Marcel Eichhorst nach seinem Kreuzbandriss: „Ich hatte gerade das Vertrauen wieder“

dzVfB Lünen

Ganz bitter ist die Winterpause für Marcel Eichhorst, Spieler vom VfB Lünen, gelaufen: Bei den Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften riss ihm das Kreuzband - bereits zum zweiten Mal.

Lünen

, 04.02.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist der Moment, in dem selbst der härteste Fußballer laut losheulen könnte. Dieser Moment, wenn ein Spieler im Zweikampf oder sogar ohne Fremdeinwirkung unsanft landet, umknickt und sich in seinem schmerzverzerrten Gesicht sofort ablesen lässt: „Das war’s erst einmal.“

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Eine solche Situation musste Marcel Eichhorst vom Tabellendritten der Dortmunder Fußball-Kreisliga A, VfB Lünen, zuletzt bei den Hallenstadtmeisterschaften in Dortmund erleben. „Der Gegenspieler hat von hinten gestochert, ich bin über seine Beine gesprungen, gelandet und dann umgeknickt“, sagt Eichhorst. „Erst konnte ich noch laufen.“

Situation hat sich über Nacht geändert

Doch keine zwei Wochen später habe sich das drastisch über Nacht geändert. Plötzlich konnte Eichhorst eben nicht mehr laufen und brauchte Krücken: „Seit vier Jahren habe ich immer wieder Theater mit den Knien.“

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Für den 26-Jährigen ist der erneute Kreuzbandriss ein herber Rückschlag. Die Diagnose bekam Eichhorst vor einer guten Woche, operiert wird der Linksfuß Ende Februar. „Ich habe einen guten Physio an meiner Seite, der mich unterstützt, damit ich schnell wieder fit werde“, sagt Eichhorst und ergänzt: „Nur das Kreuzband ist gerissen, alles andere ist in Ordnung.“

„Vier oder fünf“ Operationen

Im linken Knie hatte er in seiner Laufbahn schon „vier oder fünf“ Operationen ertragen müssen. Das linke Kreuzband riss ihm vor dreieinhalb Jahren. „Ich hatte gerade das Vertrauen wieder und wollte in der Vorbereitung Vollgas geben“, sagt Eichhorst. Eine Rückkehr will Eichhorst nicht ausschließen, weiß aber nach seiner erneuten schweren Verletzung „gar nicht, ob ich das mache“.

Beim VfB kam er unter Trainer Mark Bördeling über die linke Seite; im Mittelfeld oder auch in der Defensive zum Einsatz. Zuletzt kam Eichhorst am Ende der Hinrunde von der Bank ins Spiel.

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Der VfB steht vor dem Rückrundenstart am 1. März mit 32 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, hinter der SG Gahmen (33 Punkte) und BW Alstedde (44 Punkte). „Das wird eine heiße Nummer, aber vom Potenzial her, können wir da oben mitspielen“, sagt Eichhorst. „Die Hinrunde ist zwar nicht immer optimal gelaufen, aber mit Matti und Marcel (Anm. d. Red.: Matti Bartsch und Marcel Salmen) sind noch Jungs dazugekommen, die die Mannschaft weit nach vorn bringen.“

Platz zwei ist möglich

Für Eichhorst sei am Ende der Saison der zweite Tabellenplatz und somit auch ein Aufstieg in die Bezirksliga möglich. Am Spitzenreiter aus Alstedde vorbeizuziehen, ist für der Außenbahnspieler hingegen eher utopisch: „Alstedde wird wahrscheinlich weg sein, aber Platz zwei ist schon das Ziel - da glaube ich fest dran.“

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