Nächster Abgang beim Lüner SV - Hampel: „Das ist dann schon etwas enttäuschend“

dzFußball

Der Mittelfeldspieler kam mit Jugend-Bundesliga-Erfahrung nach Schwansbell, doch konnte sich nie wirklich durchsetzen. Trainer Christian Hampel findet deutliche Worte.

von Nico Ebmeier

Lünen

, 16.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er ist 19 Jahre jung, wurde in der Jugend-Bundesliga bestens fußballerisch ausgebildet und kam mit großen Erwartungen zum Lüner SV. In dieser Saison brachte es der Mittelfeldmann aber nur auf 209 Liga-Minuten und kehrt nun dem LSV auch den Rücken zu.

Sefa Ayaz (l.) verlässt den Lüner SV nach einem Jahr wieder.

Sefa Ayaz (l.) verlässt den Lüner SV nach einem Jahr wieder. © Foto: Günther Goldstein

Die Rede ist von Sefa Ayaz. Beim Hombrucher SV spielte er in der Saison 2016/17 22 Spiele in der B-Junioren-Bundesliga. Dann zog es ihn eine Etage tiefer, zur U19 von Rot-Weiß Essen ehe er einen Vertrag bei Christian Hampel und dem Lüner SV unterschrieb. Nach nur einem Jahr endet dieses Verhältnis aber nun - und das liegt nicht an seinem Talent.

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„Dass er absolut was drauf hat, weiß hier Jeder. Aber in der Westfalenliga ist Disziplin eben auch ein wichtiger Bestandteil“, sagt LSV-Coach Christian Hampel. Was meint er damit? „Seine Einstellung passte überhaupt nicht. Er kam häufiger unabgemeldet nicht zum Training und verhielt sich generell auch oft nicht der Situation entsprechend. Das ist dann schon etwas enttäuschend.“

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Und dabei ist es durchaus überraschend, dass Ayaz sich in seinem ersten Seniorenjahr so verhalten hat. Gerade bei Spielern aus hoch spielenden Jugendmannschaften wird besonders auf die „Erziehung“ und Einstellung geachtet. „Damit hätten wir auch nicht gerechnet. Eigentlich sind Spieler, die aus der Jugend-Bundes- oder Westfalenliga kommen immer bestens ausgebildet. Aber vielleicht passte Sefa Ayaz auch einfach nicht hier hin“, so Hampel.

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Symbolisch dafür ist auch, dass sich Ayaz beim Saison-Abschlusstraining nicht blicken ließ - anders als die anderen drei LSV-Abgänge Dominik Deppe, Alexander Ruscher und Nikolas Friedberg.

Einen neuen Verein hat Ayaz - nach Hampels Wissen nicht. „Vielleicht sollte er nun sein erstes Seniorenjahr noch einmal überdenken und irgendwo neu starten.“

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