Nullnummer gegen Kirchhörde II - VfB Lünen rutscht in die Krise

dzFußball: Kreisliga A

Der personell gebeutelte A-Ligist VfB Lünen rutscht in die Krise. Gleich 13 Spieler fehlten am Sonntag. Im Heimspiel gegen den Kirchhörder SC II kamen die Süder nicht über ein 0:0 hinaus.

Lünen-Süd

, 13.10.2019, 21:01 Uhr / Lesedauer: 2 min


Kreisliga A2 Dortmund
VfB Lünen – Kirchhörde II 0:0

Im Vergleich zur Vorwoche beim Derby gegen Blau-Weiß Alstedde fehlten den Südern noch einmal vier Spieler zusätzlich. Dennis Wagner, Yannick Eisenbach und Simon Weis waren nicht im Kader. Zudem war Leon Broda gesperrt. 13 Akteure aus dem VfB-Kader standen insgesamt nicht zur Verfügung. Selbst Co-Trainer Daniel Skubich schnürte sich die Schuhe, nahm auf der Reservebank Platz. „Das heißt schon einiges“, sagte Skubich vor dem Anpfiff.

Und dennoch hätten drei Punkte drin sein müssen für den VfB. Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte viel mehr Ballbesitz als die Gäste. Daraus machte die Bördeling-Elf jedoch wenig. Zu viele unnötige Ballverluste leistete sich das Team im Spielaufbau, wodurch gefährliche Situationen gegen die Süder entstanden, welche der KSC aber nicht konsequent ausspielte.

Zudem fehlt es dem VfB an Schnelligkeit. Die beste Chance der ersten 45 Minuten entstand so dann auch eher zufällig (18.): Kirchhörde klärte den Ball nach einem Standard unzureichend. An der Strafraumgrenze kam Tim Gehrmann zum Abschluss. Abgefälscht flog der Ball knapp übers Tor zur Ecke.

„Ein absolut schlechtes Spiel“, befand Coach Bördeling nach dem Abpfiff. „Aber im Moment fehlen uns auch die Mittel. Man sieht, was wir machen. Wir schmeißen vorne Abwehrspieler rein.“ So zündete die VfB-Offensive auch in der zweiten Spielhälfte nicht richtig. Ein Kopfball von Marcel Salmen blieb harmlos (53.). Fabian Kowalksi kam mitten im Strafraum an den Ball, schaffte es aber nicht, die Spielkugel Richtung Tor zu befördern. Zuvor hatte VfB-Tormann Sebastian Vorwick in letzter Instanz gerettet. Er parierte einen Schuss von Soundiata Askia Fernandes Gomes.

Gefährlich wurde es auf der anderen Seite, als sich Gehrmann links durchsetzte, aber am herauseilenden Keeper scheiterte. Der Kirchhörder Tormann verletzte sich beim Gehrmann-Schuss aber so unglücklich, dass er sich wohl den Unterarm brach. Erst nach rund 15-minütiger Pause – der Kirchhörder wurde vom Rettungswagen direkt vom Platz abgeholt – konnte es weitergehen.

Wirklich geprüft wurde der KSC-Feldspieler, der zwischen die Pfosten ging, jedoch nicht mehr. Der eingewechselte Philipp Schulze Twenhöven hatte per Kopfball aus fünf Metern noch die beste Möglichkeit – drüber. In der letzten Spielaktion flog ein Freistoß von Oliver Hilkenbach knapp am Tor vorbei. Nach dieser Nullnummer fällt der VfB von Rang zwei auf Rang sechs ab.

VfB Lünen: Vorwick – Eichhorst (54. Hilkenbach), Gehrmann, Grass (75. Schulze Twenhöven), Hans, D. Serges, Garcia Rodriguez, Schulze Weiling, Salmen, Kowalski, Seifert

Tore: Fehlanzeige

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