Nach 21 Tagen: Bülent Kara schmeißt beim Lüner SV hin: „Ich kann dem LSV nicht helfen“

dzLüner SV

Das ging schnell: Bülent Kara ist nicht mehr Sportlicher Leiter beim Lüner SV II. Im Gespräch verrät er die Gründe für seinen Entschluss, den LSV nach 21 Tagen wieder zu verlassen.

Lünen

, 14.10.2019, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Wochen war Bülent Kara gerade einmal beim Lüner SV im Amt. Im Verein hatte der 43-Jährige den Posten des Sportlichen Leiters der Bezirksliga-Reserve der Lüner übernommen. All das geschah, nachdem Kara wenige Tage zuvor beim Bezirksligisten Türkspor Dortmund als Trainer entlassen wurde.

Jetzt - 21 Tage später - hat Kara auch den Lüner SV schon wieder verlassen. Ursprünglich hatte unsere Redaktion geplant, Kara zur Situation bei den Schwansbellern zu interviewen. Im Gespräch verriet Bülent Kara der Redaktion dann aber, dass sich die Wege des 43-Jährigen und des LSV ab sofort trennen.

„Ich habe gemerkt, dass die Sportliche Leitung nichts für mich ist. Die aktuelle Situation beim Lüner SV ist sehr schwierig. Ich kann der Mannschaft nicht auf Anhieb helfen“, begründet Kara seine Entscheidung. Außerdem fehle es dem B-Lizenz-Trainer, dass er aktiv als Coach auf dem Platz stehe. „Meine Füße kribbeln, der Reiz ist groß, auf dem Platz zu stehen“, sagt Kara, der schon wieder mit anderen Vereinen bezüglich eines Trainerengagements verhandelt.

Nach 21 Tagen: Bülent Kara schmeißt beim Lüner SV hin: „Ich kann dem LSV nicht helfen“

Vor gerade einmal drei Wochen präsentierten Sportlicher Leiter Christian Hampel (v.l.), Vorsitzender Imdat Acar und Vorstandsmitglied Arno Franke (r.) Bülent Kara (2.v.r.) als neuen Sportlichen Leiter der Reservemannschaft. © Patrick Schröer

Beim Lüner SV zeigte man sich von Karas Entscheidung, die der 43-Jährige in einem finalen Gespräch am Sonntag mitteilte, „extrem enttäuscht“, wie Peter Marx, stellvertretender Vorsitzender des LSV angab. „Eigentlich hatte Bülent gesagt, dass er mit uns den Restart machen will, aber er habe sich wohl nicht zugetraut, die zweite Mannschaft zu betreuen“, sagt Marx, der die aktuelle Situation bei der ersten und zweiten LSV-Mannschaft als „Seuche“ bezeichnet. Beide Mannschaften stehen in der Westfalen- beziehungsweise in der Bezirksliga im Tabellenkeller und kämpfen aktuell gegen den Abstieg.

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Bülent Kara betonte im Gespräch trotz der Trennung, dass es nicht am LSV selbst lag, dass er den Verein schon wieder so schnell verlassen hat. „Meine Entscheidung hat nichts mit dem Verein zutun. Aber der LSV hat riesige Probleme bei der Kaderzusammenstellung. Deswegen war es schwierig für mich, dort Fuß zu fassen. Ich mache das ja auch zum ersten Mal“, so Kara, der in den drei Wochen beim LSV intensive Gespräche, mit Spielern, dem LSVII-Trainerteam und mit dem Vorstand geführt habe.

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Nun steht Kara in Verhandlungen mit einem neuen Klub. Noch in dieser Woche soll es darüber eine Entscheidung geben, teilt der 43-Jährige mit. Beim LSV wolle man sich nach dem überraschenden Abgang am Dienstag zusammensetzen und über die Zukunft sprechen. Marx betont aber schon jetzt: „Der Posten von Bülent bleibt frei.“ Zudem kündigt Marx Neuverstärkungen für die Winterpause an. „Wir werden definitiv etwas machen und werden uns nicht ergeben“.

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