Matthias Schmidt: Mit präzisen Abschlüssen zum Erfolg

LÜNEN Matthias Schmidt vom Lüner SV spielt seit 26 Jahren Handball, doch in dieser Saison gelang ihm ein besonderes Kunststück: Mit insgesamt 221 erzielten Toren wurde er inoffizieller Torschützenkönig der Landesliga. Ein Porträt.

von Von Carina Püntmann

, 15.07.2008, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Matthias Schmidt (Nr. 13), hier im Spiel gegen DJK Westfalia Hörde, freut sich über den Titel "Bester Torschütze". Der Lüner ist nicht nur im Spielverlauf immer torgefährlich. Auch am 7-Meter-Punkt zeigt er starke Nerven.

Matthias Schmidt (Nr. 13), hier im Spiel gegen DJK Westfalia Hörde, freut sich über den Titel "Bester Torschütze". Der Lüner ist nicht nur im Spielverlauf immer torgefährlich. Auch am 7-Meter-Punkt zeigt er starke Nerven.

Dabei ließ er mit 28 Treffern Vorsprung den Recklinghauer Jörg Schomburg hinter sich. Durchschnittlich erzielte Schmidt 8,5 Tore pro Partie. Mit seinen 41 Jahren zählt der Linkshänder schon längst nicht mehr zu den jüngsten Handballern im Umkreis. Doch dies lässt den Lüner ganz kalt.

Matthias "Matze" Schmidt spielt bereits seit 26 Jahren Handball. Beim Lüner SV begann er seine Laufbahn allerdings erst spät mit 15 Jahren.

Als er 33 Jahre alt war, wechselte zum Oberligisten HC TuRa Bergkamen.

Aufgrund seines höheren Alters ging er nach nur einer Saison zurück zu seinem Heimatverein. "Man wird ja nicht jünger. Irgendwann kann man nicht mehr da oben mithalten", so Schmidt.

Bereits seit fünf Jahren agierte der Routinier immer oben in der Torschützen-Liste mit - doch zur Krone reichte es nie.

19 Tore in 60 Minuten

Seine Stärken sind vor allem Schnelligkeit und präzise Tor-Abschlüsse. Sein Vorteil ist auch ganz klar, dass er Linkshänder ist.

In der Hinrunde gegen die Eintracht Recklinghausen stellte Schmidt seinen ganz persönlichen Rekord auf - 19 Tore in 60 Spielminuten waren die Bilanz. "Das war natürlich ein Highlight. So viele Dinger habe ich noch nie geworfen", erinnert er sich gerne an die letzte Saison zurück.

Auf die Frage, ob er auch Schwächen hat, verneint er erst lachend um daraufhin doch ernst zu antworten: "Natürlich habe ich auch Schwächen. Ich denke, dass ich das ein oder andere Mal im Spiel zu eigensinnig bin."

"Für die Mannschaft ist er sehr wichtig!"

Dass Schmidt eine überragende Serie hinter sich hat weiß auch sein Trainer Ralf Lange: "Matze hat für sein Alter eine überragende Fitness. Er ist immer trainingsfleißig und auch sehr treffsicher. Am 7-Meter-Punkt zeigt er stets starke Nerven. Für die Mannschaft ist er sehr wichtig."

Ob Schmidt mit seine guten Abschluss-Qualitäten auch in der nächsten Saison punkten kann, wird sich zeigen. Er selbst ist davon überzeugt, dass er sich reinhängen wird.

"Ich werde alles geben, um wieder eine gute Saison spielen zu können. Doch leicht wird es sicherlich nicht, denn die Gegner kennen mich bereits. Ich warte einfach ab und muss gucken, wie sich das alles entwickelt", so Schmidt.

ZUR PERSONMatthias Schmidt wurde am 7. Februar 1967 in Lünen geboren. Von Beruf ist der Lüner Versicherungskaufmann in Dortmund. Schmidt hat zwei Töchter, die auch schon beide für den Lüner SV auf Torejagd gehen. Celina (11) spielt für die weibliche D-Jugend, Pauline (7) ist bei den Minis aktiv. Zu seinen großen Hobbys zählen neben dem Handballsport Lesen, Malen und Kochen.

 

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