunft ausgeschaltet. Ich weiß, dass ich beim LSV eine mega Chance gehabt hätte. Man kann es Fußball- oder Kreisligaromantik nennen. Ich habe noch mal mit dem Verein gesprochen. Es war eine emotionale Entscheidung“, sagt Linnemann, der jetzt noch ein Jahr dranhängt und somit in sein drittes Jahr beim SuS geht. Danach möchte Linnemann gerne Trainer einer ersten Mannschaft werden.

Jetzt lesen

In Lünen zeigte man sich am Sonntagabend, als die Nachricht den Verein erreichte, verwundert. „Das war natürlich sehr überraschend. Vom Zeitpunkt her sehr unglücklich, da es jetzt schwierig wird, einen adäquaten Ersatz zu finden. Somit entsteht wieder eine Baustelle, die wir eigentlich gar nicht gebrauchen können“, sagte der künftige LSV-Trainer Marc Woller am Montag.

Hampel ist verwundert

Auch Christian Hampel, Sportlicher Leiter beim LSV, war am Sonntagabend verwundert. „Ich habe dösig und sparsam geguckt, als Imdat und ich die lange Whatsapp-Nachricht von Patrick bekommen haben. Das ist alles andere als optimal. Zusage ist Zusage und man hätte es früher lösen können. Wir werden jetzt natürlich einen neuen Co-Trainer suchen und installieren“, so Hampel, der sich nun intensiv mit Marc Woller über die Neubesetzung des Postens auseinandersetzen will.

Jetzt lesen

Zudem hat der Lüner SV verkündet, dass er sich zum Saisonende von seinem Offensivspieler Mirza Basic trennen wird. Der Angreifer, der im vergangenen Sommer vom SV Brackel nach Schwansbell gewechselt war, verlässt den LSV nach nur einem Jahr wieder. „Das kann ich bestätigen. Beim ersten Gespräch mit dem Trainer und dem Vorstand waren wir uns alle sofort einig, dass wir mit Mirza nicht verlängern wollen“, sagte Hampel. Im Raum bei Basic steht eine Rückkehr zum Landesligisten Brackel. Basic bestätigt Gespräche mit mehreren Vereinen, hat aber noch keine finale Entscheidung getroffen.

Lesen Sie jetzt