Noel Lahr erlöst den Lüner SV gegen den SC Neheim nach einer Ecke erst spät

Fußball: Westfalenliga 2

Der Lüner SV startet mit einem Sieg in die neue Saison, tut sich aber lange gegen den SC Neheim schwer. Erst eine Standardsituation bringt die gewünschten drei Zähler für die Schwansbeller.

Lünen

, 11.08.2019, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noel Lahr erlöst den Lüner SV gegen den SC Neheim nach einer Ecke erst spät

Noel Lahr erzielte in der 83. Minute den Siegtreffer für den Lüner SV. © Patrick Schröer


Lüner SV – SC Neheim 1:0 (0:0)

Am Ende machte eine Standardsituation den Unterschied – in einem Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. 83 Minuten waren auf der Uhr verstrichen, als die Spieler des Lüner SV zu einem entfesselten Jubel ansetzten. Aber spulen wir kurz zurück.

Ecke LSV, Johannes Zottl schnappt sich das Spielgerät. Jener Zottl, der im ersten Durchgang mit seinem Abschluss noch Pech hatte, als der Ball in der 32. Minute noch von der Linie gekratzt wurde. Zottl drischt den Ball auf den kurzen Pfosten, Matthias Drees leitet zu Noel Lahr weiter, der jagt die Kugel ins Netz – 1:0 und gleichzeitig der Endstand. „Das war ein tolles Gefühl. So wollen wir weitermachen. Wir waren einfach fit, hatten Bock, waren von der ersten Sekunde da und waren heiß, dann klappt das auch“, sagte der Matchwinner nach der Partie.

Lahr machte am Sonntag ein bärenstarkes Spiel. In der Viererkette bekleidete der Defensivmann die Position des rechten Innenverteidigers und löste seine Aufgaben mit Bravour. Allerdings hätte Lahr im ersten Durchgang seine gute Tormöglichkeit nutzen können. Unmittelbar nachdem Zottls Versuch auf der Linie geklärt wurde, gab es Eckball. Lahr kam im Strafraum zum Schuss, doch die Neheimer klärten abermals auf der Linie. Mehr Chancen hatte der LSV an diesem Nachmittag nicht. Beim SC Neheim sah das ähnlich aus. Einen guten Schuss von Oliver Busch parierte Michel Josch souverän (35.). Viel mehr bekam der LSV-Keeper allerdings nicht auf seinen Kasten.

Den gut 150 Zuschauern wurde eine Partie mit einer weitgehend stabilen Defensivordnung auf beiden Seiten gezeigt. In Ballbesitz hingegen leisteten sich beide Teams viel zu viele Abspielfehler, wirkten zwischendrin auch ideenlos. „Ab der 65. Minute wurde es ein wildes Spiel mit vielen Fehlpässen und Stockfehlern. Da muss man dann nach einem Standard auch mal das Glück haben, das uns in der Vorbereitung gefehlt hat“, resümierte Marc Woller auf der Pressekonferenz kurz nach dem Spiel.

Sein Gegenüber Alexander Bruchhage, Coach des SC Neheim, kritisierte nach dem Spiel den Platz in Schwansbell. „Das Spiel war sicherlich nicht auf allerhöchstem Niveau, was durch den Platz auch nicht möglich war. Der Platz war knüppelhart und das Fußballspielen somit schwierig. Taktisch haben wir das aber ordentlich gemacht, wobei der Gegentreffer so nie fallen darf“, so Bruchhage nach dem Spiel.

Lüner SV: Josch – Deppe, Lahr, Reis, Mikuljanac – Bozlar, Drees, Ayaz (63. Junior Mushaba), Ernst, Ramsey – Zottl (90. Göke)

SC Neheim: Schröter – Wagner (90. Bald), Wulf, Thiemann (76. Yavuz), Yavuzaslan (85. Greco), Michler (54. Majewski), Zekovic, Fleck, Busch, Cihan, Nettesheim

Tor: 1:0 Lahr (83.)

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