Meister VfL Brambauer bezwingt Werne - Die Übersicht

Handball

Der VfL Brambauer steht bereits als Meister der Handball-Bezirksliga und Aufsteiger in die Landesliga fest. Im letzten Heimspiel der Saison stellte das Team am Samstagabend, 6. Mai, gegen Abstiegskandidat TV Werne seine Dominanz unter Beweis und siegte deutlich mit 40:24. Auch die überkreislichen Teams vom SuS Oberaden und vom Lüner SV waren im Einsatz.

Lünen

von Timo Janisch, Carina Püntmann

, 04.05.2017, 15:35 Uhr / Lesedauer: 5 min
Meister VfL Brambauer bezwingt Werne - Die Übersicht

Bezirksliga-Meister VfL Brambauer ließ dem TV Werne am Samstagabend keine Chance.

Verbandsliga 2 RSVE Siegen – SuS Oberaden 36:27 (17:14)

Die Verbandsliga-Handballer des SuS Oberaden mussten am Samstag beim heimstarken RSVE Siegen ihre zweite Niederlage in der Rückserie einstecken.

In Siegen hatte das Team um Spielertrainer Alex Katsigiannis keine Chance. Der größte Ausfall an diesem Abend war der des Co-Trainers Stephan Schichler, der sonst von der Bank aus Regie führt und damit Katsigiannis, der auf dem Feld steht, unterstützt. Schichler fiel aufgrund einer Mittelohr-Entzündung aus. Somit hatte Katsigiannis mit zwei, drei Aufgaben mehr zu kämpfen. „Das hat man einfach gemerkt. Stephan hat überall gefehlt. Das war für mich sehr schwierig“, gab er zu.

Nach einem holprigen Start kam Oberaden wieder ins Spiel und glich durch Tim Fehring beim 4:4 aus (8.).

Erneut Fehring, dann Lauris Hajduk und Pascal Stennei brachten ihr Team sogar 7:4 in Führung. Bis zum 12:12 behielt Oberaden auch die Führung, gab sie dann kurz vor Pausenpfiff an Siegen ab. Der Gastgeber, immer wieder angetrieben von seinem Spielertrainer Alen Sijaric, setzte sich nach der Pause kontinuierlich ab.

Durch diese Niederlage rutschte der SuS Oberaden tabellarisch nach unten. „Das ist wirklich schade und auch ärgerlich. Wir hatten uns fest vorgenommen, am Ende der Saison auf Platz drei zu stehen. Der Zug dürfte abgefahren sein“, so Katsigiannis und weiter: „Dennoch bin ich mit der Rückrunde sehr zufrieden.“ Am Samstag, 13. Mai, hat Oberaden im letzten Spiel noch die Chance, die Saison positiv zu beenden.

TEAM UND TORE SuS: Klepping 1/Makus – Hajduk 3, Noe, Herold 2, Fehring 8/1, Lauber 4, Katsigiannis, P. Stennei 7, Roth 2, Braach, Mork, B. Stennei, Köhler

Bezirksliga Hellweg VfL Brambauer - TV Werne 40:24 (17:13)

Beide Abwehrreihen begannen unkonzentriert und ließen dem Gegner viel Platz. Entsprechend ging es mit vielen Toren in die Partie. Nach zehn Minuten griff der TVW schon zur grünen Karte (7:5).

Brambauer gewann nun immer mehr die Oberhand, hatte aber Pech mit dem Torholz. Da auch Wernes Keeper Martin Wulfert oft zur Stelle war, konnte sich der VfL zunächst noch nicht absetzen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit liefen die Hausherren einige Gegenstöße und konnten sich ein Polster erspielen.

Im zweiten Durchgang wurden die Gäste schließlich überrannt. VfL-Coach Nadim Karsifi griff auf eine offensivere Deckung zurück, gegen die Werne keine Mittel fand. ,,Wir haben es in der zweiten Halbzeit provoziert“, meinte TVW-Trainer Ingo Nagel. Die technischen Fehler häuften sich bei seiner Mannschaft, was Brambauer mit zahlreichen Tempogegenstößen quittierte. ,,Wir hätten den Ball länger halten müssen“, sagte Nagel.

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Handball: Bezirksliga: VfL Brambauer - TV Werne 40:24

Der frischgebackene Handball-Bezirksliga-Meister VfL Brambauer hat am Samstag seinem Ruf alle Ehre gemacht und gegen den TV Werne in der eignen Halle seine Stärke unter Beweis gestellt. Der VfL gewann mit 40:24. Hier sind die Impressionen aus der Halle.
07.05.2017
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Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Der VfL Brambauer gewann gegen den TV Werne problemlos und deutlich mit 40:24.© Foto: Günther Goldstein
Schlagworte Werne, Lünen

Sein Gegenüber Nadim Karsifi bestätigte: ,,In der ersten Halbzeit war Werne gut, dann aber ein gefundenes Fressen für uns.“ So trieb seine Mannschaft das Ergebnis in die Höhe, Jan Richter erzielte kurz vor Schluss sogar den 40. Treffer.

Für den TV Werne kommt es am letzten Spieltag zum ,,Showdown“ (Nagel) gegen den Abstieg. Der TVW muss gewinnen und dabei auf Patzer der Konkurrenz aus Lünen oder Overberge hoffen. ,,Wir haben immer noch die Chance“, sagte Nagel, der auf der ersten Halbzeit aufbauen will. Der VfL hingegen wollte sich in Sachen Wettbewerbsverzerrung nichts vorwerfen lassen und zudem einen standesgemäßen Abschied vom Heimpublikum feiern.

TEAM UND TORE VfL: Welski, Greinert – Richter 5, Benden 2, Thiel 3, Lüke 3, Langmann 3, Baggemann, Eder 9/6, Kurt 5, Gärtner, Freitag 6, Pape 4, Maurer

VfL Kamen - Lüner SV 28:27 (13:14)

Im Abstiegskampf der Handball-Bezirksliga bleibt die Situation nahezu unverändert. Der Lüner SV verlor zwar knapp sein Spiel beim VfL Kamen. Doch auch der TV Werne, der zu Gast beim VfL Brambauer war, blieb punktlos.

Demnach hat der LSV nach wie vor zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Bei noch einer ausstehenden Partie ist die Ausganglage also gut. „Wir haben gegen Kamen ein verdammt gutes Spiel gemacht. Am Ende war aber Kamen der glückliche Gewinner“, resümierte Trainer Christian Neve.

Sein Team hat 60 Minuten dagegen gehalten und vor allem kämpferisch überzeugen können. „Am Ende hat uns die nötige Durchschlagskraft im letzten Angriff gefehlt, um den Klassenerhalt frühzeitig perfekt zu machen. Jetzt geht es im nächsten Heimspiel gegen den TV Ennigerloh darum zu gewinnen, um zu beweisen, dass wir auch den Klassenerhalt wollen“, sagt Neve. Sein Team empfängt am Samstag, 13. Mai, um 17 Uhr den Liga-Konkurrenten in der Rundsporthalle.

TEAM UND TORE LSV: Hangebrock/Bauer – Hadac 2, Dornseifer 1, Grammon 4/1, Mai, Seeger 3, Gärtner 5/1, Schünemann 2, Stroscher 1, Wildemann 6, Maurer 3/1, Miehle, Flessenkämper

Eintracht Overberge - SuS Oberaden II 33:35 (17:18)

Handball-Bezirksligist SuS Oberaden II hat das vorletzte Saisonspiel am Samstag in Overberge genutzt, um einiges auszuprobieren – mit Erfolg.

So stellte Trainer Björn Grüter seine Mannschaft zu Beginn in der Abwehr offensiv ein. „Das hat auch gut geklappt. Dadurch sind wir viele Gegenstöße gelaufen. Da wir das aber noch nicht so oft gespielt haben, waren die Absprachen nicht immer gut. Unterm Strich war das aber in Ordnung“, so Grüter. Die Rückzugsbewegung seiner Mannschaft war in der ersten Halbzeit aber weniger gut. So erzielte der Gastgeber einfache Tore.

Nach der Pause stellte Grüter wieder auf eine defensive 6-0-Formation um. „Die offensive Variante ist ziemlich kräfteraubend“, begründete er. Anfang der zweiten Hälfte setzte Oberaden II sich entscheidend ab. Zum Spielende kam Overberge zwar noch einmal heran. Der Sieg war aber nie in Gefahr. „Wir haben das ordentlich heruntergespielt. Unterm Strich eine ordentliche Leistung“, fand Grüter.

TEAM UND TORE SuS: Schäfer/Caspari – Stratmann 2, Schumacher, P. Schuchtmann 4, Wegelin 1, Krock 3, Titz, H. Schuchtmann 10, Gonschewski 4/4, Wagner 6, Grosser 1, Merten 4/1

Frauen-Verbandsliga 2 RSVE Siegen - VfL Brambauer 20:22 (8:8)

Das war ein versöhnlicher Saisonabschluss. Im letzten Meisterschaftsspiel sicherten sich die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer am Samstag, 6. Mai, noch einen Sieg und bescherten damit ihrem langjährigen Trainer Uli Richter einen schönen Abschied.

Richter hört bekanntlich nach 18 Jahren Trainertätigkeit bei den VfL-Frauen auf. Er wurde bereits im letzten Heimspiel verabschiedet und stand jetzt beim RSVE Siegen zum letzten Mal an der Seitenlinie. „Ich hatte unter der Woche im Training bereits Herzklopfen. Das war natürlich emotional für mich“, sagte er.

Im Spiel gegen Siegen merkte man, dass die Luft raus war. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr. Siegen stand als Absteiger fest. Die VfL-Frauen waren im gesicherten Mittelfeld. Durch den Sieg und der gleichzeitigen Niederlage des BV Borussia Dortmund III beim HTV Sundwig-Westig (28:30) kletterten die VfL-Fauen auf den sechsten Tabellenplatz.

„Die Führung wechselte permanent. Das Spiel war mit vielen technischen Fehlern gespickt. Wir haben uns erst zwei Minuten vor Schluss auf zwei Tore abgesetzt“, resümierte Richter.

„Dass ich aufhöre, fällt mir natürlich schwer. Aber es ist die richtige Entscheidung“, sagte der Coach. Richter lädt seine Mannschaft in dieser Woche noch zu sich nach Hause ein zum Saisonabschluss.

TEAM UND TORE VfL: Sindermann - Sahage 1, Mai 1, Martha Rykowski 3/1, Holz 2, Plotek 5/2, Monika Rykowski 1, Leismann 1, Neumann 3, Lasshof 5/2, Ruch

Frauen-Landesliga 3 HSG Recklinghausen - Lüner SV 30:31 (15:15)

Mit einem knappen Sieg beim überraschend starken Absteiger Recklinghausen haben die Landesliga-Handballerinnen des Lüner SV eine gute Spielzeit auf dem dritten Platz beendet.

LSV-Coach Marcel Mai zollte vor allem dem Gegner Respekt: „Recklinghausen hat das richtig gut gemacht. Trotz des Abstiegs hat sich die HSG eindrucksvoll verkauft. Ich verstehe nicht, warum das Team absteigt. Wenn es so zusammenbleibt, bin ich mir sicher, dass es schnell wieder in die Landesliga zurückkehrt.“

Nach knapp fünf Minuten lagen die Gäste aus Lünen mit 4:1 vorn. Dann jedoch kämpfte sich der Gastgeber heran und es entwickelte sich ein packender Schlagabtausch mit ständig wechselnden Führungen. „In der Abwehr waren wir nicht so gut“, gestand Mai. „Wir haben ziemlich viele Gegentore bekommen. Jeder Schuss ist reingegangen. Das war Wahnsinn.“ Dafür klappte es vorne umso besser bei den Lünerinnen. Zur Pause stand es 15:15.

Auch in den zweiten 45 Minuten blieb es eng. Nie lag ein Team mit mehr als einem Tor vorn. Erst in der 57. Minute konnte sich der Lüner SV entscheidend auf drei Tore absetzen (27:30). Doch selbst danach wurde es nochmal knapp, als Recklinghausen eine Minute vor dem Ende auf 30:31 verkürzte. Letztlicht reichte es zu einem positiven Abschluss einer starken LSV-Saison.

„Wir haben Platz drei gehalten“, freute sich Mai. Am Sonntagabend ging es mit dem Team dann noch in die Dortmunder Innenstadt zum Burgeressen. 

TEAM UND TORE LSV: Klostermeier - Lieneke 9, Blümel 3, Hülsewede 7/6, Köppen 2, Püschel 2, Lohölter, C. Schmidt 4/2, Krause 1, A. Schmidt 2, Dressler 1

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