TuS Niederaden: Neuer Modus macht es schwer für den Underdog, der vor zwei Jahren siegte

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Noch wenige Tage bis zur Hallenfußballstadtmeisterschaft in Lünen: Wir blicken auf die Teams. Dem TuS Niederaden hat die Außenseiterrolle schon einmal zum Titel geführt. Klappt das erneut?

von Thies Adam

Lünen

, 15.12.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Wochenende vor Weihnachten stehen die Lüner Stadtmeisterschaften in der Rundsporthalle auf dem Programm (20./21. Dezember). Für B-Ligist TuS Niederaden warten in der Gruppe B mit Bezirksligist BV Brambauer und den drei ambitionierten A-Ligisten BW Alstedde, VfB Lünen und SG Gahmen echte Brocken auf dem Weg in die K.o.-Runde. Dass sich der TuS Niederaden in der Außenseiterrolle wohlfühlt, hat die Lüner Fußballwelt vor zwei Jahren erlebt. Damals gewannen die Blau-Weißen sensationell mit 4:2 im Finale gegen Westfalenligist Lüner SV und wurden zum ersten Mal überhaupt in der Vereinsgeschichte Stadtmeister.

Axel Schulze Beckinghausen: „Jeder kann Stadtmeister werden!“

Einer, der damals einen maßgeblichen Anteil am Triumph hatte, ist Axel Schulze Beckinghausen. Der Verteidiger erinnert sich noch sehr genau an die Momente nach dem Schlusspfiff: „Das war ein unglaubliches Gefühl, als die Schlusssirene unseren Sieg besiegelte. So wirklich konnte man es nach Abpfiff erstmal nicht glauben.“ Auch damals hatten wohl nur die wenigsten den TuS als Stadtmeister auf ihren Zetteln. Und auch dieses Jahr wollen die Blau-Weißen wieder eine gute Rolle spielen. „Jeder kann Stadtmeister werden. Klar hilft es, wenn man ein paar gute Zocker dabei hat, aber entscheidender ist es, dass man als Team auftritt und jeder für den anderen arbeitet. Damit kann man individuelle Qualitäten ausgleichen“, sieht der Vizekapitän der Niederadener sein Team nicht chancenlos.

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Einen Vergleich mit der Stadtmeisterschaft 2017 scheut er allerdings: „Das war in der Konstellation ein einmaliges Erlebnis. Wir haben zu dieser Zeit selten das gezeigt, was wir wirklich konnten. Umso schöner war es, dass wir an genau diesem Wochenende unser volles Potential abrufen konnten.“

Durch den neuen Modus bei den Stadtmeisterschaften wird es nun aber deutlich schwieriger, überhaupt über die Gruppenphase hinauszukommen. Statt wie bisher acht Mannschaften, werden dieses Jahr nur vier Teams die Gruppenphase überstehen und in der K.o.-Runde um den Pokal kämpfen. Das soll das Turnier entzerren. Andererseits wird es jetzt für die vermeintlichen Underdogs wie den TuS Niederaden deutlich schwieriger, die Zwischenrunde zu erreichen und um die Meisterschaft mitzuspielen.

„Der Modus hat seine Vor- und Nachteile“

Auch Schulze Beckinghausen sieht die Durchführung des Turniers mit gemischten Gefühlen: „Der Modus hat seine Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite verkürzt er das Turnier, wodurch mehr Leute zum Zuschauen bleiben. Aber auf der anderen Seite nimmt der neue Modus viel Spannung raus. Gerade die K.o.-Spiele haben einen zusätzlichen Reiz. Dadurch ist in jedem Spiel Spannung vorprogrammiert. Jetzt kann es passieren, dass das Turnier für einige Teams nach dem ersten Tag gelaufen ist und es am zweiten Tag nur noch um die goldene Ananas gespielt wird.“

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Einen Favoriten auf den Titel hat der Niederadener dennoch: „In diesem Jahr ist auf jeden Fall mit BW Alstedde zu rechnen. Die spielen eine super Saison auf dem Feld. Auch den VfB zähle ich in der Halle immer mit zu den Favoriten.“

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