Nach Fehlstart: Brambauers Franziska Bloeß erklärt, wie der VfL seine Krise beenden will

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Vier Pleiten in Serie: Der Saisonstart der Handball-Verbandsliga-Frauen des VfL Brambauer ist gehörig schief gelaufen. Franziska Bloeß (26) glaubt aber an die Wende: „Ich vertraue dem Team!“

Brambauer

, 10.10.2019, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Franziska Bloeß (26), Neuzugang der Handballerinnen des VfL Brambauer, hat sich den Saisonstart bei den VfL-Frauen anders vorgestellt. Mit vier Niederlagen aus vier Spielen und den daraus resultierenden null Punkten steht Brambauer auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Ergebnis, das das Selbstvertrauen durchaus sinken lässt.

Wo genau die Gründe für diesen Fehlstart liegen, kann Bloeß noch nicht genau sagen: „Die Gründe dafür analysieren wir derzeit intern, um diese in der wettkampffreien Zeit und darüber hinaus aufzuarbeiten.“

Dass die Gegner zu stark gewesen seien, verneint Bloeß, ohne deren Können und Stärken infrage zu stellen. „Natürlich sind die Gegner gut gewesen. Aber wir haben sie auch gut ins Spiel gebracht“, so Bloeß.

Wenig Selbstvertrauen, technische Fehler und mangelnde Konzentration

Der VfL Brambauer hatte während der letzten Spiele oft kleinere Phasen, in denen dann nicht viel zusammenlief. Phasen, in denen dann auch das Selbstvertrauen fehlte. In der Deckung wurde nicht mehr konsequent zugepackt, im Angriff schlichen sich zu viele technische Fehler ein und auch beim Torabschluss fehlte es an Konzentration. „Wir haben in dieser Saison viele neue Spielerinnen dazubekommen. In der vorherigen Saison ebenfalls. Das suggeriert einen dynamischen Gruppenprozess. Ich behaupte aber, dass jede Spielerin des VfL stark ist und Potenzial besitzt. Jetzt ist es unsere Aufgabe, unter anderem das Zusammenspiel zu festigen“, sagt sie.

Franziska Bloeß ist eine der Neuen im VfL-Team. Sie kommt vom TV Wickede und kann auf insgesamt 21 Jahre Handballerfahrung zurückgreifen. Bei der HSG Soest verbrachte sie ihre Jugendzeit und spielte in Kreisauswahlmannschaften. Bloeß ist eine großgewachsene Kreisläuferin und soll für Stabilität im VfL-Team sorgen. „Ich möchte mich technisch noch weiterentwickeln. Ich möchte aber auch meiner Rolle im Abwehrmittelblock gerecht werden und mit einer starken Leistung überzeugen. Ich möchte aber auch das Timing verbessern, indem ich die genauen Abläufe einzelner Spielerinnen weiterhin gut beobachte“, sagt sie.

Bloeß: „Das Feld von hinten aufräumen“

Auch wenn der VfL Brambauer jetzt schwach in die Saison gestartet ist, traut sie ihrer Mannschaft noch viel zu. Ihr ist aber bewusst, dass nach vier Niederlagen in Serie keine großen Sprünge gemacht werden sollten: „Wir sollten uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aber ich vertraue dieser Mannschaft und wir sind alle selbstkritisch genug. Wir werden hart an uns arbeiten, um die Leistung des Einzelnen und folglich auch der gesamten Mannschaft zu verbessern. Wir brauchen Teamgeist, Disziplin, Leistungsbereitschaft, Biss und Selbstvertrauen, um das Feld von hinten aufzuräumen.“ Die Herbstpause kommt gelegen. In der wird das Team um Coach Andre Schwedler hart an sich arbeiten, um letztendlich in der Tabelle Schritt für Schritt wieder nach oben zu gelangen.

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