Matthias Göke fühlt einen Sieg, der zu wenig ist - und ärgert sich über den Schiedsrichter

dzLüner SV

Der Punkt nach 0:3-Rückstand fühle sich an wie ein Sieg, meint Matthias Göke. Mit zwei Treffern ermöglichte er die Aufholjagd - und der Verteidiger hätte beinahe sogar einen Hattrick erzielt.

Lünen

, 03.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Matthias Göke war am Sonntag so etwas wie der Matchwinner beim Lüner SV - und das, obwohl der Westfalenligist sich vom Lennestadt in Schwansbell „nur“ 3:3 trennte.

Dass es überhaupt noch zu einem Punkt reichte, war allerdings vor allem Göke zu verdanken. Aus der Innenverteidigung nach vorne beordert, erzielte Göke in der Schlussphase binnen 120 Sekunden zwei Tore für den LSV - inklusive des 3:3 natürlich. Wenige Minute zuvor hatte Johannes Zottl für die Rot-Weißen verkürzt.

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„Es fühlt sich an wie ein Sieg, ist aber zu wenig“, sagte Göke am Dienstag. Zu wenig aufgrund der Tabellensituation der Lüner, die nach wie vor nur knapp über dem Strich stehen.

Schiedsrichter pfeift den ersten Treffer von Matthias Göke zurück

Beinahe wäre es sogar ein Sieg geworden, der sich nicht nur wie einer anfühlt, sondern sogar einer ist. Und wieder wäre es Göke zu verdanken gewesen. Nach gut einer halben Stunde erwischte Göke eine Ecke optimal mit dem Kopf, der Ball schlug im Netz ein. Es wäre das 1:1 gewesen - und am Ende hätte der LSV womöglich mit 4:3 triumphiert.

Matthias Göke fühlt einen Sieg, der zu wenig ist - und ärgert sich über den Schiedsrichter

Matthias Göke (2.v.r.) gehört zu den Führungsspielern des Lüner SV. © Nils Foltynowicz

Doch der Schiedsrichter verhinderte das. Ein Akteur der Gäste ging im Strafraum zu Boden, ein Pfiff ertönte. Der zeigte an: Freistoß für Lennestadt. Gökes Emotionen schlugen um. Gerade hatte er sich noch leidenschaftlich gefreut, Luftsprünge gemacht. Nun gestikulierte er wütend und zeigte sein Unverständnis deutlich an. „Ich habe definitiv nicht gefoult“, so Göke, der selbst noch einmal die Videoaufnahmen gesichtet hat.

Ganz über den abgepfiffenen Treffer ist er noch nicht hinweg. Einen Dreierpack habe er sogar schon mal während seiner Zeit bei der Hammer SpVg erzielt, erinntert sich Göke. Auch gegen Schüren sei ihm in der laufenden Saison ein Tor aberkannt worden. Zählt er diese Treffer zu seinen anerkannten drei Saisontoren hinzu, „dann wäre ich knapp hinter Zotti“, scherzt Göke. Nicht ganz: Mit zwölf Treffer liegt der angesprochene Mitspieler Johannes Zottl dann doch ein wenig außer Reichweite.

Matthias Göke: „Brutal schwere Auswärtsaufgaben“ für den Lüner SV

Der deutliche Rückstand bis Beginn der Schlussphase, die furiose Aufholjagd im Anschluss: Matthias Göke lässt sich von alledem nicht aus der Ruhe bringen. „Wir sind alles erfahrene Leute und wissen, wie die Situation ist. Wir sind so stark, dass wir da relatv schnell rauskommen“, gibt er sich selbstbewusst. Dazu haben die Lüner bis zur Winterpause noch zwei Gelegenheiten: bei Concordia Wiemelhausen und beim SC Neheim. „Ziel von uns ist, keins dieser Spiele zu verlieren.“ Natürlich greife der LSV sechs Punkte an - „wobei es brutal schwere Auswärtsaufgaben sind“, so Göke.

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Er selbst zählt zu den Führungsspielern des Lüner SV. Das sei aber auch schon vor der schwierigen, aktuellen Saison so gewesen. „Wir haben junge Spieler dabei, die sich den einen oder anderen Kopf machen“, sagt der physisch starke Verteidiger. Da müssten erfahrene Spieler wie Matthias Drees, Daniel Mikuljanac, Marcel Ramsey, Fabian Pfennigstorf oder eben er selbst eine Vorbildsfunktion einnehmen, findet Göke.

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